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Kreis Olpe, 14. Februar 2018

Heilpraktikerin rät zu Frühjahrsputz im Körper

Fastenzeit zur Ernährungsumstellung nutzen: Bewusster essen

Fastenzeit zur Ernährungsumstellung nutzen: Bewusster essen
Symbolfoto: Patricia Korn
Kreis Olpe. Zwischen Winter und Frühjahr lädt die Fastenzeit zur inneren Einkehr ein. Für Heilpraktikerin Sabine Rögele ist intelligentes Fasten ein wertvoller Beitrag zur Steigerung der Abwehrkräfte, für eine bessere Gesundheit und für ein Plus an Lebensqualität. Die Wege dahin sind so vielfältig wie die individuellen Bedürfnisse der Menschen. Die Heilpraktikerin rät: Jetzt ist die beste Zeit für eine Ernährungsumstellung.

Zum Ende des Winters arbeitet die menschliche Abwehr auf Hochtouren. Die kalte Jahreszeit hat an ihr gezerrt. Die ausschweifenden Freuden des Karnevals geben jetzt manchem Immunsystem den Rest: Das Zellgift Alkohol fließt kräftig und manch vergnügliches Miteinander begünstigt Viruserkrankungen wie Herpes oder das weniger bekannte Pfeiffersche Drüsenfieber. „Kissing Disease“, nennen das die Amerikaner – „Kusskrankheit.“

Aber jetzt beginnt die Fastenzeit. Die 40 Tage zwischen Winter und Frühling bieten die Chance für einen Frühjahrsputz im Körper und eine Umstellung falscher Ernährungsgewohnheiten. Es ist der ideale Zeitpunkt zu entschlacken und sich von der mitunter barocken winterlichen Ernährungsweise zu verabschieden, rät Rögele. Hormonell schaltet der Körper jetzt vom Winter- in den Sommermodus. Ein Indiz dafür ist die Frühjahrsmüdigkeit. Die Leber versucht verstärkt, Giftstoffe los zu werden. Hühnchen, Fisch, Tomaten, Champignons, Sellerie, Spargel, Chinakohl und grüner Tee helfen ihr beim Entgiften. Gewohnheiten überdenken „Fasten ist nicht gleich Fasten, und es geht nicht an erster Stelle um Verzicht“, sagt Heilpraktikerin Sabine Rögele aus Lennestadt. Für sie kommt es vor allem auf eine bewusstere Ernährung an. Für Diabetiker könne das Fasten beispielsweise schnell kontraproduktiv werden. Sie können aber die Zeit nutzen, Ernährungsgewohnheiten zu überdenken und anzupassen. Denn bei ihnen kommt es vor allem auf einen gleichmäßigen Insulinspiegel an. Mittags und abends sollten möglichst wenig Kohlenhydrate auf dem Speisezettel stehen.
 
Bei zu hohen Harnsäurewerten und einer Neigung zu gichtartigen Beschwerden bietet sich die Fastenzeit für eine purinarme Ernährung an. Hier kann der konsequente Verzicht auf Fleisch, Fisch und Alkohol schon nach kurzer Zeit zu einem deutlich gesteigerten Wohlbefinden führen. egulierung des Stoffwechsels Auch wer abnehmen will, beginnt am besten jetzt damit. Das heißt nicht immer zwingend: „FDH - Friss die Hälfte“. Wichtiger ist vielmehr die Regulierung des Stoffwechsels. „So paradox es klingt: Manche Menschen müssen erst einmal genug essen, um überhaupt abnehmen zu können“, verrät die Heilpraktikerin. Als Königsweg für einen gesunden Stoffwechsel und mehr Wohlbefinden entdecken immer mehr Menschen die Darmsanierung. Die Fastenzeit kann dafür der ideale Einstieg sein.

„Es gibt viele unterschiedliche Arten des Fastens“, erklärt Sabine Rögele. Weiter sagt sie: „Nur eine langfristige Umstellung der Ernährung wird auf Dauer den gewünschten Effekt haben.“ Ihr Fazit: Die Fastenzeit ist der beste Zeitpunkt, sich Ernährungsgewohnheiten bewusst zu machen. Wer die eigene Ernährung nachhaltig und dauerhaft umstellen will, findet bei Ärzten oder Heilpraktikern Rat und Unterstützung.
(LP)

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