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Kreis Olpe, 23. Dezember 2017

Lea Engelbrecht (15) bloggt für LokalPlus: Aus der Sicht einer Schülerin

Facebook und seine Bedeutung für die Jugend

Facebook und seine Bedeutung für die Jugend
Symbolfoto: Nils Dinkel
Kreis Olpe. Jeder von uns kennt das doch: Irgendwo sieht man etwas Lustiges oder ein tolles Fotomotiv. Die Kamera klickt, ein Filter wird für einen besseren Effekt drübergelegt, und mit einem Fingertipp aufs Display von tablet oder Smartphone wird das geschossene Foto in den sozialen Netzwerken gepostet. Wenn wir nichts Besseres zu tun haben, scrollen wir durch die Beiträge unserer Freunde. In meinem Alter treffen wir uns, um Fotos zu machen, die man später auf Facebook und Instagram posten kann. Das klingt für Ältere meist merkwürdig, da diese meistens nicht sehr aktiv auf Social Media sind. Ich persönlich nutze „nur“ Instagram und kein Facebook. Dadurch kam für mich die Frage auf, ob Facebook noch genauso beliebt ist wie früher.

Andere Netzwerke „ersetzen“ Facebook mehr oder wenigerIn meinem Freundeskreis benutzen nur sehr wenige Facebook. Dass heutzutage viel mehr andere soziale Netzwerke existieren als 2004 beim Durchbruch von Facebook, könnte dafür sprechen, dass die Zuckerberg-Erfindung bei uns Jugendlichen nicht mehr so beliebt ist wie früher. Die Vertreter, die jeder kennt, sind WhatsApp, Instagram, Snapchat und Twitter. Viele unserer Eltern nutzen Facebook und dadurch ist es  für uns Teenager uncool, denn vielen kommt es dann „ oldschool“  vor, wenn ein Netzwerk schon so lange existiert,  dass sogar die eigenen Eltern es benutzen.

Ich habe dazu eigene aus meinem Freundeskreis befragt. Ein Freund von mir meinte, dass Apps wie zum Beispiel Snapchat oder Instagram mehr am Puls der Zeit seien und wir sie dadurch eher benutzen als Facebook. Eine andere Freundin erzählte, dass mehr Leute in unserem Alter Instagram als Facebook-Ersatz hätten. Aufgrund dessen kann man besser mit seinen Freunden über Instagram und Co kommunizieren.

So ist es für uns Jugendliche naheliegender, die sozialen Netzwerke zu benutzen, die von mehr Leuten in unserer Altersklasse genutzt werden. Ich glaube, dass viele sich dann denken: „Wozu brauche ich noch ein anderes soziales Netzwerk, wenn ich doch schon Instagram habe?“ Zu dieser Frage veröffentlichte "BITKOM" folgende Statistik:
WhatsApp führt die Rangliste anWie man hier sehen kann, ist WhatsApp bei den Zehn- bis 18-Jährigen am beliebtesten. Ich denke, dass WhatsApp so gut ankommt, weil man mit dieser App kostenlos Nachrichten schreiben und telefonieren kann. Das ist natürlich sehr praktisch für die, die sonst etwas zahlen müssten. Außerdem nutzt so gut wie jeder WhatsApp, also ist das die beste Möglichkeit mit seinen Mitschülern und Freunden zu kommunizieren.

Danach folgen Facebook und Skype. Ich finde, hieran kann man erkennen, dass vor allem Jugendliche  immer eine Möglichkeit suchen, um zu kommunizieren. Was mich an dieser Statistik verwundert, ist, dass Instagram und Twitter die letzten Plätze belegen. Twitter ist sogar ziemlich weit abgeschlagen von den restlichen Apps. Die Differenz von Instagram zu Twitter liegt bei zehn Prozent, was ich persönlich schon ziemlich hoch finde. Diese Statistik ist aber von 2014, weswegen ich mir durchaus vorstellen könnte, dass die Zahlen sich mittlerweile geändert haben.Nutzerzahlen boomen trotzdemAußerdem gibt es noch eine Statistik, die sich nur mit den Nutzerzahlen von Facebook von den Jahren 2008 bis 2016 beschäftigt. Hierbei sieht man, dass die Userzahlen von Facebook über die Jahre weiter angestiegen sind. Im Jahr 2008 lagen die Nutzerzahlen in Deutschland noch bei knapp über zwei Millionen täglichen Usern. Im Jahr 2016 nutzten schon 28 Millionen Menschen die Plattform.

Die Diagrammkurve stieg die ganzen Jahre über weiter an. Im zweiten Quartal des Jahres 2017 nutzen zwei Milliarden Menschen auf der ganzen Welt Facebook. In Deutschland liegen wir mittlerweile bei 31 Millionen Nutzern, wobei die Tendenz steigend ist. Diese sehr hohe Anzahl der Facebook- Nutzer wurde das erste Mal in Deutschland erzielt.
Alles in allem kann man sagen, dass Jugendliche immer auf der Suche nach neuen „Trend-Netzwerken“ sind, um sich ihre eigene  Welt zu erschaffen, die ganz anders ist als die „Erwachsenen-Welt“ und die sich von dieser deutlich abgrenzt.
Ein Artikel von Lea Engelbrecht

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