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Kreis Olpe, Kreis Olpe, 27. April 2016

Arbeitsgruppe fordert „leichte Sprache“ und Recht auf Arbeit für Menschen mit Behinderung

Europaweiter Protest - auch auf dem Wochenmarkt

Einige Teilnehmer des Gesprächs im vergangenen Jahr.
Einige Teilnehmer des Gesprächs im vergangenen Jahr.
Foto: Kreis Olpe
Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ist für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder einer geistigen Behinderung nur möglich, wenn ihnen Informationen in „leichter Sprache“ zur Verfügung stehen. Wer sich über diese Forderung näher informieren möchte, hat hierzu am kommenden Samstag, 30. April, auf dem Olper Wochenmarkt Gelegenheit.

Eine Arbeitsgruppe zum „Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ weist mit Beispielen und Informationsmaterial darauf hin, wie schwierig es sein kann, Mitteilungen zu verstehen. Wichtige Informationen müssten daher für alle Menschen so gesagt und geschrieben werden, dass sie verstanden werden können.

Auch das Recht auf Arbeit fordern Menschen, die durch Behinderungen gehandicapt sind, in diesem Jahr im Kreis Olpe besonders ein. Hierzu findet am 3. Mai ein Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalpolitik im Kreishaus Olpe statt. In diesem Gespräch berichten Menschen, die auf Unterstützung im Arbeitsleben angewiesen sind, von ihren Erfahrungen. Gleichzeitig soll überlegt werden, was der Kreis Olpe tun kann, um mehr Arbeit für Menschen mit Unterstützungsbedarf zu ermöglichen. Dritte Aktion im Kreis Bereits im dritten Jahr vertreten Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf ihre Interessen selbst vor heimischer Kommunalpolitik: Nach einer Podiumsdiskussion in 2014 im Forum der Volkshochschule fand 2015 ein Gespräch mit Mitgliedern des Sozial- und Gesundheitsausschusses zu Fragen rund um das Thema „Wohnen“ statt.

Das Aktionsbündnis im Kreis Olpe hofft auf diese Weise, zu einem dauerhaftem direkten Erfahrungsaustausch zwischen Kommunalpolitik und Menschen mit Unterstützungsbedarf zu kommen. Im Aktionsbündnis haben sich die Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen im Kreis Olpe, die Brücke Südwestfalen gGmbH, der Caritasverband für den Kreis Olpe, das Sozialwerk St. Georg, die Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen, die Diakonie Sozialdienste GmbH, der Verein für Menschen mit Behinderungen Kreis Olpe, der Sozialverband VdK Siegen-Olpe-Wittgenstein, die St. Laurentius-Schule Attendorn, die Max-von-der-Grün-Schule Olpe sowie die Behindertenbeauftragte des Kreises Olpe, Petra Lütticke, zusammengeschlossen. (LP)
Menschen mit Behinderungen haben ein umfassendes Recht auf Teilhabe am Leben in der Gemein-schaft. Zu dieser Forderung hat sich die Bundesrepublik Deutschland mit Anerkennung der UN-Behindertenrechtskonvention bekannt.

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