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Kreis Olpe, 15. Mai 2019

Politiker zu Gast

Erste Europawoche am Berufskolleg des Kreises Olpe

Zum Abschluss der Europawoche fand eine Podiumsdiskussion mit namhaften Politikern statt.
Zum Abschluss der Europawoche fand eine Podiumsdiskussion mit namhaften Politikern statt.
Foto: privat
Kreis Olpe. Traditionell wird die Woche rund um den Europatag am 09. Mai in allen Ländern der EU dazu genutzt, mit Workshops, Seminaren und anderen Veranstaltungen über die Europäische Union zu informieren. Davon inspiriert, hatte das Berufskolleg des Kreises Olpe die Woche vom 6. bis zum 10. Mai zum ersten Mal zur schuleigenen Europawoche erklärt.

An allen drei Standorten in Attendorn, Lennestadt und Olpe fanden zeitgleich vielfältige Aktivitäten statt, um den Schülern die europäische Idee näherzubringen, Fragen zum Zusammenleben in Europa zu beantworten, über die Europawahl zu informieren und sich aktiv für die Zukunft einzusetzen.

Die Organisation der ersten Europawoche hatten alle drei Steuergruppen in die Hand genommen und ein ansprechendes Angebot erstellt. An mehreren Stationen wurden allen Schülern des Berufskollegs unterschiedliche Aktivitäten angeboten.
Eine Woche lang beschäftigten sich die Schüler des Berufskollegs mit dem Thema "Europa".
So präsentierte ein Kurzvideo der Bundeszentrale für politische Bildung in zeitgemäßer Form die wichtigsten Fakten im Hinblick auf die Wahl zum Europäischen Parlament. Beim Erdkunde-Quiz Seterra konnten die Schüler zeigen, wie gut sie sich in Europa auskennen. In möglichst kurzer Zeit mussten die gefragten Länder auf der Europakarte gefunden und markiert werden. Bei „Fun with Flags“ ging es um die Flaggen der europäischen Länder. Praktikum im europäischen Ausland Umfangreiche Informationen über ein vierwöchiges Praktikum im europäischen Ausland, das finanziell durch die Europäische Kommission im Rahmen von Erasmus+ gefördert wird, standen ebenfalls zur Verfügung. Auch die Fußballfans kamen nicht zu kurz: Ein Quiz zur UEFA verknüpfte Wissen mit Fußballkünsten, da vor jeder Frage ein Softball zielgenau auf eine virtuelle Torwand geschossen werden musste.

„Plastikmüll“, „Stromverbrauch“ und „Fleischkonsum“, drei aktuelle Themen, die zuvor aus europäischer Perspektive im Unterricht besprochen wurden, boten Material für weitere attraktive Stationen. In einer Wortwolke wurden Ideen und Rückmeldungen der Teilnehmenden zur persönlichen Wahrnehmung von Europa gesammelt. Eine Videosequenz machte die unterschiedlichen Motivationen von Lernenden und Beschäftigten des BKO, zur Europawahl zu gehen, in Bild und Ton deutlich. Einfaches Reisen und die Möglichkeit zur politischen Mitgestaltung wurden ebenso genannt wie dauerhafter Frieden oder multikulturelles Zusammenleben.

„Geht zur Europawahl und unterstützt das Ganze. Ich finde es nämlich toll, dass so viele Nationen mittlerweile zusammenleben“ – mit diesen Worten forderte Johona, Azubi am Berufskolleg, in einem Videoclip ihre Mitschüler dazu auf, an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilzunehmen. Podiumsdiskussion zum Abschluss Abgerundet wurde die Europawoche durch eine Podiumsdiskussion in Olpe. Die Europa-Parlamentarier Dr. Peter Liese (CDU) und Birgit Sippel (SPD) sowie der Kandidat Boris Feldmann (FDP), der ehemalige Umweltminister in NRW, Johannes Remmel (Die Grünen), und Frank Kemper (Die Linken) konnten ihre Positionen im Hinblick auf Europa darlegen und sich der Diskussion mit den Schülern stellen. Moderiert wurde die Veranstaltung engagiert und sicher von Lena Niklas, Schülerin des beruflichen Gymnasiums Wirtschaft und Verwaltung, und Pedro Gonzalez, Schülersprecher des BKO.

Zeitgleich zur Podiumsdiskussion in Olpe fand in Altenhundem ein Zeitzeugengespräch mit der 94-jährigen Esther Bejarano, eine der letzten Überlebenden des KZs Auschwitz-Birkenau, statt. IHK-Präsident zu Gast Tags zuvor hatte bereits Felix Hensel, Präsident der IHK Siegen, in einem Vortrag detailliert über die Vorzüge der Europäischen Union für den Kreis Olpe und die Region Südwestfalen gesprochen. Neben den wirtschaftlichen Interessen wies er besonders auf die friedenstiftende Wirkung der Europäischen Union hin und forderte zur aktiven Teilnahme an der bevorstehenden Europawahl auf.

Bernard Schmidt, Schulleiter des Berufskollegs des Kreises Olpe, empfahl den Schülern: „In vielen Ländern der Erde sind Menschen nicht berechtigt, an Wahlen teilzunehmen. Ich gehe zur Europawahl, weil ich es für meine Pflicht halte, von meinem Recht auf Wahl Gebrauch zu machen. Tun Sie dies ebenfalls.“
(LP)

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