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Kreis Olpe, 25. Juli 2017

Kirmes und Stadtfeste durch Betonklötze geschützt

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen für Veranstaltungen im Kreis Olpe

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen für Veranstaltungen im Kreis Olpe
Symbolfoto: Thomas Fiebiger
Attendorn/Wenden. Auf Empfehlung der Polizei müssen die Zufahrten zum Festgelände auf sämtlichen Großveranstaltungen im Kreis Olpe gesichert sein. Für die Hansestadt und auch für die Gemeinde Wenden heißt das erhöhte Sicherheitsvorkehrungen beim Attendorner Stadtfest und der Wendschen Kärmetze. Bereits beim Gauklerfest Mitte Juli mussten in Attendorn zwei Zufahrtswege gesichert werden.

Da die Hauptveranstaltung beim Gauklerfest nur auf dem Alten Markt stattfand, mussten die Kölnerstraße sowie die Wasserstraße gesichert werden, erklärte Dancia Struck vom Ordnungsamt Attendorn. Für das Stadtfest am dritten Augustwochenende müssten allerdings mehr Wege gesichert werden. 

Betonklötze, die pro Stück rund 2,1 Tonnen wiegen, versperrten die Wege, um vor unberechtigten Fahrzeugen zu schützen. Grund dieser Maßnahme ist der Anschlag auf einem Berliner Weihnachtsmarkt. Im Dezember 2016 raste ein Lkw dort in eine Menschenmenge. Zwölf Personen kamen dabei ums Leben, 45 Menschen wurden verletzt. Weg für Rettungsfahrzeuge garantiertUm für die größtmögliche Sicherheit der Besucher zu sorgen, sollen diese Betonblöcke nun im Kreis Olpe bei den kommenden drei Großveranstaltungen, der Wendener Kirmes sowie den beiden Stadtfesten in Lennestadt und Attendorn, aufgestellt werden.

Damit aber auch auf dem Veranstaltungsgelände für Sicherheit garantiert ist, können Rettungsfahrzeuge die Zufahrten passieren. „Die Betonklötze wurden so positioniert, dass ein Krankenwagen oder die Feuerwehr noch hätte durchfahren können“, erklärte Struck. Ein Weg für Rettungsfahrzeuge muss schon gewährleistet sein, ergänzt sie. Hoher Arbeitsaufwand Ein Rettungsfahrzeug kann die Zufahrt zwischen den Betonsteinen langsam passieren, für ein unautorisiertes Fahrzeug mit erhöhter Geschwindigkeit sei das aber nicht möglich, so Struck. Zudem solle eine Lösung für die Zukunft gefunden werden. Der Arbeitsumfang für ein solches Sicherheitskonzept sei aufwändig. Für das Stadtfest in Attendorn stehen Stadt und Ordnungsamt noch mit der Polizei in Verbindung, um das endgültige Konzept festzulegen. 

Auch Thomas Clemens, stellvertretender Fachdienstleiter für Sicherheit und Ordnung erklärt, dass seit Donnerstag, 27. Juli, nun auch das Konzept für die Wendsche Kärmetze stehe. An fünf Hauptstraßen (beide Seiten der Hauptstraße, Hünsbornerstraße, Bergstraße und Schönauerstraße) werden jeweils zwei Betonklötze aufgestellt. Diese werden in einem Abstand von 3,50 Metern positioniert und durch Eisenketten verbunden. Aufsicht an den Standorten An den jeweiligen Straßenabschnitten werde es eine Aufsicht geben, die die Ketten im Notfall zur Seite zieht und den Weg für die Rettungsfahrzeuge frei räumt. Außerdem müssten die Straßen auch noch für Händler und Aussteller passierbar sein, erklärte Clemens. Es könne immer sein, dass mal jemand zu spät käme.

Clemens schätzt, dass sich die Kosten für die Umsetzung auf 30.000 bis 35.000 Euro belaufen werden. Die Betonsperren lässt die Gemeinde Wenden von einer Firma anfertigen.
Ein Artikel von Christine Schmidt

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