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Kreis Olpe, Lennestadt-Altenhundem, 31. August 2015

St. Josefs-Hospital feiert 125-jähriges Bestehen mit einer Festwoche

Einblicke in alle Abteilungen zum Jubiläum

Festwoche zum 125. Jubiläum
Foto: privat
Das St. Josefs Hospital feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen – und gewährt zum Jubiläum interessante Einblicke in Alltag, Arbeit und Organisation eines Krankenhauses. Nach dem Patronatsfest im März, dem Festakt im Mai und der Themenwoche „Blickwinkel Gesundheitswesen“ lädt das Hospital vom 31. August bis einschließlich 6. September zur Festwoche ein. An jedem Abend stellt sich eine Fachabteilung vor, ehe Besucher beim Tag der offenen Tür erneut die Gelegenheit haben, einen Blick hinter die Kulissen der Einrichtung zu werfen.

Im Mai 1890 nahmen die Olper Franziskanerinnen ihre Arbeit im damals neu erbauten St. Josefs-Hospital in Altenhundem auf. Auf drei Stockwerken und insgesamt 30 Zimmern standen für Männer zehn und für Frauen sechs Betten zur Verfügung. 1890 wurden zunächst 27 Kranke versorgt wurden. Bis 1900 sollte die Zahl der Patienten auf 107 steigen.

Das war vor 125 Jahren. Heute ist das St. Josefs-Hospital ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung. Mit sieben Fachabteilungen und 187 Betten werden im Schnitt rund 7000 stationäre und mehr als 10.000 ambulante Patienten im Jahr versorgt. Im ursprünglichen Krankenhaus befindet sich heute ein Schwesternwohnheim, denn Mitte des letzten Jahrhunderts waren alle räumlichen Kapazitäten erschöpft und eine permanente Überbelegung die Folge. Seit 1966 am heutigen Standort 1963 bewilligte das Land NRW die Mittel für den Neubau des Krankenhauses; im selben Jahr begann der Neubau des Krankenhauses, infolgedessen die Kapazität auf 191 Betten erhöht wurde. Seit 1966 steht das St. Josefs Hospital an seinem heutigen Standort. Ein weiteres entscheidendes Jahr in der Geschichte des Hospitals war das Jahr 2000: Damals fusionierten das St. Martinus-Holspital in Olpe und das St. Josefs-Hospital in Altenhundem zur Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen, was zu einer Standortsicherung beider Häuser führte.

Am Sonntag, 6. September, gibt es von 11 bis 17 Uhr viele Angebote für große und kleine Besucher. So werden geführte Rundgänge durch das St. Josefs-Hospital und das benachbarte Josefinum angeboten. Hier kann jeder einen Blick hinter die Kulissen eines modernen Krankenhauses, einer modernen Kurzzeitpflege und einer modernen Senioreneinrichtung werfen. Den gesamten Tag über können Besucher Bereiche des Krankenhauses zusätzlich auch auf eigene Faust erkunden. Sämtliche Abteilungen des Krankenhauses präsentieren sich mit zahlreichen Aktionen. So können die Besucher beispielsweise selbst an Modellen Untersuchungen durchführen oder spielerisch selbst in die Rolle des operierenden Arztes schlüpfen. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht.

Auf die Kinder warten eine Hüpfburg, Ballonmodellieren und eine Zaubershow. Im Krankenhaus steht die „Teddy-Ambulanz“ für einen ausgiebigen Gesundheits-Check der mitgebrachten Kuscheltiere bereit. Falls nötig, können die Kinder auch in die Rolle des Krankenhauspersonals schlüpfen und selber operieren. Für das leibliche Wohl ist am Tag der offenen Tür gesorgt. Wanderausstellung „Keine Keime“ Parallel zur Festwoche läuft die Wanderausstellung „Keine Keime“ noch bis einschließlich Dienstag, 8. September, im St. Josefs-Hospital. Die Hygiene-Initiative steht unter dem Motto „Gemeinsam Gesundheit schützen. Keine Keime – Keine Chance für multiresistente Erreger“.
Das Programm der Festwoche
Die folgenden Thementage beginnen jeweils um 18 Uhr und dauern zwei Stunden. Auf dem Programm stehen eine Vorstellung der jeweiligen Abteilung und Fachvorträge, die auch für Laien verständlich sind.

• 31. August: Chirurgische Klinik; Vorträge: „Die spezielle Knieprothese für Frauen und Männer"; „Schulter- und Rückenschmerzen - von Kalk, Sehnenabrissen und Wirbelkörperbrüchen"; „Neues von der Hüftgelenkprothese"

• 01. September: Medizinische Klinik; Vorträge: „Sodbrennen - was tun?"; „Moderne Untersuchungsverfahren der Lunge und Bronchien"; „Untersuchungsmethoden des Dünndarms"

• 02. September: Frauenklinik, HNO; Themen: die häufigsten Erkrankungsbilder; Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Nasenblutungen; operative Behandlung gynäkologischer Tumore

• 03. September: Urologie; Themen: „Laufend Sorgen um die Blase"; Inkontinenz; Diagnostik und Behandlung von Prostatavergrößerungen

Die Thementage beginnen jeweils um 18 Uhr und dauern zwei Stunden. Auf dem Programm stehen eine Vorstellung der jeweiligen Abteilung und ein Fachvortrag.

• 06. September: Tag der offenen Tür; Vorstellung der Fachabteilungen Institut für Anästhesie, Schmerztherapie, Intensivmedizin und Palliativmedizin sowie des Hygieneteams des Hauses; Vorträge: „Wieviel Schmerz ist zumutbar? Ansprüche an eine moderne Schmerztherapie" (13 Uhr); "Patientensicherheit durch Hygiene" (14 Uhr)

(LP)

Bildergalerie: Einblicke in alle Abteilungen zum Jubiläum