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Kreis Olpe, Kreis Olpe/Lennestadt-Elspe, 10. März 2016

Sparkassen-Stiftung organisiert Party und spendet 100.000 Euro für Projekte

Doppelte Würdigung für Flüchtlingshelfer

Die drei Bürgermeister aus Attendorn, Lennestadt und Kirchhundem nahmen aus den Händen des Sparkassen-Vorstands die Spendenschecks entgegen.
Die drei Bürgermeister aus Attendorn, Lennestadt und Kirchhundem nahmen aus den Händen des Sparkassen-Vorstands die Spendenschecks entgegen.
Fotos: Sven Prillwitz
Mit einer großen Party hat die Stiftung der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem am Donnerstagabend, 10. März, das ehrenamtliche Engagement von Vereinen in der Flüchtlingshilfe gewürdigt. Im Saloon des Elspe Festivals überreichten Heinz-Jörg Reichmann und Bernd Schablowski aus dem Vorstand des Kreditinstituts außerdem Spendenschecks in Gesamthöhe von 100.000 Euro an die Bürgermeister der drei Kommunen. Mit dem Geld sollen diverse Integrationsprojekte vor Ort gefördert werden.

„Sie alle haben Menschen in Not das freundliche Gesicht der Region gezeigt und sich mit Ihrem unermüdlichen Einsatz in besonderer Weise für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen eingesetzt“, sagte Reichmann. Die Feier sei als Dankeschön und Würdigung des ehrenamtlichen Engagements zu verstehen und gleichzeitig als „frische Motivation“. Die Spenden sollen die Arbeit und Projekte der Vereine weiter ermöglichen und voranbringen. Außerdem, so Reichmann, solle der gemeinsame Abend in Elspe dabei helfen, eine „Plattform zum Austausch und zur Vernetzung“ unter den Flüchtlingshelfern und auch über die kommunalen Grenzen hinweg zu schaffen.
Eröffnete die Veranstaltung im Saloon des Elspe Festivals: Heinz-Jörg Reichmann, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem.
Die Städte Attendorn und Lennestadt sowie die Gemeinde Kirchhundem hatten der Sparkassen-Stiftung im Vorfeld der Party Vereine und Projekte vorgeschlagen, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind. Die Verteilung der Gelder liegt in der Hand der Kommunen. Die drei Bürgermeister stellten am Rednerpult einige örtliche Projekte vor, die gefördert werden sollen. Dass sich die Spendensummen voneinander unterscheiden, begründete Pressereferent Daniel Fitzke damit, dass die drei Trägerkommunen der Sparkasse unterschiedliche Anteile an der Stiftung hätten. Pospischil: Helfer sind „Mittler und Multiplikatoren“ Einen Scheck in Höhe von 50.000 Euro nahm Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil entgegen. „Die Situation hat uns oft an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht. Die Verwaltung ist in erster Linie für administrative Angelegenheiten wie die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig. Für die Integration, für den Kontakt von Mensch zu Mensch, brauchen wir das Engagement von Menschen außerhalb der Rathäuser“, sagte Pospischil. Er bezeichnete Flüchtlingshelfer als „Mittler und Multiplikatoren“ sowie „unverzichtbaren Bestandteil“ in der aktuellen Situation. Rund die Hälfte der 25.000 Euro soll direkt an Projekte wie Sprachförderung, Sportangebote, Kleiderkammern und Lernpatenschaften fließen.
Rund 150 Flüchtlingshelfer aus den drei Kommunen waren zu der Veranstaltung nach Elspe eingeladen worden.
Von rund 300 ehrenamtlichen Helfern, die vom Hanah-Service-Büro koordiniert werden, sprach Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt. Weil Sprache das „Fundament der Integration“ sei, sollen zunächst vier entsprechende Projekte mit der Hälfte der insgesamt 31.800 Euro unterstützt werden. Hundt zeigte sich erfreut darüber, dass so viele Menschen sich „konstruktiv mit der Situation und Herausforderung“ der Flüchtlingskrise auseinandersetzten. Reinéry betont Chancen der Krise Außerdem gingen 18.200 Euro nach Kirchhundem, die laut Bürgermeister Andreas Reinéry ebenfalls an Projekte zur Kommunikation mit Flüchtlingen fließen sollen. Reinéry warb dafür, sich gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und für eine Willkommenskultur zu engagieren. Die Integration von Flüchtlingen werde Bund, Länder und Kommunen zwar viel Energie, Aufwand und Geld kosten; gleichzeitig bedeute die Krise aber eine Chance und Bereicherung für die Gesellschaft, sagte Kirchhundems Bürgermeister.

Nach dem offiziellen Teil waren die rund 150 anwesenden Flüchtlingshelfer und Vertreter aus den drei Rathäusern zu einem Barbecue-Menü eingeladen. Musiker des Elspe Festivals sorgten nach dem Essen für Live-Musik und Party-Stimmung im Saloon.
(LP)

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