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Kreis Olpe, 08. Juni 2019

Kräuterwelt

Der Wiesen-Kerbel: Pflanze des Monats Juni

Anfang Juni dominiert der Wiesen-Kerbel auf Wiesen und entlang der Zäune.
Anfang Juni dominiert der Wiesen-Kerbel auf Wiesen und entlang der Zäune.
Foto: Astrid Struck
Kreis Olpe. Sobald der Löwenzahn verblüht ist, wechseln unsere Wiesen die Farbe von Gelb auf Weiß. Geht man Anfang Juni an ungemähten Wiesen vorbei, muss man einfach stehen bleiben und die weiß-schäumende Pracht genießen. Es ist der Wiesen-Kerbel, Anthriscus sylvestris, der zusammen mit den Pusteblumen des Löwenzahns die Wiese beherrscht.

Wunderschön duftig und filigran kommt er herüber, die Blütendolden übersäht mit unzähligen weißen Sternchen. Er gehört zur Familie der Doldenblütler, eine berühmte Familie, die viele bekannte Mitglieder hat. Zum Beispiel der Wiesen-Kümmel, Dill und Fenchel, der Wiesen-Bärenklau, Giersch und Wilde Möhre, die aber erst Ende Juli blühen.

Anfang Juni dominiert der Wiesen-Kerbel auf Wiesen und entlang der Zäune. Der verzweigte Stängel wird 50 bis 120 cm hoch, ist grün ohne Flecken, hohl und deutlich gefurcht. Die zarten Blätter sind zwei- bis dreifach gefiedert und ähneln den Möhrenblättern. Unterschiede zum Gefleckten Schierling Leider gibt es in der Familie der Doldenblütler auch sehr giftige Pflanzen, allen voran der Gefleckte Schierling, die Pflanze des Sokrates. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal zum Schierling ist der Stängel. Der Schierling hat rotbraune Flecken am Stängel (Name), oft bläulich überhaucht.

Der Schierling liebt Wärme, er blüht etwas später, wird etwas größer und wächst am liebsten einzeln an Schuttplätzen, Bahndämmen, Ecken und Gebüschen. Das zweite wichtige Unterscheidungsmerkmal ist der unangenehme, an Mäuseurin erinnernde Geruch. 
Das Blatt des Wiesenkerbels.
Der Schierling ist tödlich giftig und war ein beliebtes Hinrichtungsmittel. Sokrates musste 399 v. Chr. Den Schierlingsbecher trinken, weil er der Regierung in Athen unbequem war. Er schilderte seinem Schüler Platon die Vergiftungssymptome, der sie der Nachwelt überlieferte. Erst macht sich ein Brennen in Mund und Speiseröhre bemerkbar, Übelkeit, später werden die Organe kalt und taub. Die Kälte steigt von unten nach oben auf, der Kopf bleibt klar. Der Mensch erlebt die Vergiftung bei vollem Bewusstsein. Der Tod tritt durch Atemlähmung ein.

Angesichts dieser Tatsache ist klar, dass man den Wiesen-Kerbel nur essen darf, wenn man ihn ganz genau bestimmen kann. Wertvolle Wildkräuter-Küchenpflanze Aber er ist eine wertvolle Wildkräuter-Küchenpflanze: Kerbel enthält 180 mg Vitamin C pro 100g sowie Kalium und viele andere Mineralien. Dadurch kurbelt er den Stoffwechsel an und entwässert über die Nieren. Er schmeckt fein würzig und ist sowohl als Gewürz, als auch als Gemüse beliebt. Besonders die ganz jungen, fast noch zusammengerollten Blätter sind lecker in Salaten, Kräuterquarks und grünen Soßen. Auch Wildpflanzenlimonaden und Bowlen werden durch Wiesen-Kerbel aromatisiert. Die aufgeblühten Blütenteller verwendet man als roh essbare Dekoration an Salaten und Rohkost. Dazu schneidet man mit einer Schere die Blüten direkt auf die Speisen. Auch für Kräuteröl, Kräuteressig und Kräutersalz eignet sich der Wiesel-Kerbel hervorragend. Rezepte mit Wiesen-Kerbel Wiesen-Kerbel-Dipp
3 Handvoll Wiesenkerbelblätter, 1 Bio-Zitrone (Saft und Schalenabrieb), 200 g Frischkäse,200g saure Sahne, Salz und Pfeffer. Wiesen-Kerbel waschen, fein hacken und mit den Zutaten vermengen. Zu Kartoffeln, aufs Brot oder als grüne Soße mit etwas Milch gestreckt.
Der Wiesen-Kerbel-Dipp kann schnell zubereitet werden.
Beinwell-Kerbel-Rouladen

Pro Person ein großes Beinwellblatt, 1 Scheibe Emmentaler, 1 Scheibe Schinken. Eine Handvoll Wiesen-Kerbel, 1 Ei, Paniermehl, Bratenfett.

Kräuter waschen, vom Beinwellblatt die Mittelrippe flach schneiden und auf die Blattunterseite Käse und Schinken und fein gehacktem Kerbel legen, Spitze frei lassen, aufrollen. Erst in Mehl, dann in Ei, zum Schluss in Paniermehl wenden und braten. Dazu den Dipp reichen.
Fingerfood mit Beinwell und Wiesenkerbel.
Ein Artikel von Astrid Struck

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