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Kreis Olpe, 29. Dezember 2018

Lea Engelbrecht bloggt für LokalPlus: Aus der Sicht einer Schülerin

Auf Wiedersehn 2018 - Hallo 2019

Auf Wiedersehn 2018 - Hallo 2019
Foto: Nils Dinkel
Kreis Olpe. Das Ende von 2018 ist eingeläutet, 2019 steht schon vor der Tür. Doch zum Schluss möchte man das alte Jahr noch einmal gebührend feiern und sich verabschieden. Wie geht das bei uns Jugendlichen vonstatten? Was gibt es zu beachten (Stichwort: Jugendschutz)? Welche Traditionen gibt es? In diesem Beitrag möchte ich Antworten auf diese Fragen finden und Tipps geben, wie das Jahr auf schöne Weise zu Ende gehen könnte.

Jugendschutz gilt auch an SilvesterMit zunehmendem Alter wollen die meisten Teenager, nachdem sie über Weihnachten drei Tage am Stück mit der Familie zusammen waren, Silvester mit ihren Freunden feiern. Doch auf die meisten Silvesterpartys dürfen wir entweder noch überhaupt nicht gehen oder dürfen nicht lange bleiben. Wie an anderen Tagen auch gilt das Jugendschutzgesetz, das besagt, dass Jugendliche unter 16 Jahren nur bis 22 Uhr und Teenager zwischen 16 und 18 Jahren bis 24 Uhr  auf öffentlichen Veranstaltungen wie Silvesterpartys bleiben dürfen. Die meisten Clubs und Partys sind sogar oft erst für Volljährige.  Für Alkohol gilt die bekannte Regelung, dass Jugendliche ab 16 Jahren Bier, Wein und Sekt, beziehungsweise daraus hergestellte Getränke kaufen und auch konsumieren dürfen. Alle anderen alkoholischen Getränke sind unter 18 Jahren tabu. Ähnlich sieht die Gesetzeslage bei Feuerwerkskörpern aus. Nur Feuerwerk der Kategorie eins ist für Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen. Tipps für die eigene SilvesterpartyWer nun also vermeiden möchte, zum Jahreswechsel entweder draußen vor der geplanten Party-Location zu stehen oder direkt zu Beginn des neuen Jahres mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen, der feiert am besten zu Hause oder in einem anderen privaten Umfeld. Denn solange die Eltern dabei sind, können diese das Feuerwerk beobachten und haften für ihre Kinder. Und sie können sich ja trotzdem dezent im Hintergrund halten.

Doch je nachdem  wann man sich trifft, kann so ein Abend aber auch schon einmal ziemlich lang werden. Nachfolgend habe ich ein paar Tipps zusammengestellt, was man am Silvesterabend machen kann.
1.       Blei-/Wachsgießen

Ich weiß, Bleigießen ist wirklich kein besonders origineller Tipp. Und die vorgegebenen Bedeutungen der gegossenen Figuren sind auch ziemlich abgedroschen. Doch genau hier kann man ansetzen, es macht doch auch viel mehr Spaß, sich selbst fantasievolle Deutungsmöglichkeiten auszudenken, oder nicht?

 
2.       Das Schiffchen-Orakel

An den Rand einer mit Wasser gefüllten Schale werden Klebezettel mit verschiedenen Wünschen für das neue Jahr geklebt. Danach wird eine Walnussschale auf das Wasser gelegt und jeder Mitspieler darf reihum einmal das Wasser umrühren.  Der Wunsch, vor dem das Schiffchen vor Anker geht, soll dann in Erfüllung gehen.

 
3.       Highlights des Jahres

Um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, eignet sich diese Idee. In die Mitte werden Zettel gelegt, auf denen Dinge, wie zum Beispiel „Die Situation, in der ich am meisten lachen musste“ oder „Das schönste gemeinsame Erlebnis“ stehen. Reihum werden die Zettel gezogen und die eine oder andere Geschichte aus 2018 kann zum Besten gegeben werden.
 Zeit für VorsätzeNachdem man dann die Silvesternacht erfolgreich hinter sich gebracht hat, ist das neue Jahr dann auch schon im Gange. Viele Menschen haben dann Vorsätze, die nach dem Motto „Neues Jahr, neues Glück“ dann auch endlich umgesetzt werden sollen. Doch was sind unsere Vorsätze? Was wünschen sich Jugendliche? Und wie schafft man es, einen Vorsatz länger als nur einen Monat einzuhalten?

Zu Beginn dieses Jahres war, laut einer Forsa-Studie der DAK-Krankenkassen, das Vorhaben Stress zu vermeiden oder abzubauen auf Platz eins der Neujahrsvorsätze in Deutschland. Ansonsten sind auch die typischen Vorsätze wie mehr Bewegung, gesündere Ernährung oder die Reduzierung des Fernseh- und Handykonsums dabei gewesen und ich gehe mal davon aus, dass die Vorsätze für 2019 wieder ähnlich aussehen werden.

Die Jugendlichen nahmen sich vor allem vor, mehr Zeit für die Familie oder Freunde zu finden, was ich persönlich auch gut verstehen kann. Interessanterweise waren die 14- bis 29-Jährigen die Gruppe, von denen mit 46 Prozent die meisten überhaupt Vorsätze für das neue Jahr hatten.  Vorsätze sind also im Trend, doch mit zunehmendem Alter sinkt die Bereitschaft, sich für das neue Jahr etwas vorzunehmen. Doch warum ist es so schwer, gute Vorsätze einzuhalten? Vorsätze müssen nicht zum Scheitern verurteilt sein Oftmals sind Neujahrsvorsätze sehr unverbindlich. „Mehr Bewegung“, „mehr Zeit für die Familie“ oder „gesündere Ernährung“ sind nicht konkret definiert. Es braucht präzise formulierte Ziele, die dann eingehalten werden können. Manchmal sind es auch nur Kleinigkeiten, die es den Vorsätzen schwer machen. Sind die Vorsätze negativ formuliert („Weniger Süßigkeiten“), entsteht ein psychischer Druck durch eben die Unterdrückung der Gedanken. 

Es kann aber auch sein, dass Neujahr zum Beispiel aus privaten Gründen einfach nicht der richtige Zeitpunkt ist oder dass der Vorsatz einfach nicht der Richtige für einen persönlich ist. Vorsätze sollte man nicht nur machen, weil es alle so machen, sie sollten der Überzeugung entstammen, dass sie auch eingehalten werden können und zu dem Menschen passen.

Doch egal ob mit oder ohne Vorsätzen, mit großer oder kleiner Silvesterparty, ich wünsche allen Lesern dieses Blogs einen guten Rutsch und ein glückliches, erfolgreiches und schönes Jahr 2019. Vielen Dank an jeden Einzelnen, der meine Gedanken liest und es mir somit ermöglicht, damit weiterzumachen, was mir Spaß macht und dafür Feedback zu erhalten. In diesem Sinne: Frohes neues Jahr!
Ein Artikel von Lea Engelbrecht

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