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Kreis Olpe, 20. November 2017

„Superhelden“ und Teamplayer gesucht

Attendorner Daniel da Silveira gewinnt 2. Siegener Recruiting Slam

Mut bewiesen die Teilnehmer beim 2. Siegener Recruiting Slam - Verlierer gab es dabei keine.
Mut bewiesen die Teilnehmer beim 2. Siegener Recruiting Slam - Verlierer gab es dabei keine.
Foto: privat
Siegen/Kreis Olpe. Der Attendorner Daniel da Silveira landete gemeinsam mit Dirk Pöppel beim 2. Siegener Recruiting Slam der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) auf Platz 1. „Unternehmen bewerben sich bei DIR! – Personalgewinnung mal anders herum“: Das war das Leitbild des Recruiting Slam im gut gefüllten Siegener Apollo-Theater. Mehr als 420 Gäste hatten die Einladung wahrgenommen und staunten nicht schlecht über rappende Personaler, eine Unternehmerin als Superheldin und reisende Affen.

Unternehmen und IHK verdeutlichten mit dem Slam: Die Region geht neue Wege bei der Personalrekrutierung. Und neue Wege zu gehen, erfordert Mut. Und den bewiesen alle, die auf der Bühne ihr Unternehmen präsentierten. Das Slam-Format verlangte ihnen alles ab: In sieben Minuten den Kern des Unternehmens darstellen, von der eigenen Kultur und dem Miteinander überzeugen und die Vorteile eines sicheren und zukunftsfesten Arbeitsplatzes darzustellen, das ist allein schon eine schwere Aufgabe. Sich dann aber auch noch der Bewertung durch die Publikumsjury auszusetzen, dazu gehört schon eine gehörige Portion Courage. Keine Verlierer Umso erstaunter zeigte sich Moderatorin Dr. Christine Tretow von der IHK Siegen, wie gut die Slammer sich vorbereitet hatten: „So viele reimende Unternehmensvertreter, das ist ja der Wahnsinn!“ Und obwohl passend zum Slam-Format am Ende Plätze verteilt wurden, so gab es doch keine Verlierer. Den direkten Kontakt zur Zielgruppe haben alle gewonnen. Die Unternehmen konnten zeigen, wie sie „ticken“ – allein das hat schon einen nicht zu unterschätzenden Wert.

Den Einstieg übernahm Volker Arens, Hauptabteilungsleiter Personalwesen bei der Krombacher Brauerei. Der Global Player überzeugte mit Film und Story, im Vortrag zeigte er sich weltgewandt: Hakuna Matata war sein Motto – alles lässig. Der Affe Viegus Der Affe Viegus war die Hauptperson im Beitrag von Daniel da Silveira, dem Leiter HR Marketing bei der Viega Holding GmbH & Co. KG aus Attendorn. Viegus kommt mit VIEGA um die Welt und verliert doch nicht die Bodenhaftung. Da Silveira reimte und rappte, was das Zeug hielt, um zu zeigen, warum „Ich und mein Viega“ das Motto für Absolventen sein soll. Er war selbst das beste Beispiel für eine „hausgemachte“ Karriere, die Spaß bringt, das war den begeisterten Reaktionen des Publikums zu entnehmen.

Volker Stauf von der STAUF GmbH Wilnsdorf dagegen machte „sein Ding“, getreu dem Motto, das er bei Udo Lindenberg entlieh. Er erteilte Hochglanzpräsentationen eine Absage. „Mach dein Ding“, das erfordere von jungen Bewerbern, dass sie ihrer Karriere- und Lebensplanung Ziel und Richtung geben.
Volles Haus beim Recruiting Slam: Gut gelaunt entschied das Publikum am Ende über den Gewinner.
Superhelden – das sind die Mitarbeiter bei der Albrecht Bäumer GmbH & Co. KG in Freudenberg. Davon ist geschäftsführende Gesellschafterin Nina Patisson überzeugt. Damit sie das sein können, erhalten sie die nötige Unterstützung, das rappte Patisson dem Publikum ins Ohr.

Sebastian Daub ist Leiter der technischen Ausbildung bei der SIEGENIA-AUBI KG. Auch er brachte in Reimform, was ansonsten eher sachlich-ernst daher kommt: Beschläge für Fenster und Türen, Raumklimatechnik sind die Grundlage für Raumkomfort.

„Meine Lieblingsbank“ stellte Rainer Marwedel von der Volksbank Siegerland eG vor. Bestückt mit einer ordentlichen Portion Entwicklungschancen und dem Ziel, Wünsche für die Kunden erfüllbar zu machen, machte die Lieblingsbank eine gute Figur. Ein Licht geht auf Claudius Rink von der Lachmann & Rink Ingenieurgesellschaft für Prozessrechner- und Mikrocomputeranwendungen mbH aus Freudenberg ließ allen im Saal ein Licht aufgehen – genau genommen waren es viele Lichter. Sein Unternehmen sei auf der Suche nach Menschen, die sich anstecken lassen und die für ihre Aufgabe und ihr Team brennen. 

Dirk Pöppel, Geschäftsführer bei BSW Berleburger Schaumstoffwerk GmbH, legte einen Auftritt hin, der jedem im Saal klarmachte: In Wittgenstein mag das Farbfernsehen erst in den 90er Jahren angekommen sein, hinterwäldlerisch ist das Unternehmen aber keineswegs. Dafür stand auch der Weltrekord von Usain Bolt in Berlin, gelaufen auf einer Bahn aus Bad Berleburg.
(LP)

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