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Kreis Olpe, 27. Juni 2017

Tierschutzverein Olpe hofft auf Hinweise

59 Meerschweinchen am „Jäckelchen“ ausgesetzt

Auch einige Jungtiere waren unter den 59 ausgesetzten Tieren.
Auch einige Jungtiere waren unter den 59 ausgesetzten Tieren.
Foto: © Tierschutzverein Olpe e.V.e
Von Sven Prillwitz
Redaktion
Olpe. Zwischen Oberveischede und Kirchveischede sind 59 Meerschweinchen ausgesetzt worden: Spaziergänger haben am frühen Sonntagabend, 25. Juni, am „Jäckelchen“ zwei Kartons gefunden, in denen die Tiere eingezwängt waren. Der Tierschutzverein Olpe versorgt die zum Teil verletzten Nager jetzt und hofft auf Hinweise zu den Personen, die die Tiere ausgesetzt haben.

„Für uns ist ganz klar, dass die Meerschweinchen zum Sterben ausgesetzt wurden. Denn warum sonst, sollte man die Kartons mit den Meerschweinchen extra abseits eines Weges stellen“, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Facebook-Post des Tierschutzvereins. Der Hund, mit dem die beiden Spaziergänger am „Jäckelchen“ unterwegs waren, habe die Kartons aufgestöbert. Die Meerschweinchen seien darin „eingepfercht“ und einige Tiere verletzt gewesen.
Einige der Tiere wiesen Verletzungen auf.
Bei 25 der insgesamt 59 Tiere handelt es sich nach Angaben des Tierschutzvereins um Männchen, die bislang nicht kastriert sind. Diese seien von den zum Teil trächtigen Weibchen und den Jungtieren, die noch gesäugt werden, getrennt worden. Die verletzten Meerschweinchen seien ebenfalls in gesonderten Gehegen untergebracht und am Montag zu einem Tierarzt gebracht worden.

Unterstützung erhalten die Tierschützer aus Olpe vom Tierschutzverein Meinerzhagen und „Mehr-Schweine-Welt“ Kreuztal, die sich jeweils bereit erklärt hätten, einige Tiere aufzunehmen. Bei der Versorgung und Vermittlung der Meerschweinchen allein will es der Tierschutzverein aber nicht bewenden lassen und wendet sich mit der Bitte um Hinweise an die Öffentlichkeit. „So ein Verhalten soll nicht ungestraft bleiben“ „So ein Verhalten soll nicht ungestraft bleiben. 59 Meerschweinchen kann man nicht unentdeckt halten“, schreiben die Tierschützer in dem Post. Und fragen, ob jemand am Wochenende am „Jäckelchen“ bzw. in dem Bereich Personen gesehen hat, die zwei Kartons in den Wald getragen haben.

Mittlerweile hat sich eine Spaziergängerin bei LokalPlus gemeldet. Sie und ihre Begleitung hätten die Tiere in zwei übereinandergestapelten und „durchgeweichten“ Kartons gefunden. Um die Meerschweinchen transportieren zu können, hätten sie Kartons mit „Engelbert Strauss“-Aufdruck verwendet. In dem Facebook-Post der Tierschützer heißt es missverständlicherweise, dass die Nager in eben solchen Kartons gefunden worden seien. 

Abschließend heißt es in dem Beitrag, dass Elke Stellbrink, die 1. Vorsitzende des Vereins, „jedem nützlichen Hinweis persönlich“ nachgehen wolle. Der am Montagnachmittag veröffentlichte Post wurde bis Dienstagmittag (Stand: 11.02 Uhr) bereits 806 Mal auf Facebook geteilt.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

Bildergalerie: 59 Meerschweinchen am „Jäckelchen“ ausgesetzt