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Kirchhundem, Kirchhundem-Würdinghausen, 17. März 2016

Ausschuss für Bauen, Umwelt und Gemeindeentwicklung empfiehlt, sofort mit dem Bau zu beginnen

Würdinghausen: Unterkunft für 100 Flüchtlinge

Im Gewerbegebiet Würdinghausen soll eine Unterkunft für rund 100 Flüchtlinge entstehen.
Im Gewerbegebiet Würdinghausen soll eine Unterkunft für rund 100 Flüchtlinge entstehen.
Archivfoto: Sven Prillwitz
Im Gewerbegebiet Würdinghausen II Herrntrop soll eine Flüchtlingsunterkunft für rund 100 Asylsuchende entstehen. Das hat der Ausschuss für Bauen, Umwelt und Gemeindeentwicklung (ABUG) Kirchhundem beschlossen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Kirchhundemer Rat.

Hintergrund: Wie viele Städte und Gemeinden setzt auch Kirchhundem seit Beginn des Flüchtlingsstroms auf eine dezentrale Unterbringung. Derzeit leben in Kichhundem in 38 Liegenschaften rund 270 Asylsuchende aus 24 Nationen – Tendenz steigend. Derzeit, so hieß es im ABUG, habe die Unterbringung der Flüchtlinge, wie in anderen Gemeinden auch, „den Charakter des Unvollständigen, Improvisierten, des Reagierens statt Agierens“. Wohnraum fehltDas Problem: Weder Lehrstände noch privater Wohnraum sind auf Dauer ausreichend verfügbar. Vor allem nicht mit Blick auf die Prognosen für die Zukunft: Nach Einschätzung der Verwaltung könnte die Zahl der Asylsuchenden bis zum Jahresende auf 550 ansteigen.

Wann neue Flüchtlinge kommen, wie viele und wie lange sie bleiben, steht in den Sternen. Doch um auch in Zukunft Wohnraum für Neuankömmlinge zur Verfügung zu haben, so betont der ABUG, müsse umgehend mit dem Bau einer Flüchtlingsunterkunft begonnen werden. Multifunktionales Konzept Die Halle soll multifunktional konzipiert werden, das heißt: Sollte sie irgendwann nicht mehr als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden, gibt es alternative Nutzungsmöglichkeiten. Die Gesamtinvestitionskosten betragen nach Schätzungen 1,35 Millionen Euro, hinzu kommen jährliche Aufwendungen – eine Abschreibung über 45.000 Euro, Bewirtschaftungkosten von 30.000 Euro und Personalkosten von 50.000 Euro – in Höhe von rund 125.000 Euro.

Gelder für die Investition als auch für die Aufwendungen sind laut ABUG im Haushalt vorhanden. Die nächste Sitzung des Gemeinderates findet am Mittwoch, 13. April statt.
Ein Artikel von Kerstin Sauer

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