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Kirchhundem, 14. September 2018

Leserbrief aus Hofolpe zum Chaos im Schülerfahrverkehr

„Warum erfolgt der Fahrplanwechsel genau zum Schulstart?"

Leserbrief zum Schülerfahrverkehr in der Gemeinde Kirchhundem
Symbolfoto: Prillwitz
Kirchhundem. Noch immer scheint im Schülerfahrverkehr gebietsweise Chaos zu herrschen. Immer wieder melden sich aufgebrachte Eltern zu Wort, während der Siegener Verkehrsbetrieb VWS versucht, Probleme zu beheben. Jetzt melden beklagen auch Eltern von Kindern, die die Grundschule in Kirchhundem besuchen, die Situation: Die Busverbindung zwischen der Grundschule Kirchhundem (Schützenplatz) und Hofolpe sei nach der sechsten Stunde alles andere als optimal. Das haben sie protokolliert. Der Leserbrief aus Hofolpe:

„Wie schon in der Presse berichtet wurde, funktioniert der Schülerfahrverkehr im Moment sehr schlecht – auch bei uns in Hofolpe. Betroffen von dem Chaos sind vor allem die Kinder, die nach der sechsten Stunde von der Grundschule Kirchhundem (Schützplatz) in Richtung Hofolpe fahren.

Der Verlauf seit dem Schulbeginn nach den Sommerferien:

Mittwoch, 30. August (erster Schultag für Klasse 3 mit sechs Stunden): Nachdem bis 13.55 Uhr kein Bus in Hofolpe angekommen ist (Ankunftszeit nach Plan 13.37 Uhr), ruft eine Mutter in der Schule an. Dort kommt gerade ein Kind vom Schützplatz zurück, um mitzuteilen, dass kein Bus gekommen ist. Daraufhin holen zwei Eltern die Kinder mit den Autos ab.

Montag, 3. September: Ein Kind aus Klasse 3b will den Bus nach der sechsten Stunde nehmen. Abfahrt laut Fahrplan: 13.29 Uhr ab Schützenplatz. Die Mutter hat parallel einen Termin in der Schule, der bis 14 Uhr dauert. Ihr aufgelöster Sohn steht um 14 Uhr noch immer an der Bushaltestelle Schützenplatz. Er wird dann wieder von seiner Mutter mit nach Hause genommen. "Sorgenvolle" 45 Minuten Verspätung Mittwoch, 5. September: Die vier Kinder der Klasse 3, ein Kind der Klasse 4 und eine Erstklässlerin (zum ersten Mal in der Betreuung, also fuhr sie auch zum ersten Mal Bus) stehen mit der Mutter der Erstklässlerin und der Schulleiterin Frau Wagener an der Bushaltestelle Schützenplatz, die Kinder werden begleitend in den Bus nach Hofolpe gesetzt, der auch in diese Richtung losfährt. Die Mutter der Erstklässlerin fährt schon vor, da sie ihr Kind in Hofolpe an der Bushaltestelle empfangen möchte. Doch der Bus kommt nicht an. Nach sehr langen, sorgenvollen 45 Minuten (Fahrzeit eigentlich sieben Minuten) kommt der Bus endlich - aus der falschen Richtung.

Auf Nachfrage bei den Kindern, wo sie denn hergefahren seien, sagen die älteren ortskundigen Kinder, sie seien über Altes Feld/Wirme/Brachthausen/Silberg/Varste nach Hofolpe gefahren. Der Bus hätte einfach am Rewe gedreht und sei zurück Richtung Brachthausen gefahren. Ein Kind wollte schon beim Seniorenheim in Silberg aussteigen und nach Hause laufen, weil es Angst hatte, nicht zu Hause anzukommen. Zum Glück haben die anderen Kinder es davon abgehalten. 6. September: "ausnahmsweise pünktlich" Donnerstag, 6. September: Die Kinder kommen ausnahmsweise pünktlich mit dem geplanten Bus nach Hause. 

Mittwoch 12. September: Wieder nach einer Wartezeit von 15 Minuten ohne Ankunft eines Busses in Kirchhundem, Anruf von den Kindern, die Eltern müssten sie abholen kommen, da kein Bus kommen würde.

Donnerstag 13. September: Um jegliches Chaos zu umgehen, da nachmittags Termine der Kinder anstanden, fährt eine Mutter direkt zur Schule, um die Kinder abzuholen.

Des Weiteren haben wir die Befürchtung, dass der Bus zur zweiten Stunde von Hofolpe nach Kirchhundem komplett gestrichen wurde (laut Plan fährt dort nun keiner mehr ab). Die Schulleitung hat sich bereits in schriftlicher Form bei der VWS informiert und die unglückliche Situation geschildert. Auf Nachfrage der Presse waren der VWS keinerlei Schwierigkeiten bekannt. Für uns Eltern war die VWS leider am Donnerstag, 13. September, nicht erreichbar. "Warum werden die Busfahrer nicht vernünftig eingearbeitet?" Laut Aussage der VWS habe das Unternehmen mehr Strecken bekommen und müsse Sub-Unternehmen inklusive deren Busfahrer erst anlernen. Eine Tochter musste dem Busfahrer bereits erklären, wo er herfahren sollte. Aber warum erfolgt so ein Wechsel genau zum Schulstart? Die Ferientermine sind langfristig bekannt. Warum werden die Busfahrer nicht vernünftig eingearbeitet und direkt dann auch noch in den Schülerverkehr geschickt?

Wir hoffen, dass wir uns bald wieder auf die Busfahrpläne verlassen können."

Aus Hofolpe:

Sonja Cordes
Martina Döbbeler
Melanie Grotmann
Maria Schiwek
Sabine Führt
Steffi Vázquez
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(LP)

Bildergalerie: „Warum erfolgt der Fahrplanwechsel genau zum Schulstart?"