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Kirchhundem, 10. März 2018

Daniel Kühr aus Kirchhundem über einen ungewöhnlichen Job

Verantwortung und Nervenkitzel an steilen Abhängen

Wer als Monteur in der Felssicherung arbeiten möchte, sollte keine Höhenangst haben.
Wer als Monteur in der Felssicherung arbeiten möchte, sollte keine Höhenangst haben.
Foto: privat
Kirchhundem. Daniel Kühr hat einen ungewöhnlichen Beruf: Er ist Monteur in der Felssicherung. Ein Job in unebenem Gelände und großen Höhen, zwischen Verantwortung und Nervenkitzel, in dem es auch auf Teamwork ankomme, sagt Kühr, der sich mit seinem Fels- und Forstservice mit Sitz in Kirchhundem 2015 selbstständig gemacht hat. Wer sich für diesen Job interessiert, müsse speziellen Anforderungen gerecht werden.
Sein Team ist bundesweit unterwegs, arbeitet an Seilen hängend an steilen Abhängen, bedient Spezialmaschinen. Kühr und seine Mitarbeiter sichern Felsen und schneiden die Vegetation an Steilhängen zurück. „Ich bin ehrlich: Man macht sich dreckig, und der Job ist anstrengend – aber auch total außergewöhnlich und alles andere als alltäglich“, sagt der Chef von aktuell neun Felssicherungsprofis. Und: „Ein bisschen Nervenkitzel ist schon dabei. Es zählen vor allem Teamwork und Leistungsbereitschaft.“
Viel wichtiger als ein Zeugnis mit Bestnoten ist dem jungen Unternehmer das Holz, aus dem seine Leute geschnitzt sind: „Man braucht Köpfchen, um schnell auf Situationen reagieren können, die sich vor Ort ergeben.“ Einmal hätten seine Männer eine Felssicherung in Bendorf bei Koblenz erledigt, als direkt nebenan ein Hang ins Rutschen gekommen sei. „Den haben wir dann gleich mit gesichert in einer Sofortmaßnahme“, sagt Kühr. Aufträge auch fernab der Heimat Als Monteur in der Felssicherung zu arbeiten, sei eine „verantwortungsvolle Aufgabe“. Etwas Besonderes, worauf man nach getaner Arbeit zurecht stolz sein dürfe. „Wenn man sich darauf einlässt, sieht man jeden Tag, was man geschafft hat“, sagt der Kirchhundemer. Allerdings: Wer sich auf den Beruf einlässt, muss sich darüber im Klaren sein, auch weit fernab der Heimat zu arbeiten. Kühr selbst bekommt mittlerweile Aufträge aus ganz Deutschland. An Wochenenden und Feiertagen auch mal ´ran zu müssen oder zu später Stunde, gehört ebenfalls dazu. Zupacken können sollten Bewerber auch. Was es außerdem braucht, um Teil der „schnellen Eingreiftruppe“ werden zu können: „Man sollte körperlich fit, teamfähig und offen sein und darf keine Höhenangst haben“, sagt Kühr, der neues Personal sucht. Eine Kletterausbildung gehört nach dem Vertragsabschluss dazu.
(LP)

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