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Kirchhundem, Kirchhundem, 18. September 2015

Turnhallendecke der Sekundarschule soll ab Ende September erneuert werden

Überraschend grünes Licht für Sanierung

Bürgermeister Andreas Reinéry.
Bürgermeister Andreas Reinéry.
Foto: Sven prillwitz
Die Verwaltung der Gemeinde Kirchhundem hat am Freitagnachmittag eine überraschende Kehrtwende in Sachen Turnhallensanierung vollzogen: Die defekte Decke der Sporthalle der Sekundarschule soll ab der 40. Kalenderwoche erneuert werden.

Erst kürzlich hatte die Verwaltung die Turnhalle gesperrt mit der Begründung, im Haushalt keine Mittel mehr für die rund 25.000 Euro teure Sanierung aufbringen zu können. Das hatte nicht nur bei Sportvereinen, sondern auch in der Ratssitzung am Donnerstag für Unverständnis und Diskussionen gesorgt.

Am Freitag schließlich gaben Bürgermeister Andreas Reinéry und Kämmerer Tobias Middelhoff schließlich grünes Licht für die Sanierungsmaßnahme - jedoch nicht, ohne deutliche Bedenken gegen diese Entscheidung zu äußern: Beide sprechen von einem hohen Risiko für den Haushaltsausgleich 2015. Die Pressemitteilung im Wortlaut:

„Die Verwaltung wird unter Aufhebung einiger Haushaltssperren die Sanierung der defekten Decke der Turnhalle der Sekundarschule Kirchhundem vorzeitig realisieren. Baubeginn ist für die 40. KW vorgesehen. Dabei geht sie hohes Risiko, wird doch der gemeindliche Haushalt unvorhersehbar immens belastet, der Haushaltsausgleich für das Jahr 2015 gefährdet. In der Ratssitzung haben Bürgermeister Reinéry und Kämmerer Middelhoff deutlich gemacht, das nicht nur die gesetzliche und aufsichtsrechtliche Verpflichtung zum Haushaltsausgleich in 2015 besteht, sondern hierzu jetzt auch die wohl einmalige Gelegenheit aufgrund der konzeptionellen Haushaltsplanung und der bis heute sehr guten Umsetzung des Haushaltsvollzugs. Reinéry: "Noch auf Kurs" Middelhoff: „Wir haben unter großer Anstrengung unvorhergesehene bisher Einnahme- und Ausgabeverläufe kompensieren können“. Reinéry: „Wenn uns dann solche neuen Baustellen, die natürlich nicht vorkalkuliert worden sind, kalt erwischen, ist das ein kaum noch zu regulierender Schlag ins Kontor. Dennoch können wir heute als Status berichten, das wir noch auf Kurs sind und das Ziel vor Augen haben“.

Wie sehr man seitens der Verwaltung um Einsparung bemüht ist zeigt sich auch im Vorschlag, eine Sitzungsperiode der Ausschüsse und des Rates der Gemeinde Kirchhundem in diesem Jahr ausfallen zu lassen, um durch den Wegfall von Sitzungsgeldern und Entschädigungen Kosten einzusparen. Dieser Vorschlag fand keine Zustimmung. Sollte der Haushaltsausgleich nicht erreicht werden, würde das die weitere Einhaltung des strengen Sparkurses für die kommenden Jahre bedeuten. Haushaltsausgleich nun auf "sehr unsicheren Füßen" Bei Erreichen des Haushaltsausgleichs und gleichzeitigem Ausstieg aus dem Haushaltssicherungskonzeptes würde sich die Haushaltslage der Gemeinde Kirchhundem nach vielen Jahren endlich entspannen und die Möglichkeit geben, Maßnahmen gemeindlicher Entwicklung oder andere freiwillige Leistungen wieder in die Haushaltsplanungen aufzunehmen.

Doch das steht ob dieser vorzeitigen Durchführung der Sanierungsmaßnahme auf noch sehr unsicheren Füßen.
(LP)

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