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Kirchhundem, Welschen-Ennest, 17. April 2016

Feuerwehr feiert 90-jähriges Bestehen

„In zehn Jahren sehen wir uns hier wieder“

Jürgen Heite (links) bekommt einen Präsentkorb vom Löschgruppenführer überreicht.
Jürgen Heite (links) bekommt einen Präsentkorb vom Löschgruppenführer überreicht.
Fotos: Nils Dinkel
Die Löschgruppe Welschen-Ennest feierte am Sonntag, 17. April, ihr 90-jähriges Bestehen in der Schützenhalle. Nach der Verlesung der Gründungsgeschichte (durch den stellvertretenden Löschgruppenführer Florian Fisahn und Bürgermeister Andreas Reinery), feierte die Wehr unter musikalischer Begleitung des Musikvereins Rahrbach. Zu den Gratulanten zählte auch der Kreisbrandmeister.

Fisahn begrüßte die Gäste und griff den Werdegang der Löschgruppe auf. 1926 begannen die Wehrmänner mit einer Handdruckspritze. Überwiegend galt es Brände zu bekämpfen. Als Feuerwehrhaus diente eine Scheune am Wolfshorn. 1952 folgte der erste Gerätewagen, der zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut werden musste.

Vier Jahre kam der erste LW8 dazu. 1975 schaffte die Feuerwehr einen LW8 an. Das Fahrzeug, welches die Welschen-Ennester Löschgruppe 1983 anschaffte, ist noch heute in Betrieb. Außerdem sagte Fisahn, dass die Jugendfeuerwehr eine der ältesten der Gemeinde sei – „wenn nicht sogar im Kreis Olpe“. Die Jugendfeuerwehr gründete sich 1976. Die seit vielen Jahren bestehende Wettkampftruppe der Löschgruppe nahm noch am Samstag, 16. April, an einem Wettbewerb teil. Fisahn ging in seiner Ansprache auf die Messe des Paters Jürgen Heite ein und bedankte sich bei ihm mit einem Präsentkorb mit Wein. Heite sagte: „Ich muss im Dienst trinken. Das gelingt mir.“ (Grinsend) Fisahn überreichte ein Flachgeschenk an den Musikverein Rahrbach (Leiter Philipp Weber), die zum Festakt beitrugen. Bürgermeister verliest aktive Mitglieder Auch Bürgermeister Andreas Reinery ging auf die Geschichte der Feuerwehr Welschen-Ennest ein. „Es waren sicherlich keine einfachen Anfangsjahre. Mit Handdruckspritzen ausgestattet Brände zu bekämpfen ist kein leichtes“, sagte er. Außerdem las er alle Namen der aktiven Mitglieder der Löschgruppe vor. Die aktive Wehr besteht aus 41 Mitgliedern und 7 Jugendwehrmitgliedern. „Mit Herzblut bei der Sache zu sein, erfordert dieses Ehrenamt. Die Männer opfern ihre Freizeit und riskieren ihr Leben“, sagte Reinery. Das sei nicht selbstverständlich und hoch anzuerkennen sagte der Bürgermeister.

„90 Jahre sind verdammt lang. In etwa ein menschliches Leben. Das sind Schutz, Vertrauen und Sicherheit worauf zurückgeblickt werden kann.“ Den Haushaltsausgleich im vergangenen Jahr habe die Gemeinde auch dank intensiver Beteiligung der Feuerwehr geschafft, sagte Reinery. Die Feuerwehr sei ein fester Bestandteil des Sozial- und Gemeinwesens. Zum Ende seiner Ansprache sprach Reinery ein „Glück auf“ für verstorbene Feuerwehrkameraden der Löschgruppe aus. Zweitälteste Löschgruppe der Gemeinde Christoph Lütticke, Kreisbrandmeister gratulierte der Feuerwehr Welschen-Ennest ebenfalls. „Mit Stolz könnt ihr heute das Jubiläum feiern. 90 Jahre stetige Einsatzbereitschaft und immer bereit den Bürgern zu helfen“, sagte Lütticke. Der Dank gelte den Kameraden und Familien, so der Kreisbrandmeister.
„Die Feuerwehr Welschen-Ennest ist nach der Löschgruppe Kirchhundem die älteste der Gemeinde“, sagte Mario Fuhlen, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Kirchhundem. „Ihr könnt stolz auf euer Jubiläum sein.“

Außerdem sagte er, dass Feuerwehren die Gesundheit und das Eigentum der Bürger schützen und retten. „Selbstlos Menschen zu helfen, zeichnet die Feuerwehr schon immer aus. Früher galt es Brände zu löschen. Heute bestehen zwei Drittel der Einsätze aus technischen Hilfeleistungen“, sagte Fuhlen. Das Ehrenamt sei wichtiger denn je. Es werde immer schwieriger Nachwuchs zu finden und warb für die Feuerwehr. Er sagte: „Jeder kann eintreten.“ „Wenn man euch braucht seid ihr da“, sagte Ortsvorsteher Alfons Tillmann und gratulierte zum Jubiläum der Löschgruppe Welschen-Ennest. Außerdem dankte er für „die gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen“. Dabei war er sich sicher: „In zehn Jahren sehen wir uns hier wieder.“ Vor dem Festakt in der Schützenhalle feierten die Kameraden einen Gottesdienst in der Kirche. Im Anschluss daran startete ein Festzug zur Schützenhalle.
Ein Artikel von Nils Dinkel

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