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Kirchhundem, Kirchhundem-Heinsberg, 17. November 2015

Geplanter Ausbau der Ortsdurchfahrt: Ratsmitglieder sprechen mit Anwohnern

„In erster Linie ein Problem mit der Kommunikation“

Ortsdurchfahrt Heinsberg: Ratsmitglieder sprechen mit Anwohnern
Symbolfoto: © Peter Atkins / Fotolia
Nicht etwa an mangelnder Verhandlungsbereitschaft, sondern an Kommunikationsproblemen scheitert der geplante Ausbau der Ortsdurchfahrt in Heinsberg derzeit. Diese Ansicht vertritt Christoph Henrichs, der zusammen mit zwei weiteren ortsansässigen Ratsmitgliedern eine Info-Kampagne zur notwendigen Sanierung gestartet hat.

Mit Flugblättern wiesen der Vorsitzende der UK-Fraktion sowie Renate Kraume und Martin Schädler aus Reihen der SPD die Dorfbewohner in den vergangenen Tagen auf den Stand der Dinge hin: offene Verhandlungen zwischen einigen Anwohnern und dem Landesbetrieb Straßen.NRW und den drohenden Verlust von Fördergeldern. Die Flyer hatten die Kommunalpolitiker unmittelbar nach der Ratssitzung am 13. November und der scharfen Kritik an 15 Anwohnern entworfen (siehe Infokasten).

„Mittlerweile sind wir mit vielen Leuten ins Gespräch gekommen“, sagte Henrichs am Mittwoch gegenüber LokalPlus. Auch über den Nachrichten-Dienst „WhatsApp“ seien viele Bürger mittlerweile mobil miteinander und mit den Ratsmitgliedern in Kontakt. Darunter seien bereits einige Grundstückseigentümer, gegen die sich die Kritik von Rat und Straßen.NRW gerichtet hatte. Diese hätten vor allem überrascht auf die Vorwürfe reagiert. Gespräch mit Bürgermeister und Straßen.NRW „Die Leute haben zwar ein Schreiben vom Landesbetrieb gekriegt, warten aber bis heute auf einen Termin zur weiteren Abstimmung“, sagte Henrichs. „Die Schuld liegt also nicht allein bei den Anwohnern, sondern in erster Linie an einem Kommunikationsproblem.“ Eine Verweigerungshaltung habe er „größtenteils nicht ausmachen“ können.

Henrichs, Kraume und Schädler hoffen, auch die übrigen Grundstücksbesitzer, deren Zusagen an Straßen.NRW noch ausstehen, zeitnah ausfindig machen zu können. Alle 15 Anwohner sollen jeweils von Bürgermeister Andreas Reinéry und einem Vertreter des Landesbetriebs aufgesucht und über die Baupläne und den Flächenbedarf an ihren Grundstück informiert werden, so Henrichs.
Hintergrund

•Winfried Behle von Straßen.NRW und diverse Ratsmitglieder kritisierten zuletzt 15 Grundstückseigentümer in Heinsberg.

•Der Vorwurf: Einige sperrten sich schlichtweg dagegen, dem Landesbetrieb Teile ihres privaten Grundes für die Sanierungsmaßnahmen der Ortsdurchfahrt zu überlassen, oder reagierten nicht auf Schreiben und Anrufe.

•Fördergelder des Landes in Höhe von 1,2 Millionen Euro drohen aus diesem Grund zu verfallen.

•Die Frist die Bezuschussung des Projekts läuft voraussichtlich spätestens Ende des Jahres ab. (pri)

Ein Artikel von Sven Prillwitz

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