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Kirchhundem, Kirchhundem, 3. September 2016

Dr. med. Eckart von Hirschhausen setzt auf Maxime seiner Stiftung

Humor hilft heilen

Von links: Susanne Prüfer (Stiftung HUMOR HILFT HEILEN), Helma Schorn (ehem. Leitung St. Elisabeth Hospiz), Monika Kramer (Leitung St. Elisabeth Hospiz), Britta Seppi-Cordes (Leitung Josefinum), Bettina Reuter (Klinikclownin Lulu), Rosemarie Kühlem (Gründerin des Häuslichen Hospizdienstes im Kreis Olpe), Carla Grundhoff (Prokuristin MENNEKES Elektrotechnik GmbH & Co. KG).
Von links: Susanne Prüfer (Stiftung HUMOR HILFT HEILEN), Helma Schorn (ehem. Leitung St. Elisabeth Hospiz), Monika Kramer (Leitung St. Elisabeth Hospiz), Britta Seppi-Cordes (Leitung Josefinum), Bettina Reuter (Klinikclownin Lulu), Rosemarie Kühlem (Gründerin des Häuslichen Hospizdienstes im Kreis Olpe), Carla Grundhoff (Prokuristin MENNEKES Elektrotechnik GmbH & Co. KG).
Noch vor zwei Jahren kam der Doktor von Hirschhausen zu einem Hausbesuch in die Kirchhundemer Schützenhalle und begeisterte mit seiner scharfsinnig-witzigen Show die Belegschaft der Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG. Dabei verzichtete der Entertainer auf seine Gage und bat den Veranstalter, das Geld für Einsätze der HHH-Klinikclowns seiner Stiftung zu spenden.

So kam es, dass über zwei Jahre hinweg in den Alten- und Pflegeheimen Kirchhundems und Silbergs die beiden Clowns Lulu und Micha auftreten konnten. Sie heitern den Lebensabend der Seniorinnen und Senioren mit Humor und spielerischer Improvisation auf. Jetzt ist in der Silberger Einrichtung die Zeit um, doch das Geld noch nicht aufgebraucht. So entstand die Idee, regelmäßige Clownsvisiten ab Herbst des Jahres auch im Pflegeheim Josefinum sowie im St. Elisabeth-Hospiz in Lennestadt einzusetzen.

Klinikclowns gibt es inzwischen nicht nur in Krankenhäusern und Pflegeheimen Deutschlands, sondern in vielen Ländern. Eine oft mehrjährige intensive Ausbildung ist nötig, um mit viel Feingefühl und hoher Sensibilität kranken Kindern und selbst unheilbar schwerstkranken Kindern wie Erwachsenen in ihrer letzten Lebensphase kleine Freuden zu bereiten. Klinikclowns wie Lulu und Micha ermöglichen, kleine ‚Momente des Glücks‘ zu empfinden und damit etwas Ablenkung und Distanz zum Schicksal zu schaffen. Leiden lindern Monika Kramer, Leiterin St. Elisabeth Hospiz, zu dem neuen vom Familienunternehmen Mennekes initiierten Projekt: „Eine feine Idee – wir freuen uns auf die Clownin. Ihre Arbeit lehnt sich gut an unser Hospizkonzept an, Leiden zu lindern und für unsere Gäste die noch bestmögliche Lebensqualität anzustreben.

Der Besuch der Clownin kann ein Stück Palliativmedizin gegen das seelische Leid sein. Durch ihren authentischen Kontakt zu Gästen und Angehörigen kann sie dazu beitragen, intensive Augenblicke zu gestalten und die Qualität des Moments mit Freude und Humor zu steigern. Sie kann unseren Gästen ein gutes Gefühl der Wertschätzung, des Mitgefühls und der Geborgenheit vermitteln.“ Ab Mitte Oktober bringt Clownin Lulu, alias Bettina Reuter, regelmäßig monatlich Heiterkeit ins Pflegeheim und ins Hospiz. (LP)

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