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Kirchhundem, 20. Januar 2017

„Förderung exekutiver Funktionen“ sollen Lernverhalten optimieren

Grundschule St. Christophorus beschäftigt sich intensiv mit FEX

Mit Hilfe der vorgestellten Übungen und Inhalte soll das Lernen der Schüler im täglichen Unterricht begleitet werden, um ihnen Hilfestellung bei der Nutzung ihres vorhandenen Potentials geben zu können, erklärte Manfred Beckmann vom Institut für Potentialentfaltung (hinten).
Mit Hilfe der vorgestellten Übungen und Inhalte soll das Lernen der Schüler im täglichen Unterricht begleitet werden, um ihnen Hilfestellung bei der Nutzung ihres vorhandenen Potentials geben zu können, erklärte Manfred Beckmann vom Institut für Potentialentfaltung (hinten).
Foto: privat
Kirchhundem. Als erste Grundschule im Regierungsbezirk Arnsberg arbeitet das Kollegium der Katholischen Grundschule St. Christophorus Kirchhundem im Rahmen des täglichen Unterrichts an der Förderung der exekutiven Funktionen. Diese sollen für das kindliche Lernen von existentieller Bedeutung sein. Um das Thema zu vertiefen, stand jetzt ein Tag unter dem Motto „Tag der exekutiven Funktionen“.

Los ging es mit der ganztägigen internen Lehrerfortbildung. Themen: „Fex – Förderung exekutiver Funktionen“ und Selbstregulation. Mit Manfred Beckmann vom Institut für Potentialentfaltung für Kinder, der Schulen zum Thema berät, arbeiteten das Kollegium und einige Betreuerinnen intensiv und interessiert. Jedes Kind brauche grundlegende „Gelingensbedingungen“, um das bereits seit seiner Geburt in ihm angelegte Potenzial entfalten und die so wichtige Selbstregulation aufbauen zu können, erklärte Beckmann.
Was passiert in unserem Gehirn, wenn wir lernen? Wie können Aufmerksamkeit, Konzentration, Arbeitsgedächtnis, kognitive Flexibilität und Impulskontrolle verbessert werden? Mit Hilfe der vorgestellten Übungen und Inhalte soll das Lernen der Schüler im täglichen Unterricht begleitet werden, um ihnen Hilfestellung bei der Nutzung ihres vorhandenen Potentials geben zu können. Welche große Bedeutung Achtsamkeitsübungen für konzentriertes und hirnförderliches Lernen haben, war ebenfalls Bestandteil des Vormittagsprogramms. Im Schulprogramm wird die Arbeit mit FEX und Achtsamkeitsübungen festgeschrieben.
Im Anschluss an die Lehrerfortbildung wurde ein Elternabend angeboten, der sich mit dem Thema „Die Talente unserer Kinder und wie es uns gelingen kann, sie zu entfalten“ beschäftigte. Mehr als 20 Eltern waren der Einladung gefolgt. Sie verfolgten zunächst einen Vortrag zum Thema „Förderung der exekutiven Funktionen und Achtsamkeitstraining“. Die Eltern nahmen eine Menge Hintergrundwissen zum Thema mit und viele Anregungen, wie sie ihre Kinder dabei unterstützen können, ihr Potenzial zu nutzen und zu selbstständigen Lernern zu werden. Vor allem die Erkenntnis, dass die exekutiven Funktionen für das erfolgreiche Lernen oft eine größere Bedeutung hätten als der IQ, war für Eltern interessant und änderte den Blick auf das Lernen. Wie wichtig auch Bewegung und ausdauernde sportliche Bewegung für das erfolgreiche Lernen sind, war ein weiteres Thema des Abends.  

Im Laufe der Woche werden auch die Schüler noch einmal intensiv zum Thema „FEX“ und Achtsamkeit geschult. In je zwei Schulstunden informierte Manfred Beckmann mit Hilfe der Kinderbuchreihe der Neuro- und Sportwissenschaftlerin Dr. Sabine Kubesch – „Die Drei aus Hirnschmalz“ – die Mädchen und Jungen kindgerecht und ansprechend über die Bedeutung der exekutiven Funktionen für das erfolgreiche Lernen.
(LP)

Bildergalerie: Grundschule St. Christophorus beschäftigt sich intensiv mit FEX