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Kirchhundem, Kirchhundem, 5. Juni 2015

Flüchtlinge sollen dezentrale untergebracht werden

Bürgermeister sucht Bleibe

Bürgermeister Andreas Reinéry (rechst) hat mit Christoph Becker, Vorstandsmitglied der Caritas Olpe, die Herausforderungen wegen der Flüchtlinge in Kirchhundem besprochen.
Bürgermeister Andreas Reinéry (rechst) hat mit Christoph Becker, Vorstandsmitglied der Caritas Olpe, die Herausforderungen wegen der Flüchtlinge in Kirchhundem besprochen.
„Kirchhundem hat herzliche Willkommenskultur. Dass Integration funktioniert zeigt sich in dezentraler Unterbringung und darin, dass die fast 90 Flüchtlinge in Kirchhundem geräuschlos im bestverstandenen Sinne mit uns leben“, sagt Bürgermeister Andreas Reinéry. Aktuell sucht die Gemeinde weitere Wohnungen, in denen Flüchtlinge untergebracht werden können.

Die Gemeinde Kirchhundem sei bemüht, die ihr zugewiesenen Flüchtlinge in Wohnungen unterzubringen. So werde es den Menschen aus dem Kosovo, aus Guinea, Mazedonien, Pakistan, Afghanistan, Kamerun, Serbien, China, Marokko, Syrien, Eritrea, Türkei, Georgien, Marokko, Indien, Irak, Algerien, Albanien, Iran, und Ägypten leichter gemacht, Kontakte zu den Dorfbewohnern zu erhalten, weil sie ja „mittendrin“ wohnen. Um den Flüchtlingen gezielt helfen zu können, steht die Gemeinde in Kontakt mit der Caritas. „Flüchtlinge sollen nicht fremd bleiben“ Bürgermeister Reinery hat mit Christoph Becker, Vorstandsmitglied der Caritas Olpe, die Problematik der Flüchtlinge besprochen. Dabei geht es unter anderem um die Organisation von Sach- und Geldspenden, Flüchtlingspatenschaften, Sprach- und Kommunikationskurse, Verbesserung der Willkommenskultur, Begrüßungspakete, Beschäftigungs- und Integrationsmaßnahmen. Alle Bürger in der Gemeinde Kirchhundem seien angesprochen, sich mit Ideen und Hilfeangeboten einzubringen. Die Menschen brauchten mehr als ein Dach über dem Kopf, warme Kleidung, Bettwäsche und Möbel, Hilfe beim Übersetzen und dem Erlernen der deutschen Sprache, Hilfe bei Behördengängen, Arztbesuchen, dem Kennenlernen der deutschen Sitten, Bräuche und Gesetze: „Sie sollen hier bei uns nicht über Jahre Außenseiter und fremd bleiben, sondern sich in unserer Gemeinde willkommen fühlen, wir sollten ihr Schicksal kennen lernen und ihnen mit Achtung und Freundschaft begegnen.“ Appelle der Gemeinde: Feie Wohnungen melden Der Bürgermeister dankt allen Kirchhundemern für Sachspendenbereitschaft, wie Hausrat und Wäsche: „Ich würde mich freuen, wenn sich Ehrenamtliche finden, die mit Flüchtlingen und Asylbewerbern ins Gespräch kommen, mit gemeinsamen Aktivitäten das Leben in Kirchhundem bereichern. Ein gemeinsames Kaffeetrinken zum Beispiel kann dazu beitragen, mehr voneinander zu erfahren und zu verstehen.“
Was aber ganz aktuell vor allem nötig ist, ist die Bereitstellung weiteren Wohnraums, denn hier sind die verfügbaren Kapazitäten ausgeschöpft. Daher ruft Bürgermeister Reinéry dazu auf, Leerstände und freie Wohnungen zu melden, in die er kommende Asylbewerber einmieten könnte. (LP)

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