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Kirchhundem, 10. September 2020

Mobilität in Lennestadt

Bürgerbus-Verein plant Linie in Altenhundem - ZWS lehnt ab

von links: Michaela Klein, Magret Hennecke, Manfred Klein vom Bürgerbusverein Kirchhundem.
von links: Michaela Klein, Magret Hennecke, Manfred Klein vom Bürgerbusverein Kirchhundem.
Foto: Christine Schmidt
Kirchhundem/Altenhundem. Der Bürgerbusverein Kirchhundem versteht die Welt nicht mehr. Der Verein möchte eine neue Fahrstrecke für Altenhundem anbieten, damit ältere Bürger auch dort mobil sein können. Dem ZWS (Zweckverband Personennahverkehr) passt das allerdings so gar nicht. Denn auf gleicher Strecke soll das neue Projekt „Mobilenn“ an den Start gehen.

„Wir sind enttäuscht“, brachte es Magret Hennecke, Vorsitze des Bürgerbusvereins, am Mittwochabend, 9. September, auf den Punkt. Aktuell werden dem ehrenamtlichen Team einige Steine in den Weg gelegt.

Der Grund: Die neue App „Mobilenn“ soll 2021 an den Start gehen und als Mitfahrer-Experiment zwei Jahre getestet werden. Lennestadt hatte mit dem Projekt beim Landeswettbewerb überzeugt und wird mit 712.000 Euro geördert. Beide Projekte würden sich beißen, erklärte Günther Padt (ZWS) auf LokalPlus-Nachfrage. Er bittet den Verein um Verständnis, die Idee ruhen zu lassen. Idee schon 2017 gereift Aber von vorne: Schon 2017 reifte bei dem Verein aus Kirchhundem die Idee, das Streckennetz auf Altenhundem auszuweiten. So könne das ÖPNV-Angebot erweitert werden. Der Fahrplan sollte die Bereiche Jammertal-Lindenstraße-Hochstraße, Vogelwarte-Timmerbruch, Krankenhaus/Josefinum-Auf der Ennest-Rosbecke mit Zielhaltestellen Blumen-Kremer, Lidl, HIT und ZOB beinhalten.

Dreimal die Woche, vielleicht als extra Einkaufslinie, sollte der Bus fahren, erklärte Manfred Klein (2. Vorsitzender). Sowohl Kirchhundems Bürgermeister Andreas Reinéry als auch Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt sagten 2017 ihre Unterstützung für das Projekt zu. Projekt für einige Jahre auf Eis Da kurz darauf aber Fahrermangel beim Bürgerbusverein herrschte, wurde das Projekt erst einmal auf Eis gelegt - bis zum März 2020. Denn: Aktuell gibt es neun Fahrer, also genug für eine weitere Linie - das Projekt könnte also umgesetzt werden. Damit „wollten wir das ÖPNV-Angebot in Altenhundem verbessern“, betonte Hennecke. Gerade aus dem Jammertal hätten sie schon viele Nachfragen bekommen, warum dort niemand lang fahre. Neue Strecke als Konkurrenz War die Idee schon im März fast in trockenen Tüchern, wird dem Verein nun ein Riegel vorgeschoben: Denn bereits im Mai konnte das Projekt Seites der VWS (Träger des Bürgerbus-Vereins) nicht beantragt werden - der ZWS als Dachverband lehnte dies ab. 

Gleiches Spiel im August: Der ZWS habe die VWS dazu aufgefordert, den erneuten Antrag abzulehnen. Zu sehr stehe der Bürgerbus in Konkurrenz mit der App „Mobilenn“.

Idee der App ist es, dass Bürger Angebote für gewisse Fahrten digital anbieten und weitere Bürger dabei mitfahren können – so wie das Prinzip des Trampens. Die Stadt und der ZWS wollen dadurch möglichst viele Erkenntnisse zur Mobilität in Lennestadt erlangen.
„Wir möchten Mobilenn ja gar nicht verhindern“, versicherte Margret Hennecke. Aber der Vorstand sieht die digitale App nicht als alternative Möglichkeit für die Bürgerbus-Zielgruppe.

Rund 75 Prozent der Fahrgäste, die den Bus nutzen, seien über 70 Jahre alt, erklärte Manfred Klein (2. Vorsitzender). Er könne sich nicht vorstellen, dass die Senioren Smartphones nutzen und darauf warten, dass jemand aus dem Jammertal in die Stadt fahre. „Da ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass ein Meteorit einschlägt“, so Klein. Die Mitfahrer wollten feste Zeiten und Gewissheit haben, mit wem sie fahren. „Mobilenn“ sollen auch ältere Bürger nutzen Dem entgegen erklärte Günther Padt von der ZWS, dass aber mit „Mobilenn“ auch genau diese Personen das neue Angebot testen könnten und auch sollten, um so bessere Erkenntnisse zu erlangen. Dieser Meinung ist auch Bürgermeister Stefan Hundt. Er betonte aber im Gespräch mit LokalPlus, dass er sich komplett aus dem Thema heraushalten wolle.

Das Vorstandsteam um Margret Hennecke will weiter für die Idee in Altenhundem kämpfen. „Ich kann es nicht ertragen, dass man sich so gegen eine gute Geschichte stellt“, bedauerte Hennecke.
Ein Artikel von Christine Schmidt

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