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Kirchhundem, Kirchhundem-Rinsecke, 14. Dezember 2015

Staatsschutz ermittelt

Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft

Anschlag auf geplante Unterkunft für Flüchtlinge
Symbolfoto: Nils Dinkel
Weil ein fremdenfeindlicher Hintergrund „nicht auszuschließen“ sei, ermittelt der Staatsschutz Hagen jetzt in Rinsecke: Ein Brandanschlag auf eine geplante Unterkunft für Flüchtlinge schlug hier fehl.

Nach Angaben der Hagener Polizei bemerkte ein Handwerker am Montag, 14. Dezember, dass auf der Rückseite des Gebäudes, das derzeit saniert wird, eine Terassentür eingeschlagen worden war. Die bislang unbekannten Täter seien so in das Bauernhaus eingedrungen und hätten an insgesamt drei Stellen einer Holztreppe versucht, Feuer zu legen. Die Flammen seien allerdings erloschen, ehe sie sich ausbreiten konnten. Lediglich an der Treppe sei ein Sachschaden entstanden.

Die Gemeinde Kirchhundem will das Gebäude in Rinsecke für die Unterbringung von Flüchtlingen nutzen. Anfang Dezember hatte die Kommune bei der Bezirksregierung Arnsberg noch einen vorübergehenden Aufnahmestopp für die Zuweisung von Flüchtlingen beantragt, weil kein verfügbarer Wohnraum mehr zur Verfügung stand (LokalPlus berichtete).
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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