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Finnentrop, Finnentrop-Lenhausen, 31. August 2015

Löschgruppe Lenhausen feiert 50. Reibekuchenbacken

Zwischen Live-Musik, Fahrzeugen und Kartoffelpuffern

LG Lenhausen: 50. Reibekuchen-Backen
Symbolfoto: Sven Prillwitz
Zum Jubiläum gibt es - natürlich - Kartoffelpuffer: Die Löschgruppe Lenhausen feiert am kommenden Wochenende, 5./6. September, das traditionelle und mittlerweile 50. Reibekuchenbacken im Gerätehaus.

Reibekuchen gibt es dabei immer nur am Samstag, dem ersten Tag des Festes, das seit seiner Entstehung regelmäßig am ersten Wochenende im September stattfindet und auch in diesem Jahr um 16.30 Uhr beginnt.

Neben Reibekuchen stehen Spezialitäten vom Holzkohlegrill auf dem Speiseplan. Außerdem gibt es am Sonntag ein großes Kuchenbuffet, das als Besuchermagnet stets viele Gäste in das heutige Feuerwehrgerätehaus an der Fretterbachstraße lockt, unweit des Lenhauser Wasserschlosses.

Auch zur Unterhaltung der kleinen Festbesucher lassen sich die Brandlöscher etwas einfallen. Jahrelange Unterstützung erhalten sie hierbei vom Gut Frielentrop. Dessen Eigentümer Georg Stuff stellt Jahr für Jahr seine Pferdekutsche zur Verfügung. Die Kutschfahrten werden von den Kindern gerne angenommen, was nicht zuletzt an dem erfahrenen Kutscher Kalli Reifenberg liegt. Spielmobil und Luftballon-Wettbewerb Auch im Jubiläumsjahr dürfen sich die Kinder auf das Spielmobil aus Attendorn freuen. Darüber hinaus wird es einen Luftballonwettbewerb geben, bei dem für die drei Teilnehmer, deren Ballon am Weitesten geflogen ist, attraktive Preise warten Welche, das wollen die Mitglieder des für das Jubiläumsfest eigens gegründeten Arbeitskreises noch nicht offenbaren.

Erstmalig gibt es in diesem Jahr am Samstagabend Live-Musik. Die Rolling Stonies aus Lennestadt wurden engagiert, um die Gäste mit aktueller Musik zu unterhalten. Gerne darf auch getanzt werden. Die Nachbarschaft wird schon jetzt um Verständnis gebeten, wenn es an diesem Abend einmal etwas lauter werden sollte. Frühschoppen und Informationen rund um die Feuerwehr Der Sonntag beginnt um 11 Uhr mit einem Frühschoppen. Auch hierzu hat sich das Organisationsteam etwas einfallen lassen. Im Rahmen einer großen Fahrzeugschau auf dem Betriebsgrundstück der nahe gelegenen Firma Josef Biggemann GmbH und Co. KG, Alte Schloßstraße, werden die neuesten Feuerwehrfahrzeuge aus dem Kreis Olpe und der örtlichen Umgebung präsentiert. Hier besteht die Gelegenheit, sich umfassend über die Technik und die Aufgaben der Feuerwehr zu informieren.

Die Arbeitskreismitglieder haben viel Zeit und Arbeit investiert, damit auch das 50. Reibekuchenbacken ein Erfolg wird. Martin Grüneböhmer und seine beiden Stellvertreter Tobias Hellweg und Joachim Blume sind - wie auch die übrigen 30 Kameraden - sehr zuversichtlich, dass es auch in den nächsten Jahren in Lenhausen ein Reibekuchenbacken bei der Feuerwehr geben wird.

Die Löschgruppe freut sich auf viele Besucher und ein stimmungsvolles Fest. Unter anderem aus Anlass der Übergabe des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses in der Blumenstraße an die Löschgruppe wurde am 09.09.1966 das erste Reibekuchenbacken durchgeführt. In der Chronik der Löschgruppe heißt es hierzu:

Es war eine Idee von Bernhard Grüneböhmer, für die Lenhauser Bevölkerung ‚Reibekuchen‘ zu backen. Sicherlich war es nicht nur der finanzielle Reiz eines solchen Festes, der die Kameraden zu diesem Schritt veranlasst hatte, sondern auch der Wunsch der Wehr, die Tore des Gerätehauses der Bevölkerung zu öffnen und die Arbeit einer Feuerwehr auf diese Art und Weise näher zu bringen. Heute würde man dieses als ‚Öffentlichkeitsarbeit‘ bezeichnen. Gleichzeitig dürfte es aber auch ein Dankeschön der Wehr an die Lenhauser Bürger für ihre jahrelange Unterstützung jedweder Art gewesen sein. Somit war eine Idee geboren (…). Dank an Unterstützer und Gönner Die Idee und der damit verbundene Gedanke gelten für die Lenhauser Blauröcke auch heute noch. Mit der Ausrichtung des Festes, das inzwischen zu einer festen Größe im Lenhauser Veranstaltungskalender geworden ist, möchte sich die Löschgruppe auch in diesem Jahr bei allen Lenhausern, Frielentropern, passiven Mitgliedern sowie Freunden und Gönnern für ihre Unterstützung und Verbundenheit bedanken.

Dabei obliegt die Herstellung der leckeren Plätzchen den Frauen und Freundinnen der aktiven Kameraden, auf deren tatkräftige Unterstützung sich die Männer stets verlassen können.

Zunächst wurde über offenen Feuerstellen am Bahndamm der heutigen Ruhr-Sieg-Strecke gebacken. Im Verlauf der Jahre hat man aber ein eigenes Zelt gebaut, in welchem die Frauen heute an Gas betriebenen Öfen stehen. Handarbeit statt automatischem Kartoffelschäler Auch die Herstellung des für die Puffer erforderlichen Kartoffelbreis erfolgt in Handarbeit. Am Vortag des eigentlichen Festes werden hierzu 4 bis 5 Zentner Kartoffeln geschält. Martin Grüneböhmer, Sohn von Bernhard Grüneböhmer und heutiger Löschgruppenführer verrät, dass man durchaus schon einmal über den Kauf einer Kartoffelschälmaschine nachgedacht habe. Dieser Gedanke sei aber wieder verworfen worden, da es bisher immer ausreichende Helferinnen zum Schälen gegeben habe.

Dass die Lenhauser Feuerwehr auch weiterhin auf frische Qualität bei ihren Reibekuchen setzt, wird durch den Kauf einer neuen Küchenmaschine deutlich, die eigens zum Jubiläum angeschafft worden ist. Hierbei handelt es sich um ein Gerät, das eigentlich nur in Gewerbebetrieben Verwendung findet. Denn normale Haushaltsgeräte sind zur Verarbeitung einer solch großen Menge nicht unbedingt geeignet, so die Erfahrungen der in der Herstellung von Reibekuchen erprobten Wehr.
(LP)

Bildergalerie: Zwischen Live-Musik, Fahrzeugen und Kartoffelpuffern