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Finnentrop, 20. Oktober 2017

Ausstellungseröffnung im Rathaus Finnentrop

„Vom Bahnfahren zum Radfahren – 10 Jahre SauerlandRadring“

Im Finnentroper Rathaus wurde die Ausstellung „Vom Bahnfahren zum Radfahren – 10 Jahre SauerlandRadring“ am Donnerstag, 19. Oktober, eröffnet.
Im Finnentroper Rathaus wurde die Ausstellung „Vom Bahnfahren zum Radfahren – 10 Jahre SauerlandRadring“ am Donnerstag, 19. Oktober, eröffnet.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Finnentrop. Mit der Ausstellungseröffnung „Vom Bahnfahren zum Radfahren – 10 Jahre SauerlandRadring“ haben die Kulturgemeinde und die Gemeinde Finnentrop am Donnerstag, 19. Oktober im Ratssaal einen Querschnitt des 84 Kilometer langen SauerlandRadrings präsentiert. Der illustriert alle Phasen des Projekts von der Entstehung bis heute.

In großen Schauwänden wird mit Bildern und Artikeln, die der Esloher Franz-Josef Keite in akribischer Arbeit gesammelt hat, die Geschichte des Radrings dargestellt. Ein weiterer Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit dem Fahrrad, das in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag feiert. Die Entwicklung des Rades wird mit zahlreichen historischen Ausstellungsstücken ergänzt.

Ein großer Teil des „SauerlandRadrings“ führt über ehemalige Bahntrassen - daher auch der Titel der Ausstellung. Diese Eisenbahntradition wird am „SauerlandRadring“ mit der „HenneseeSchleife“ immer wieder deutlich.  Ludwig Rasche ging in seiner Ansprache auch auf diese Trassen ein. Diese hätten jahrelang im „Dornröschenschlaf“ gelegen. „Lange Zeit war an die Nutzung der alten Bahnstrecken für den Radwegebau nicht zu denken. Radwege sollten gefälligst unmittelbar an den örtlichen Straßen verlaufen und nicht im ,Geplänte´", erinnerte sich Rasche.Fotodokumentation der StreckeZusammen mit seiner Frau Tina sei er vor 25 Jahren zu Fuß vom Fehrenbrachter Tunnel bis zum Lenhauser Tunnel mit einem Fotoapparat unterwegs gewesen, um eine Fotodokumentation über die verlassene Bahnstrecke zu erstellen. Damit wollte er die politischen Gremien für den Bau des Radweges überzeugen - was ihm auch gelang.

Bis 1996 wurden schließlich diese elf Kilometer als Anfang für den heutigen „SauerlandRadring“ gebaut. Der „Bahntrassenpabst“ Dr. Achim Bartoschek bewertete das Projekt auf seiner Internetseite positiv: „Mit dem SauerlandRadring findet NRW endlich Anschluss bei den längeren und touristisch relevanten Mittelgebirgs-Bahntrassenwegen.“ „Ein Radwegenetz ist schließlich entstanden“, so Rasche, „weil auch die drei angrenzenden Kommunen Eslohe, Schmallenberg und Lennestadt mitgezogen haben.“ Vieles sei durch ehrenamtliche Helfer im Arbeitskreis „SauerlandRadring“ möglich geworden, die viel Herzblut und Zeit in Beschilderung, Infotafeln und mögliche Verbesserungen steckten.

Doch trotz allem gebe es noch einige Schwachstellen, sagte Finnentrops Bürgermeister Heß. So muss zwischen Störmecke und Lenne noch eine Lücke geschlossen werden, und der Lenhauser Tunnel stellt noch keine Anbindung zwischen Finnentrop und dem Frettertal dar. Ausstellung bis 5. November in Finnentrop Jannik Müller, Projektleiter Sauerland-Radwelt, ging nochmals auf den kommerziellen Nutzen des SauerlandRadrings ein: „Es gibt allein in diesem Jahr schon 30.000 Nutzer, die im Schnitt 11,30 Euro pro Tag ausgeben. Aber auch der Freizeitwert für die Bürger selber ist immens.“

Die Ausstellung ist noch bis zum 5. November im Rathaus Finnentrop zu sehen. Vom 20. November bis 1. Dezember macht sie dann Station im Lennestädter Rathaus.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

Bildergalerie: „Vom Bahnfahren zum Radfahren – 10 Jahre SauerlandRadring“