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Finnentrop, 08. Juli 2017

Freiwillige Feuerwehr Finnentrop übt für den Ernstfall

Verkehrsunfall mit Schwerverletzten in Frielentrop

Das verunglückte Auto war eine Böschung hinuntergerutscht - eine schwierige Situation für die Retter.
Das verunglückte Auto war eine Böschung hinuntergerutscht - eine schwierige Situation für die Retter.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Frielentrop. Verkehrsunfall mit schwer verletzten Personen, eine davon im Fahrzeug eingeklemmt: Dieser Alarmierung folgend kamen am Samstag, 8. Juli, rund 60 Kameraden des Zug 2 der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Finnentrop am Unfallort in Frielentrop an, also Löschgruppen aus Lenhausen, Ostentrop, Rönkhausen und Schönholthausen. Mit vor Ort war auch der DRK-Ortsverein Finnentrop mit zehn Personen. Zum Glück handelte es sich jedoch nur um eine Übung.

„Wir müssen und wollen die Zusammenarbeit immer wieder üben, damit es im Ernstfall reibungslos funktioniert“, so Stefan Schmidt von der Löschgruppe Lenhausen. Zusammen mit Ingolf Egelmeier, dem Zugführer Andreas Sieler und dessen Stellvertreter Michael Köper haben sie die Übung vorbereitet.

Das Szenario: Ein Auto fährt mit überhöhter Geschwindigkeit über einen Waldweg und gerät in eine Gruppe spielender Kinder. Der Fahrer weicht aus, landet im Graben und kann sich nicht mehr aus dem Fahrzeug befreien. Sein Beifahrer liegt außerhalb des Fahrzeuges, mit einem offenen Schienenbeinbruch. Zwei Kinder sind unter Schock vom Unfallort weggelaufen. Eines befindet sich auf der benachbarten Wiese, die in Brand geraten ist. Ein weiteres liegt verletzt an einem Hang. Großer Einsatz von Technik und Personal Für die eintreffenden Kameraden galt es, sich zunächst einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Die verletzten Personen mussten gefunden und versorgt werden. Für die realistische Darstellung von Verletzungen sorgte Christina Kappen vom realistischen Unfalldienst.

Großer Einsatz von Technik und Personal war zur Rettung des Fahrers notwendig: „Wir haben das Fahrzeug extra an einem Abhang platziert. So musste es zunächst stabilisiert werden, bevor das Dach mit Schere und Spreizer geöffnet werden konnte.“ Dabei kamen die drei StabFast zum Einsatz, die die Wehr in Rönkhausen vor kurzem als Spende von der Plettenberger Firma Novelis erhalten hatte. Es handelt sich um ein Dreieck-Stabilisierungssystem, das zur schnellen und sicheren Stabilisierung eines Unfallfahrzeuges in jeder Lage geeignet ist. „Wir wollten auch den Kameraden der anderen Löschgruppen Gelegenheit geben, sich mit diesen Gerätschaften und ihrem Einsatz vertraut zu machen“, erklärt Schmidt. Nach gut einer Stunde war die Übung beendet, der Fahrer in Form einer Puppe gerettet, alle Unfallbeteiligten versorgt und der Flächenbrand gelöscht.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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