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Finnentrop, 13. Januar 2020

Unbekannte warfen Steine

Update: Schock über Angriff auf Moschee in Finnentrop - Staatsschutz ermittelt

Unbekannte haben die Moschee in Finnentrop beschädigt. Der Staatsschutz ermittelt.
Unbekannte haben die Moschee in Finnentrop beschädigt. Der Staatsschutz ermittelt.
Foto: privat
Finnentrop. Schockiert zeigt sich Ramazan Olmaz, Vorsitzender des Moscheevereins, auch fast zwei Tage nach dem Angriff auf das Moschee- und Kulturzentrum in Finnentrop. In der Nacht zum Samstag, 11. Januar, hatten mehrere Täter das Gebäude angegriffen.

Die Überwachungskamera zeigt vier Personen, die Steine auf das Gebäude werfen und anschließend weglaufen. 26 Steine wurden vor dem Gebäude gefunden. Drei zweifach verglaste Fenster der Einrichtung wurden eingeschlagen und die Fassade beschädigt. Nachbarn informierten PolizeiDie Fenster in  der ersten Etage, die laut Ramazan Olmaz etwa fünf bis sechs Meter hoch sind, waren offenbar das Ziel der Täter. Zum Zeitpunkt des Angriffs, kurz vor Mitternacht, befand sich niemand in der Moschee. Durch den Einbruch einer ersten Scheibe wurden Nachbarn aufmerksam und meldeten sich bei der Polizei.

Die Polizei erschien umgehend mit acht Streifenwagen. Der Staatsschutz beim Polizeipräsidium Hagen, der für Straftaten mit politischem Hintergrund zuständig ist, war noch in der Tatnacht vor Ort und hat die Ermittlungen aufgenommen. Am Montagabend meldeten sich die Polizei Hagen und die Staatsanwaltschaft Siegen mit einer gemeinsamen Presseerklärung zu Wort. Darin heißt es:Aufgegriffener Mann wieder entlassen„Ein in der Nähe des Gotteshauses abgestellter PKW wurde vermutlich durch die wieder herabfallenden Wurfgeschosse in Mitleidenschaft gezogen. Die Täter flüchteten nach wenigen Augenblicken. Ein durch sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen zunächst aufgegriffener Mann wurde wenig später wieder entlassen. Ein Tatverdacht gegen ihn konnte nicht erhärtet werden. Die Steine stellten die eingesetzten Beamten vor Ort sicher, um sie auf Spuren untersuchen zu lassen.“

„Überall in Deutschland passiert etwas. Wir hätte nie gedacht, dass so etwas auch in Finnentrop möglich sein könnte“, so Ramazan Olmaz, der hinzufügte, beruhigt zeigte sich der Vorsitzende, dass Niemand zu Schaden gekommen sei. „Es hätte schlimmer kommen können“„Es hätte schlimmer kommen können“, sagte Olmaz, dessen Nacht ein jähes Ende nahm. Ein Mitglied des Moscheevereins hatte Streifenwagen vor dem Gebäude bemerkt und nachgefragt, ob etwas passiert sei. Daraufhin wurde der Vorstand des Moscheevereins informiert. Ramazan Olmaz sprach der Polizei, die alles Mögliche getan habe, im Namen des Vorstandes seinen Dank aus. Der Vorsitzende des Moscheevereins hob deutlich hervor, dass der Moscheeverein weiterhin um kulturellen Austausch bemüht sei und mit allen Nationen zusammenarbeiten wolle. „Wir lassen uns von so einer Aktion nicht alles kaputt machen, sondern wollen solidarisch zusammenleben.“Gemeinde Finnentrop zeigt sich solidarischAuch Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß zeigte sich in einer schriftlichen Stellungnahme betroffen. „Die   Religionsfreiheit ist ein ausdrücklich   im Grundgesetz   niedergelegtes Grundrecht, es ist unsere   Pflicht, dieses zu verteidigen“, mahnte Heß. Die   Gemeinde Finnentrop   stehe in voller Solidarität  zum Moscheeverein Finnentrop  und  bedauere   diesen offenbar   gezielten feigen Angriff.

Etwas irritiert zeigte   sich   der Bürgermeister darüber, dass die zuständige   Polizeiwache   Attendorn, die nach Information   des Moscheevereins die   Ermittlungen aufgenommen habe, die Gemeinde Finnentrop als Eigentümer   des Gebäudes nicht   informiert habe. Immerhin seien acht Streifenwagen vor Ort gewesen.
Ein Artikel von Nicole Voss

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