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Finnentrop, 10. Juli 2018

Zu wenig Schüler in Finnentrop

Update: Keine gymnasiale Oberstufe an Bigge-Lenne Gesamtschule

Keine Oberstufe an Gesamtschule Finnentrop
Foto: Sven Prillwitz
Finnentrop. In der Gesamtschule Bigge-Lenne in Finnentrop wird es im kommenden Schuljahr 2018/19 keine gymnasiale Oberstufe geben. Das bestätigte Christoph Söbbeler, Pressesprecher des Regierungsbezirks Arnsberg, auf Anfrage von LokalPlus.

„In Finnentrop haben wir nicht genügend Schüler für die gymnasiale Oberstufe, um die geplante Kooperation der Bigge-Lenne Gesamtschule in Finnentrop und der Albert-Einstein-Schule in Werdohl zu ermöglichen“, so Söbbeler. In Finnentrop hätten sich weniger als zehn Schüler für die Oberstufe angemeldet. Das ist definitiv zu wenig. „Man will ja neben den Pflichtfächern auch Wahlfächer anbieten können“, so Söbbeler weiter, und das sei bei der geringen Schülerzahl nicht möglich.

„Aber die Kooperation oder Fusion in diesem Bereich wird weiter fortgesetzt und für das kommende Schuljahr 2019/20 angestrebt“, so die weiteren Pläne aus Arnsberg. Die betroffenen Schüler und ihre Eltern seien informiert worden und müssten sich jetzt an anderen Schulen um einen Platz für ihre Kinder bemühen. „Wir werden das Projekt gymnasiale Oberstufe in Kooperation beider Schulen aber konsequent weiterverfolgen."
Hängepartie und Planungsunsicherheit als UrsacheAuch Bürgermeister Dietmar Heß zeigte sich enttäuscht von der Entwicklung. „Die Hängepartie im Frühling hat bei Eltern und Schüler für Verunsicherung gesorgt.“ 42 Schüler wären notwendig gewesen für den Start einer gymnasialen Oberstufe. Doch die Bigge-Lenne-Gesamtschule konnte zum Stichtag im Februar nur 32 Anmeldungen vorlegen. Die Schulleitung wandte sich an die Bezirksregierung und bekam eine Sondergenehmigung und wollte dann eine Kooperation mit der Gesamtschule in Werdohl starten.

„Wir als Schulträger haben uns dann eingeschaltet, aber wohl den Gesprächsfaden nicht intensiv genug gehalten um für Schüler und Eltern eine Planungssicherheit zu schaffen“, so Heß. So orientierten sich Schüler zu anderen Schulen und die Schülerzahl brach stetig weg. Vor zwei Wochen wurde klar, es wird eng und nun nicht mehr machbar. Gymnasiale Oberstufe ab dem Schuljahr 2019/20 Aber auch Bürgermeister Heß schließt sich den Ausführungen von Christoph Söbbeler, Pressesprecher des Regierungsbezirks Arnsberg an und schaut auf das kommende Schuljahr: „Bis zum Herbst muss die Zweckverbandsvereinbarung und das Konzept auf dem Tisch liegen, damit man weiß, wie die Umsetzung in der Praxis aussieht. Dann gibt es auch für alle Seiten Planungssicherheit.“

Der kommende Jahrgang biete auch das notwendige Potential mit immerhin einen starken Jahrgang aus fünf Zügen. „Dann startet die gymnasiale Oberstufe für das Schuljahr 2019/20.“
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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