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Finnentrop, Finnentrop, 19. Juni 2015

Zwölf Unternehmen und Einrichtungen beteiligen sich an „ÖKOFIT"-Projekt

Umwelt- und Klimaschutz auf dem Prüfstand

Die Gemeinde Finnentrop und elf weitere Unternehmen und Einrichtungen der Kommune nehmen an dem Projekt teil.
Die Gemeinde Finnentrop und elf weitere Unternehmen und Einrichtungen der Kommune nehmen an dem Projekt teil.
Foto: Gemeinde Finnentrop
Umweltschutz und Energieeinsparung sind nur einige Schlagworte, die in Zusammenhang mit dem Projekt „ÖKOPROFIT" fallen, das am Donnerstag, 18. Juni in Finnentrop gestartet ist. Zwölf Unternehmen und Einrichtungen beteiligen sich an dem landesweiten Programm und überprüfen in den kommenden Monaten ihre Betriebs- und Geschäftsabläufe - mit dem Ziel, Optimierungsbedarf in Sachen Umwelt- und Klimaschutz zu finden.

„ÖKOPROFIT" steht als Abkürzung für Ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen einer Kommune, der örtlichen Wirtschaft und weiteren regionalen und überregionalen Partnern. „Wenn Unternehmen den Ressourcenverbrauch reduzieren, Energie effizienter einsetzen oder Abfälle vermeiden, dann hat dies zwei positive Aspekte“, erklärte Klimaschutzmanager Gunter Stegemann. „Es entlastet die Umwelt und senkt die Kosten für die Wirtschaft. Das ist gut für den Klimaschutz, denn beides spart beachtliche Mengen an Co2."

In Themen-Workshops erarbeiteten die Vertreter der beteiligten Unternehmen und Einrichtungen Maßenahmen zur Verbesserung von Umweltschutz und Energieeinsparung . „Es geht los bei der Sensibilisierung der Mitarbeiter über die Prüfung des Rohstoffverbrauchs bis hin zu einem betrieblichen Umweltmanagement“, sage Michael Homeyer, Projektleiter von B.A.U.M Consult GmbH zusammen. Er begleitet den Prozess und entwickelt mit den Verantwortlichen bei Betriebsrundgängen und mit Hilfe einer Bestandsaufnahme Vorschläge, die den Zielen des Ökologie-Projektes entsprechen. Prüfungskommission entscheidet über Zertifizierung „Am Ende steht die Auszeichnung als zertifizierter ÖKOPROFIT-Betrieb“, so Homeyer. Dafür ist eine Prüfungskommission, bestehend aus Vertretern einschlägiger Institutionen, der IHK Siegen, der Effizienzagentur NRW, und der Gemeinde Finnentrop, initiiert worden, die zum Schluss eine Begutachtung durchführt und über eine Zertifizierung entscheidet.

Die Zahlen sprechen für „ÖKOPROFIT": Seit 1991 existiert das Projekt, bisher wurde in das Programm in 100 europäischen Städten das eingeführt. In Deutschland ließen sich bislang 3000 Betriebe erfolgreich zertifizieren, davon 1500 aus Nordrhein-Westfalen. Weitere zwölf sollen nun aus Finnentrop dazukommen (siehe Infokasten). Gemeinde beteiligt sich ebenfalls an Projekt Bereits im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Unternehmen durch den Klimaschutzmanager besucht und über das Projekt ÖKOPROFIT informiert. Die Gemeinde Finnentrop ist mit dem Rathaus ebenfalls in diesen Prozess eingebunden, um einerseits der politischen Vorbildfunktion gerecht zu werden. Andererseits sollen durch die Umsetzung ökologischer Maßnahmen auf ökonomischer Seite Kosten eingespart werden. (LP)
Die heimischen Projekteilnehmer
- Heinrich Eibach
- Paul Brüser
- Josef Sprenger Metallwarenfabrik
- Georg Menshen
- AFK Andreas Franke Kunststoffverarbeitung
- MKT Metall- und Kunststofftechnik
- Sparkasse Finnentrop
- wbTEC
- Holzindustrie Funke
- Ferdinand Maag
- Bigge Energie GmbH
- Gemeinde Finnentrop

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