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Finnentrop, Finnentrop-Bamenohl, 2. September 2015

24 Bürger bei Stefan Volperts „Rundem Tisch" / Gerätehaus für Feuerwehr ein Hauptthema

„Überzeugter Basisdemokrat" stellt sich vor und fragt nach

Unabhängiger Bewerber für die Bürgermeisterwahl am 13. September: Stefan Volpert.
Unabhängiger Bewerber für die Bürgermeisterwahl am 13. September: Stefan Volpert.
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Zu einem ersten „runden Tisch“ hatte am Mittwochabend, elf Tage vor der Bürgermeisterwahl, der Kandidat Stefan Volpert in den Gasthof Cordes in Bamenohl geladen. Zwei Dutzend Interessierte waren gekommen, darunter hauptsächlich Vertreter der Feuerwehren vor Ort. Kein Wunder: Ein im Vorfeld ausgegebener Themenschwerpunkt war der geplante Standort für das neue Feuerwehrgerätehaus an der Kopernikusstraße gewesen.

In dieser Hinsicht leitete Manfred Molitor zunächst einmal Aufklärungsarbeit: „Zurzeit ist an dem Standort mit dem Bau der neuen Rettungswache begonnen worden. Dieses liegt in der Hand des Kreises als Träger. Das Feuerwehrgerätehaus ist Sache der Kommune und könnte gebaut werden.“

Volpert fragte auch nach, warum die Wehren aus Bamenohl und Finnentrop nicht fusionieren und wurde auch diesbezüglich von den Wehrleuten über den Stand der Dinge aufgeklärt. Der ehemalige Gemeindeoberverwaltungsrat Helmut Witte erläuterte, dass weniger die Standorte, sondern vielmehr die Ausrückzeiten der Brandbekämpfer von Bedeutung seien. Auf die Frage, ob man bei Glatteis den neuen Standort erreichen könne, reagierte Witte mit einer Gegenfrage: Was wäre, wenn es bei Glatteis oben in Finnentrop brenne? Dann müsse die Wehr auch zur Kopernikusstraße und darüber hinaus, lieferte die Witte die Antwort gleich mit. Volpert schlägt unabhängigen Gutachter vor „Ich bin heute Abend auch hier, um mir mit Hilfe Ihrer Informationen eine Position zu dem Thema bilden zu können. Argumente, die neu für mich sind, werde ich sammeln. Und ob der Standort Kopernikusstraße oder die Alternative, das Gelände Dicke am Kreisel, das Richtige ist, da kann man eine Münze schmeißen.“ Eine Lösung wäre aus seiner Sicht ein unabhängiger Gutachter, der beide Gelände beurteile.
Auch bei der Zusammenlegung der Wehren solle man die „Kleinstaaterei mal außer Acht lassen“ und die „Gräben der Vergangenheit überwinden.“
Zwei Dutzend Interessenten waren gekommen um zu hören, was Bürgermeisterkandidat Stefan Volpert zu sagen hat.
Molitor machte aber auch klar, dass man bereits zehn Jahre lang über das Thema Zusammenlegung diskutiere und so langsam auch keine Lust mehr dazu habe. „Wir Wehren verstehen uns untereinander und arbeiten auch gut zusammen“, schloss er. Mobile Plakatwand für Wahlwerbung Das Thema Wahlplakate kam auch auf den Diskussionstisch. Doch das stieß bei den meisten auf wenig Interesse. „Ob die da hängen oder nicht, ist mir egal,“ so die überwiegende Meinung. Und auch der Satz „Besser weniger als mehr“ war zu hören. Das sah Dr. Heiner David, der den Abend als Moderator fungierte, anders. Wahlwerbung sei ein Mittel der Demokratie. „Ich habe den Ratsbeschluss zwar akzeptiert“, so Volpert, „ihn aber auch öffentlich bewertet.“ Nun habe er einen Anhänger mit einer Plakatwand, der mobil in der Gemeinde aufgestellt werde.
Dr. Heiner David leitete die Versammlung als Moderator.
Auf die Frage von Helmut Witte, was ihn als Bürgermister qualifiziere, verwies Volpert auf seine politischen Erfahrungen in der Kommunalpolitik in Lennestadt und im Rheinland, in politischen Ausschüssen und in der Parteiarbeit. Außerdem habe er BWL studiert. „Ich bin überzeugter Basisdemokrat und meine Stärke ist, dass ich Menschen zusammenführe und somit Harmonie in die Fraktionen bringen kann.“ Persönliche Vorstellung in allen Haushalten binnen drei Jahren Um die Bürger zu motivieren, ihn am 13. September zu wählen, wolle er auch weitere Hausbesuche machen und als Bürgermeister in den kommenden drei Jahren in allen Haushalten der Gemeinde vorsprechen. Freiwilliges Engagement wolle er unterstützen mit regelmäßigen Treffen für Ehrenamtler und einer erweiterten Ehrenamtskarte. Ortsgespräche seien für ihn ein wichtiges Mittel der Meinungsbildung.
Rund 24 Bürger lauschten Volperts Ausführungen.
Eine weitere Versiegelung von Flächen durch Bau- und Industriegebiete wolle er darüber hinaus eindämmen. Industrie soll aber vor Ort gehalten werden, indem man den Bereich regenerativer Energien vorantreibt, die Firmen anspricht und für duale Studien wirbt, so Volpert weiter. „Außerdem könnte ich mir für die Kinder als Freizeitangebot eine Indoorhalle vorstellen.“ Wenn es der Zeitplan zulasse, werde er noch weitere „runde Tische“ auch in anderen Ortsteilen anbieten.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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