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Finnentrop, Finnentrop, 16. November 2015

Gäste erleben mit "Hoffnungslichter" ein beeindruckendes Benefizkonzert

Stimmungsvolles Ambiente in einem bunten Farbenmeer

In einem bunten Lichtermeer erlebten die Zuhörer ein erstklassiges Konzert mit fünf Chören.
In einem bunten Lichtermeer erlebten die Zuhörer ein erstklassiges Konzert mit fünf Chören.
Fotos: Ina Hoffmann
Fünf Chöre haben jetzt in der St.-Johannes-Nepomuk-Kirche in Finnentrop das Benefizkonzert „Hoffnungslichter“ gestaltet. Das Konzert fand zugunsten des Caritas-Hospizdienstes Camino statt.

Die Kirche war in stimmungsvolle Farben getaucht, als die fünf Chöre nach und nach den Altarraum betraten. Mit dabei waren der „Frauenchor Lenhausen“ unter Leitung von Christoph Ohm, die „Schola Finnentrop“ unter Leitung von Sebastian Hatzfeld, „Die Chor´nies“ aus Schönholthausen/ Ostentrop unter Leitung von Heike Schürmann, „La Voce“ aus Schönholthausen/Ostentrop unter Leitung von Hendrik Schörmann und der Projektchor des Pastoralverbundes Bigge-Lenne-Frettertal unter Leitung von Rudolf Hatzfeld. Dieser Chor war eigens für dieses Ereignis gegründet worden. Von der Klassik bis in die Moderne
Von Klassikern wie „Der Mond ist aufgegangen“ über die Vertonung von Gebeten wie „14 Englein um mich steh´n“ bis hin zu modernen Liedern wie „Still“ von Jupiter Jones wurde den Besuchern ein breites Repertoire geboten. Und alles in einem warmen Lichtermeer, für das die Firma Enders und Arens Veranstaltungstechnik aus Olpe verantwortlich war. Camino ist der Hospizdienst der Caritas. Hauptberufliche und geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter begleiten Menschen im fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren Krankheit. Die Mitarbeiter nehmen sich Zeit für Gespräche, hören zu, erledigen wichtige Angelegenheiten für den Sterbenden und begleiten die Angehörigen in dieser schwierigen Zeit.

„Wir von Camino sind sehr dankbar, dass die Regierung sich gegen ein Gesetz zum Assistierten Suizid entschieden hat“, erklärte Gertrud Dobbener, Leiterin des Sozialen Dienstes der Caritas und Koordinatorin für Camino. Und weiter: „Eine Gesellschaft, für die es selbstverständlich ist, Kranke auf eigenen Wunsch von ihrem Leiden zu erlösen, halten wir nicht für erstrebenswert. Es ist wichtig, den Menschen die Angst vor Schmerzen und dem Tod zu nehmen. Dafür nehmen wir uns Zeit. Ganz nach dem Leitspruch von Cicely Saunders: Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Auf Spenden angewiesen Da die Kranken- und Pflegekassen nicht alle Kosten für die Pflege übernehmen, ist Camino auf Spenden angewiesen. Statt eines Eintritts für das Konzert wurden die Besucher gebeten, eine Spende zu entrichten. Dabei kamen nach Angaben von Gertrud Dobbener,
Leitung Sozialer Dienst, mehr als 2600 Euro zusammen.

Journalist und Autor Gisbert Baltes führte durch den Abend. Der in Heggen Geborene engagiert sich seit Jahren für Camino. Neben zahlreichen Anekdoten über das Leben und die Trauer um seine inzwischen verstorbenen Eltern stellte er ein Kapitel aus seinem Buch „Rheinland“ vor und berichtete, wie Rheinländer mit dem Tod umgehen.
Ein Artikel von Ina Hoffmann

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