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Finnentrop, Finnentrop, 4. Dezember 2015

Aber: "Der Kunde muss aktiv werden"

Schnelles Internet für 3000 Haushalte

Vertreter der Gemeinde und der Telekom mit einem Glasfaserkabel, das 3000 Haushalte in der Gemeinde jetzt an das schnelle Internet anbindet.
Vertreter der Gemeinde und der Telekom mit einem Glasfaserkabel, das 3000 Haushalte in der Gemeinde jetzt an das schnelle Internet anbindet.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Ab sofort kann man in Finnentrop, Bamenohl, Weringhausen, Heggen und Hülschotten mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Internet surfen. Das gilt für 3000 Haushalte. Dieses vorgezogene Weihnachtsgeschenk haben jetzt Vertreter der Telekom und der Gemeinde Finnentrop präsentiert.

„Langsam war gestern. Heute sind wir schnell unterwegs auf der Datenautobahn“, freute sich Bürgermeister Dietmar Heß. „Nach den bereits erfolgreich umgesetzten Ausbaumaßnahmen in Lenhausen und Fretter wird unsere Gemeinde damit als Wohn- und Arbeitsort noch attraktiver.“

Wer nun mit Highspeed im weltweiten Netz unterwegs sein will, muss sich allerdings selber um den neunen Anschluss kümmern. „Wir stellen nicht automatisch um“, machte Peter Kroppen, Leiter Infrastrukturbetrieb West der Telekom deutlich. „Der Kunde muss aktiv werden.“ Telekom informiert Die Möglichkeit dazu gibt es schon an diesem Wochenende: Auf dem Weihnachtsmarkt in Finnentrop steht ein Infobus der Telekom. „Vom 7. bis 11 Dezember steht dieser Bus anschließend am unteren Markt beim Rathaus“, ergänzt Ralf Engstfeld, kommunaler Ansprechpartner für den Ausbau. „Außerdem beraten unsere Fachhändler vor Ort bei EP Nöker in Bamenohl und bei Euronics Corte in Attendorn.“ Wer will, kann auch die Hotline 0800/3301000 anrufen.

„In den kommenden Wochen werden auch autorisierte Vertriebsmitarbeiter direkt zu den Kunden kommen“, so Armin Judas, technischer Projektleiter. „Es kann also durchaus sein, dass Mitarbeiter der Telekom an der Haustür schellen.“ Neuer Router Wer das neue schnelle Internet nutzen will, muss allerdings auch einen neuen Router haben. Der kommt zu den monatlichen Kosten hinzu. Für den Einbau empfiehlt Peter Kroppen den Service-Mitarbeiter der Telekom. „Der baut ein und erklärt auch die neue Technik.“

Maximal 15 Werkstage soll die Umstellung dauern. „Das Ziel haben wir uns gesetzt“, ist Ralf Engstfeld optimistisch. Auch der Portmangel soll mit der neuen Technik beseitigt sein.

Insgesamt hat die Telekom in Finnentrop mehr als 39 Kilometer Glasfaser verlegt, außerdem 26 Multifunktionsgehäuse mit modernster Technik neu aufgestellt und mit Glasfaser angeschlossen. „Die grauen Gehäuse können farblich gestaltet werden“, so Armin Judas, „Wenn Gruppen Ideen haben, sollten sie sich mit uns in Verbindung setzen. In anderen Orten sind daraus echte Kunstwerke entstanden.“
Von dem Breitbandausbau der Telekom können übrigens auch die Kunden andere Anbieter profitieren, wenn ihr Anbieter entsprechende Kapazitäten einkauft. Pläne nehmen Gestalt an „Auch die Ausbaumaßnahmen für Schönholthausen, Ostentrop, Frettermühle, Deutmecke, Gierschalde, Schwartmecke und Müllen nehmen Gestalt an“, ergänzt Ludwig Rasche. „Vor kurzem wurde die Markterkundung veröffentlicht, die eine wichtige Grundlage für ein Förderverfahren zum Breitbandausbau darstellt.“

In Hülschotten wird mit dem Highspeed Internet nicht nur das „www“ näher kommen, auch das Mobilfunknetzt im Ort soll entscheidend verbessert werden. Dafür wird ein zusätzlicher Funkmast am Ortseingang aufgestellt.

Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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