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Finnentrop, Finnentrop, 17. August 2015

Acht Jugendliche schreiben HipHop-Song und drehen Video zum Thema Drogen

Reime über Sucht

Rapvideo zum Thema Sucht
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Drei Tage lang haben sich acht Jugendliche zwischen elf und 18 Jahren jetzt im und um das „kinder-, jugend- und kulturhaus" in Finnentrop mit dem Thema Sucht auseinandergesetzt - und zwar auf kreative Weise: „Grünes Blatt“ heißt der HipHop-Song, der am Wochenende vom Text bis zum fertigen Videodreh dabei entstanden ist.

Es geht um Drogen, um die Gefahr von Sucht: „Immer mehr muss es sein,/ immer höher immer stärker“ und „Gefangen im Teufelskreis, /doch alles, alles hat seinen Preis./ Es setzte ihn schachmatt./ Es wendete sich das Grüne Blatt“, heißt es unter anderem im Text, den die Kids zusammen schrieben. Sie kennen sich, besuchen hier den Gitarrenkurs oder gehören zur „groove kitchen“-Gruppe.

Drei Strophen hat der Song, der nach seiner endgültigen Fertigstellung auf YouTube sowie auf der Internetseite der Ginko-Stiftung für Prävention zu sehen sein wird. Unterstützt wurden die Akteure dabei von Jugendhausleiter Michael Hunold, Verena Stamm, Suchtpräventionsfachkraft bei Caritas-AufWind, und Musikproduzent Sebastian Maier. Ermöglicht wurde der Dreh durch die die ginko Stiftung (Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung in NRW). Brainstorming vor dem Songwriting „Sucht hat auch immer eine Geschichte“, weiß Leiter Michael Hunold. „Darüber haben wir zunächst ein Brainstoming gemacht.“ Dann galt es, die richtigen Worte für den Songtext zu finden. Die Musik lieferte Musikproduzent Sebastian Maier aus Herne. Anschließend drehten sie mit Kameramann Jens Schilling das Musikvideo zum Song. Für Musikproduzent Sebastian Maier, genannt „Zap“, immer ein spannender Moment: Bereits seit 2012 arbeitet er mit der Ginko-Stiftung und Jugendlichen zusammen.

„Es war eine tolle und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus, der Caritas und natürlich auch den Kids, die richtig was auf die Beine gestellt haben“, lobte Maier. Nur beim Videodreh am Sonntag musste kurzfristig neu geplant werden. „Wir hatten uns schon verschiedene Orte ausgesucht um Sequenzen zu drehen. Aber der Dauerregen hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, so Sebastian Maier. Daher wurden zunächst Aufnahmen im Haus gemacht, bevor es doch noch raus in den Regen ging. Eine Strophe des Liedes rappt der elfjährige Eric. „Es war schon aufregend, allein vor der Kamera zu stehen", sagte er und - und erledigte das dennoch beinahe locker. Dafür gab es Lob vom Kameramann und Produzenten. Auch die Mädchen in der Truppe gaben alles.

Am Ende des Wochenendes war alles im Kasten. „Ich weiß,“ so Sebastian Maier, „dass ein Songdreh nicht wirklich davon abhält, süchtig zu werden, aber vielleicht sensibilisiert er die Kids ein wenig mehr für das Thema.“ (LP)
Beim Videodreh dabei waren:
Eric Meyer, Kristina Koller, Romina Mauro, Hannah Sommerhoff, Viktoria Meyer, Lea Schneider, Linda Isenberg und Elisabeth Malcew, die allerdings am Sonntag beim Videodreh erkrankt war.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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