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Finnentrop, Finnentrop, 8. August 2015

Bürgermeisterkandidat Stefan Volpert stellt sein Wahlprogramm vor

Parteilos und nah am Bürger

Volpert fordert „Ruhe im Stall“
Fotos: Barbara Sander-Graetz
„Ruhe im Stall!“: Mit diesem Slogan startet Stefan Volpert seinen Wahlkampf als Kandidat um das Bürgermeisteramt in Finnentrop. Am Donnerstag hat er sein Wahlprogramm im Landgasthof Schmitt-Degenhardt in Serkenrode vorgestellt.

Volpert, 51 Jahre, alleinlebender Vater eines zweijährigen Sohnes, wohnhaft in Bilstein und von Beruf „Biolandwirt und im Holzhandel tätig“. Hobbys: „Früher die Jagd, heute mein Sohn und meine 60 Rinder und Schafe.“ Er ist gelernter Betriebswirt, war früher Mitglied der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Jetzt ist er parteilos. Ägypten und Österreich sind seine liebsten Urlaubsländer. „Und zum Amazonas will ich auch noch“, sagt Volpert. Als Kind hat er Karl May gelesen „Am liebsten die drei Winnetou-Bücher.“ Außerdem ist der 51-Jährige im Vorstand von SlowFood Sauerland. Doch warum will der gebürtige Plettenberger ins Finnentroper Rathaus?

„Meine Stärke ist es, dass ich parteilos und unabhängig bin. Ich habe mit den Streitereien in der Vergangenheit nichts zu tun und kann somit zukünftige Dinge unbelastet in Angriff nehmen. Aber wo es erforderlich ist, kann ich auch Bewegung in den Stall bringen. Mein Ziel ist eine Harmonisierung der interfraktionellen und interkommunalen Zusammenarbeit.“ Drei Garantien statt Wahlversprechen Wahlversprechen möchte der parteilose Kandidat um das Bürgermeisteramt nicht machen. Dafür stellt er Garantieren in Aussicht, drei an der Zahl: „Ich möchte möglichst viel Bürgerbeteiligung durchsetzen. Des Weiteren will ich als Bürgermeister in den kommenden drei Jahren alle Haushalte in der Gemeinde persönlich besuchen. Die Bürger sind der Arbeitgeber des Bürgermeisters und haben das verdient. Dabei möchte ich die Impulse der Menschen in der Gemeinde aufnehmen und umsetzen. Als dritten Punkt werde ich mich jährlich von den Bürgern zertifizieren lassen. Ich werde eine Umfrage starten, die ich privat finanziere, um zu erfahren, wie zufrieden die Bürger mit mir und meiner Arbeit sind. Das Ergebnis wird natürlich veröffentlicht.“
Patentrezepte für Finnentrop habe er nicht. „Man muss eine Analyse machen, wo Entwicklungspotential ist und wo die Menschen auch mögliche Veränderungen mittragen.“ Für die Gemeindefinanzierung habe er einen Zehn-Punkte Masterplan, bei dem die Bevölkerung aktiv in die Planung von öffentlichen Ausgaben und Einnahmen einbezogen werden. „Dieser Ansatz eines Bürgerhaushaltes unterscheidet sich grundlegend vom bisherigen konservativen Denken, in welchem die Verwaltung plant und die Politik entscheidet. Konkret soll die Beteiligung in drei Schritten erfolgen: Informationsphase, die den Bürger über den Haushalt informiert, dann die Beteiligungsphase, wo die Einwohner ihre eigenen Ideen und Schwerpunkte einbringen können. Und die Rechenschaftsphase, in der die Kommune Auskunft über die Ergebnisse gibt.“ Entscheidung für Kandidatur fiel 2014 Das Schlüsselerlebnis, sich um das Amt in Finnentrop zu bewerben, hatte er vor einem Jahr. „Der Wahlausschuss der Gemeinde Finnentrop hatte zwei Kandidaten zur Kommunalwahl nicht zugelassen, die aber nachträglich vom Kreiswahlausschuss auf die Wahlliste kamen." Da sei in ihm der Wunsch gereift, in Finnentrop Politik zu machen. Und zwar an vorderster Front. Bis zur Bürgermeisterwahl am 13. September können Interessierte Stefan Volpert auch zu sich nach Hause, zum Vereinsfest oder zum Stammtisch einladen - per E-Mail. Sollte er tatsächlich Bürgermeister von Finnentrop werden, sei auch ein Wohnungswechsel von Bilstein in die Gemeinde nicht ausgeschlossen.

Das komplette Wahlprogramm gibt es online
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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