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Finnentrop, 26. Januar 2018

Neuausrichtung der Eibach-Stiftung Finnentrop

Künftig wird das Projekt „Fremd wird Freund im Sauerland“ von der Eibach-Stiftung unterstützt.
Künftig wird das Projekt „Fremd wird Freund im Sauerland“ von der Eibach-Stiftung unterstützt.
Foto: Eiibach-Stiftung
Finnentrop. In den vergangenen zehn Jahren unterstützte die gemeinnützige Eibach-Stiftung mit dem „Sauerländer Sprachsommer“ junge Menschen mit Migrationshintergrund beim Erlernen der deutschen Sprache und der Integration in ihr neues Lebensumfeld. Durch die zunehmende Einwanderung in den vergangenen Jahren und die damit verbundenen Herausforderungen hat sich die Eibach-Stiftung entschlossen, ihre Tätigkeiten neu auszurichten und die Sprachförderung gezielter und individueller zu gestalten.

Hintergrund der Überlegungen sind unter anderem Schwierigkeiten, Kinder von Migranten ohne jegliche Sprachkenntnisse zur Teilnahme am „Sauerländer Sprachsommer“ zu motivieren bzw. deren Eltern über das Bildungsangebot umfassend zu informieren. Deshalb wird die Eibach-Stiftung künftig den „Sauerländer Sprachsommer“ einstellen und ihr Förderungsangebot stattdessen ganzjährig in den Schulalltag integrieren.

Ab Februar 2018 stellt die gemeinnützige Stiftung der Verbundgrundschule Lennetal mit den Standorten in Finnentrop, Bamenohl und Rönkhausen zusätzliche Kräfte zur Verfügung, die dann als „Mini-Jobber“ für etwa zehn Stunden pro Woche den Lehrkörper unterstützen und aus dem Unterricht heraus in Kleinstgruppen direkt mit den Kindern arbeiten. Die Kräfte werden in einem 160 Stunden dauernden Lehrgang auf ihre Aufgabe speziell vorbereitet und sollen in enger Absprache mit den Lehrern arbeiten. OGS-KooperationOrganisatorisch wird die Betreuung über die Offene Ganztagesschule (OGS) des DRK-Kreisverbandes Olpe abgewickelt, wo die Kinder täglich von 7.30 bis 15 Uhr betreut werden. Der Vorteil dieses neuen Konzeptes ist, dass durch die Betreuung an der Schule alle Kinder erreicht werden können, unabhängig davon, ob die Eltern der Förderung zustimmen oder nicht. Damit können beispielsweise auch junge Mädchen aus anderen Kulturkreisen erreicht werden.

Neben dieser Förderung unterstützt die Eibach-Stiftung künftig auch ein weiteres Projekt: „Fremd wird Freund im Sauerland“. Der Verein „In safe hands“, vertreten durch Jonas Ermes, ehemaliger Profitorwart des VfL Bochum, fördert sozial benachteiligte Kinder mithilfe des Sports. An wöchentlich stattfindenden Fußball-Trainings können alle Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren teilnehmen, wobei sich das Angebot hauptsächlich an benachteiligte Kinder richtet, sei es aufgrund der Sprache, der Herkunft oder des sozialen Umfeldes.

Durch die Kombination beider Projekte erreicht die Eibach-Stiftung Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren in der Gemeinde Finnentrop und bietet ihnen umfassende Förderung.
Hintergrund:
Wilfried Eibach gründete 2006 zusammen mit seiner Frau Nina die gemeinnützige „Eibach-Stiftung“ mit einem Stiftungskapital von mehr als einer Millionen Euro. Zu den Stiftungszwecken zählen die Förderung von Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, Völkerverständigung, Jugendhilfe und die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen.
(LP)

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