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Finnentrop, Finnentrop, 1. Mai 2016

"Maiböcke" feiern mit zahlreichen Gästen in den 1. Mai

Fotos: Barbara Sander-Graetz
Auch in diesem Jahr begrüßten die „Maiböcke“ aus Finnentrop mit zahlreichen Gästen den Wonnemonat Mai. Nachdem am Abend des 30. April bei trockenem Wetter und angenehmen Temperaturen der Maibaum aufgestellt worden war, folgte der gemütliche Teil des Abends mit Bier vom Fass, Leckereien vom Grill und viel Musik.

Seit 1989 wird im Ortszentrum ein Maibaum aufgestellt. 1994 wurde dieses Fest ausgeweitet und beginnt seitdem mit einem Dämmerschoppen am Vorabend. Alle Veranstaltungen finden unter freiem Himmel statt, aber im Schutz der mobilen „Maibock-Laube“ und dem Carport der Familie Lothar Nies. Die Open-Air-Veranstaltung für Groß und Klein (,,Frühschoppen unter dem Maibaum“) findet seit 1992 am 1. Mai in direkter Nähe zum Maibaum statt.

Die Errichtung des Baumes, lackiert in den traditionellen Schützenfarben grün und weiß, geziert mit Kranz und Darstellungen der für den Ort bedeutenden Symbole, begründet letztendlich auch den Namen des Clubs: „Maiböcke Finnentrop“. Die „Maiböcke“ gründeten sich im Jahre 1988. Vor 28 Jahren schlossen sich einige junge Männer Finnentrops zusammen, um den Brauch eines großen Osterfeuers im Ort wieder aufzunehmen. Dieses Ereignis diente gleichzeitig zur Gründung eines damals noch namenlosen Clubs, der es sich zur Aufgabe machte, den im Sauerland alten und bekannten Brauch des Osterfeuers auch in Finnentrop weiter bestehen zu lassen. Aber warum nur ein Osterfeuer machen? Daher war schnell klar: Die „Maiböcke“ stellen auch den Maibaum auf. Der Maibaum wird Ende Juni vor dem Finnentroper Schützenfest abgeschmückt und als Fahnenmast für die vereinseigene Fahne genutzt. Um die Attraktivität des „Vogelschießens“ zu erhöhen, geröffneten die „Maiböcke“ 1996 eine Schießkasse, die von Günter Frings 1999 als Schützenkönig geleert wurde. Der 2000er König Günter Pape war wieder ein „Maibock“ und stammte aus der 2. Korporalschaft. Im Jahr 2005 wurde Michael Bienert der dritte Schützenkönig aus den Reihen der „Maiböcke“. Auch der derzeitig amtierende König Bernd Pape und Jungschützenkönig Kevin Mennekes gehören dem Club an.

Alle an den Festzügen teilnehmenden „Maiböcke“ gehen geschlossen in der ‚Zweiten‘ und versorgen die restlichen Schützenbrüder am Treffpunkt mit ihrer erfrischenden Hausmarke. Den Schützenfest-Dienstag gestalten die „Maiböcke“ mit einem eigenen Vogelschießen und Königszug. Und im Advent wird seit 1999 der Stamm des Maibaums mit einem aus Fichtenzweigen gewickelte Adventskranz verziert.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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