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Finnentrop, 11. November 2017

1000 Schritte in eine klimafreundliche Zukunft

LenneSchiene: Urkunden für den Klimaschutz

Vertreter der acht Kommunen an der LenneSchiene erhielten Urkunden für ihren Einsatz für den Klimaschutz.
Vertreter der acht Kommunen an der LenneSchiene erhielten Urkunden für ihren Einsatz für den Klimaschutz.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Finnentrop. Bevor am Freitag, 10. November, die zweite Runde der Lennekonferenz im Rathaus Finnentrop an den Start ging, nutzten Dr. Heinrich Dornbusch, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, und Dr. Stephanie Arens von der Südwestfalen Agentur die Gelegenheit, um Vertretern aller acht Kommunen an der Lenneschiene mit einer Urkunde für ihr Klimaschutzengagement auszuzeichnen.

Bis 2022 sollen insgesamt 1000 Schritte in eine klimafreundliche Zukunft aufgezeichnet werden, die als positive Beispiele vorangehen und zum Mitmachen anregen. Das Projekt „LenneSchiene“ ist der 223. Schritt.

In diesem Projekt ziehen die acht Anrainer-Kommunen Schmallenberg, Lennestadt, Plettenberg, Werdohl, Altena, Iserlohn und die Gemeinden Finnentrop und Nachrodt-Wiblingwerde auf einer Länge von 85 Kilometern an einem Strang, um den Fluss wieder stärker in die Lebenswelt der Menschen zu integrieren. Hausherr Bürgermeister Dietmar Heß begrüßte die Gäste: „In Bonn findet die Weltklimakonferenz statt und wir widmen uns heute auch hier unter anderem dem Klima im kleinen Bereich.“ Allerdings gibt es eine Verbindung nach Bonn, denn am kommenden Mittwoch wird eine Delegation am Pumpspeicherkraft der Mark-E erwartet.Die Lenne aufwerten„Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung werten die Lenne städtebaulich, ökologisch und touristisch auf und sorgen für ein neues Lebensgefühl der 235.000 Einwohner, die zwischen Schmallenberg und Iserlohn leben“, so Dr. Stephanie Arens. Sie freute sich, dass die Projekte gerade an der Lenneschiene mit der Renaturierung und dem entstandenen 140 Kilometer langen  Radweg „LenneRoute“ für die Menschen begreifbar sind. „Klimaschutz ist oft ein sperriger Begriff. Daher ist es wichtig, Projekte, die die Alltagswelt der Menschen betreffen, zu initiieren.“

„Das Projekt ‚LenneSchiene‘ zeigt, wie nicht nur die Natur von solchen Maßnahmen wie Hochwasserschutz, Förderung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt sowie Renaturierung profitiert, sondern auch die Lebensqualität der Bürger verbessert wird. Dieses Engagement verdient es gewürdigt zu werden“, so Dr. Heinrich Dornbusch. Symbolischer SchuhabdruckNeben der Urkunde für jede Kommune und einer Infotafel wurde auch ein Schuhabdruck genommen, der den 223. Schritt symbolisieren soll. Im Anschluss fand die Lennekonferenz statt, auf der die Ergebnisse des Projektes vorgestellt wurden und Zukunftsperspektiven  mit der „LenneSchiene 2.0“ für die Region diskutiert wurden.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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