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Finnentrop, Finnentrop/Wacken, 31. Juli 2015

„Wacken Open Air": Wetterverhältnisse machen Festival-Besuchern zu schaffen

Kreative Notlösungen im Schlamm

Metal-Party im Schlamm
Wacken versinkt im Schlamm. Und damit auch das Open-Air-Festival. Mittendrin sind die Wacken-Fans aus Finnentrop, die sich die Laune von den widrigen Witterungsbedingungen aber nicht verhageln lassen - auch dank ihrer umfangreichen Vorbereitungen. Ein Zwischenbericht.

„Es ist nichts mehr trocken“, erzählt Frederik. Schon die Ankunft und der Aufbau des Camps seien im Regen erfolgt. „Wir haben zum Glück Innen- und Außenzelte sowie Feldbetten. Matratzen auf den Böden sind innerhalb von kurzer Zeit durchgeweicht.“ Rund 30 Liter Regen pro Quadratmetern hätten das Festivalgelände in der Donnerstagnacht in eine Seenlandschaft verwandelt, so Fredrik. Selbst die Geländefahrzeuge der Organisatoren hätten Mühe gehabt, durch den Schlamm zu kommen.
„Eigenlicht kommt man nur noch mit großen Treckern durch“, erzählen die Finnentroper im Gespräch mit LokalPlus. Ihre Autos und der LKW stecken mittlerweile im Schlamm fest. „Das Wetter soll zum Glück besser werden, und so hoffen wir, am Sonntag auch vom Gelände zu kommen, ohne von Treckern oder anderen Fahrzeugen aus dem Schlamm gezogen werden zu müssen. Aber bei man kleineren Autos könnte es zu einem echten Problem werden. Die stecken zentimetertief fest in der Suppe.“
Doch die Finnentroper lassen sich von dem Wetter nicht die Laune verderben. Schlamm und Regen gehörten in Wacken dazu. Wärmen kann man sich am XXL-Grill. Und zur Not schafft Kreativität Abhilfe in Notsituationen: Da Schuhe oder Stiefel gern im Schlamm stecken bleiben-, werden die Schuhe einfach mit Plastiktüten umwickelt. Eine Mütze wärmt den Kopf und hält den Regen ab.
Dass das Festivalgelände mittlerweile mehr einem schlammigen See als einer Wiese gleiche, halte die Metal-Fans übrigens nicht vom Headbangen, Moshen und Feiern ab, erzählt die Finnentroper Gruppe. Nachdem die heimische Feuerwehrkapelle, die „Wacken Firefighters“, das Festival am Donnerstag traditionell eröffnet hatten, lieferten die Mittelalter-Rocker von „In Extremo“ und die US-amerikanische Power-Metal-Band „Savatage“ die ersten etatmäßigen Klänge.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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