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Finnentrop, 12. Januar 2018

Neujahrsempfang in Finnentrop

Jugendbürgerpreis geht an Buspatenschaften-Projekt

Jugendbürgerpreis geht an Buspatenschaften-Projekt
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Finnentrop. Beim Neujahrsempfang im Rathaus ist am Donnerstagabend, 11. Januar, zum achten Mal der Jugendbürgerpreis der Gemeinde Finnentrop verliehen worden. Neuer Preisträger ist das Projekt „Buspatenschaften an den Schulen“, das bereits 2002 ins Leben gerufen für das Schulzentrum Finnentrop ins Leben gerufen wurde.

Initiiert wurde das Projekt damals von der Gemeinde als Schulträger und den Schulen in Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen und der Polizei. Sinn und Zweck: den Schulweg für die Schüler sicherer zu machen. 2002 besuchten rund 970 Schüler die damalige Haupt- und Realschule; insgesamt 630 nutzten den Buslinienverkehr, um zur Schule und wieder nach Hause zu kommen.

Durch Drängeleien, Raufereien und ähnliches kam es immer wieder mal zu gefährlichen Situationen und Beinahe-Unfällen beim Einsteigen in die Busse. Auch die Busfahrer beschwerten sich teilweise über das Verhalten der Schüler. So entstand die Idee, in den Bussen Paten einzusetzen, die in den Bussen und an Haltestellen für Ruhe, Sicherheit und Disziplin sorgen. Das Projekt laufe bis heute sehr erfolgreich und habe den Schulweg sicherer gemacht, lobt die Verwaltung. Rote Karten bei Fehlverhalten Heute gibt es das Buspaten-Projekt auch an der Gesamtschule Finnentrop und im Grundschulverband Lennetal am Schulstandort Rönkhausen. Hier werden Schüler der dritten Klasse zu Buspaten ausgebildet – und zwar in Zusammenarbeit mit Polizist Ralf Schnell. Neben der Theorie folgt auch das praktische Üben im Bus. Anschließend wird entschieden, wer qualifiziert ist, als Buspate tätig zu werden. Anfangs arbeiten die neuen Buspaten mit den „alten Hasen“ aus der vierten Klasse zusammen. Die Buspaten tragen Warnwesten und sind somit sofort erkennbar. Verhält sich ein Schüler falsch, indem er andere gefährdet, erhält er sprichwörtlich eine „rote Karte“ und das Verhalten wird den Eltern und dem Klassenlehrer mitgeteilt. Lehrer als Betreuer Einmal im Jahr gibt es für alle Buspaten ein Erfahrungsaustausch und als Dank für ihren Einsatz bekommen die aktiven Buspaten ein Eis oder eine Pizza spendiert. Betreut werden die Buspaten am Schulstandort Rönkhausen von den beiden Lehrerinnen Ramona Barth und Benita Frieske. An der Gesamtschule Finnentrop hat diese Aufgabe Jörg Buttgereit übernommen. Für diese drei gab es einen Blumenstrauß.

Stellvertretend für alle Buspaten nahmen Chiara Castagna, Jasmin Junge (ehemalige Hauptschule), Luca Wlochowicz, Marc Deitenberg, Nico Güthe (Gesamtschule), sowie Pascal Decker, Sophie Hoffmann und Samuel Wiethoff (Grundschule Rönkhausen)  die Urkunde sowie einen Scheck für die jeweiligen Schulen entgegen. Für die Buspaten selber gab es eine Finto-Freikarte, und sie durften sich ins Ehrenbuch der Gemeinde Finnentrop eintragen. Marc Deitenberg gab zum Abschluss noch einen kurzen Einblick in die Arbeit als Buspate und stellte fest: „Eigentlich läuft das ganz gut.“

Der Jugendbürgerpreis wurde im Jahr 2010 im Rahmen der Lokalen Agenda 21 ins Leben gerufen. Der Bericht zum diesjährigen Neujahrsempfang folgt.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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