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Finnentrop, 08. Dezember 2017

Sieben Projekte ausgezeichnet

Gemeinde Finnentrop ehrt Gewinner des Umweltschutzpreises

Die Gewinner des Umweltschutzpreises der Gemeinde Finnentrop mit der Jury um Bürgermeister Dietmar Heß.
Die Gewinner des Umweltschutzpreises der Gemeinde Finnentrop mit der Jury um Bürgermeister Dietmar Heß.
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Finnentrop. Die Gemeinde Finnentrop hat am Donnerstag, 7. Dezember, sieben Träger des Umweltschutzpreises ausgezeichnet und Preisgelder in Gesamthöhe von 1000 Euro vergeben. In zwei Kategorien gab es gleich drei Gewinner. Neuer Kooperationspartner der Gemeinde und damit Sponsor der Prämien ist die Gelsenwasser AG.

Bis zum 15. November waren Bewerbungen für den Umweltschutzpreis möglich gewesen, ehe die Jury, bestehend aus Ralf Paul Beckmann (Vorsitzender der Umwelt, Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde), Ulrich Hilleke (Fachbereichsleiter Planen, Bauen und Wohnen), Brigitte Kümhof (Fachkraft für Umweltschutz) sowie Bürgermeister Dietmar Heß und Johannes Paus (Gelsenwasser) die Preisträger auswählten. Die beiden Letztgenannten nahmen schließlich auch im Rathaus die Siegerehrung vor – und zwar in den Kategorien „Kinder und Jugendliche“ und „Erwachsene“.

Über eine Anerkennung in Form von 100 Euro durfte sich der katholische Kindergarten St. Matthias aus Fretter freuen. Im Rahmen des Projektes „Insektenhotel“ waren im Frühjahr und Herbst wieder die „Waldfüchse on tour“ gewesen. Sie untersuchten die tierischen Bewohner des Waldes, nahmen unter anderem Insekten unter die Lupe. Und schließlich wurde ein Insektenhotel gebaut, damit die Tiere einen sicheren Unterschlupf haben. Kinder-Wertung: Kiga Rönkhausen belegt Platz eins Eine Anerkennung  und damit verbunden eine Prämie von 100 Euro ging auch an das „kinder-, jugend & kulturhaus“ Finnentrop.  Prämiert wurden die drei Projekte „Wald- und Sinneswochen“, bei dem die Kinder  für die Natur und besonders für den Wald sensibilisiert wurden, das „Klimafrühstück“ und das „Klimaschutzkonzept“. Energiesparen, regionale Produkte und Recycling standen dabei im Vordergrund.

Der erste Preis in der Kategorie „Kinder und Jugendliche“ ging in diesem Jahr  an den katholischen Kindergarten St. Antonius Rönkhausen. „Wir haben die Welt gerettet“, sagte Kindergartenkind John. Das gab 200 Euro Preisgeld. „Liebe Welt, wir möchten, dass es dir gut geht“ war der Titel des Projekts. Dabei ging es um die langfristige Auseinandersetzung mit den Themen Müll, Nachhaltigkeit und Ökologie. Dazu gab es eine eigens zusammengestellte Kinderkonferenz, in der Vorschläge erarbeitet und umgesetzt wurden, darunter auch Mülltrennung und das „Wir gehen zu Fuß zum Kindergarten“-Prinzip zur Vermeidung von Autoabgasen. Imker Hubert Wicker gewinnt „Erwachsenen“-Wertung Bei den erwachsenen Preisträgern gingen jeweils 100 Euro an zwei Preisträger. So wurde Kirsten Balve aus Serkenrode für die energetische Sanierung des Hauses Balve aus dem Jahre 1974 in Serkenrode ausgezeichnet. Ihr Vater Hubert Kathol und Tochter Leonie nahmen den Preis entgegen. Dieselbe Prämie ging an die Dorfgemeinschaft Frielentrop. Deren Mitglieder haben ein Fünf-Sterne-Insektenhotel auf einer neu angelegten Grünfläche im hinteren Bereich des Ortes geschaffen.

Für sein Lebenswerk bekam Hubert Wicker den ersten Preis und ein Preisgeld in Höhe von 200 Euro überreicht. Er wurde damit zum dritten Mal in diesem Rahmen geehrt und ausgezeichnet. Hubert Wicker hat sich ganz der Imkerei verschrieben und unternimmt alles Mögliche, damit es Bienen gut geht. Wildblumenwiese, Obstwiesen, Grünstreifen und ein „BIZ“, ein „Bieneninformationszentrum“, sorgen für ein summendes Paradies in Hülschotten. Aber auch bei Nistkästen-Aktionen oder der Schaffung von Laichplätzen ist Hubert Wicker mit von der Partie. Müllsammler ebenfalls auf Platz eins Ebenfalls den ersten Preis belegten auch die Eheleute Ingrid und Werner Friedrich aus Lenhausen. Friedhelm Tomba hatte ihr Engagement in Sachen Müllsammeln als preiswürdig vorgeschlagen. Dieses wurde gern aufgegriffen, denn das Ehepaar ist täglich unterwegs um den Müll andere einzusammeln. Ob Parkplätze oder Lennepark, sie sorgen für Sauberkeit im öffentlichen Raum.

„Alle Projekte sind auch Anregungen für andere, es den Umweltpreisträgern nachzuahmen und sich für die Natur und ihre Umwelt einzusetzen“, hofft die Jury auch zukünftig auf vielfältigen Einsatz der Finnentroper Bevölkerung für die Umwelt.

Bildergalerie: Die sieben Preisträger 
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

Bildergalerie: Gemeinde Finnentrop ehrt Gewinner des Umweltschutzpreises