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Finnentrop, 19. Mai 2017

Feierstunde im Schloss Bamenohl: Zehn Jahre Sauerlandradring

Im Schloss Bamenohl war viel los: Viele Gäste feierten das Zehnjährige des Sauerlandradrings.
Im Schloss Bamenohl war viel los: Viele Gäste feierten das Zehnjährige des Sauerlandradrings.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Die Tagesordnung am Freitag, 19. Mai, in Schloss Bamenohl war umfangreich: Zehn Jahre Sauerlandradring und damit verbunden die Freigabe der neuen Radwege im Lenne- und Biggetal. Die Unterzeichnung der Qualitäts- und Marketingvereinbarung zwischen den fünf Partnerkommunen, der Sauerland Radwelt und dem Sauerland-Tourismus. Und zum Abschluss die Unterzeichnung der neuen Sponsoring Vereinbarung zwischen der Sauerland Radwelt und den Sparkassen am Sauerlandradring.

Vor zehn Jahren haben die Kommunen Finnentrop, Eslohe, Schmallenberg und Lennestadt den Sauerlandradring entwickelt. Vor fünf Jahren kam mit der Stadt Meschede die Nordschleife, die seit 2017 Hennesee Schleife heißt, hinzu. Entstanden ist ein Rundradweg mit 84 Kilometern Länge, der mit der Hennesee Schleife um 40 weitere Kilometer ergänzt werden kann.

Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß begrüßte Vertreter aller Kommunen im Schloss Bamenohl und lud ein zu einem kurzen Rückblick in die Anfänge des Radwegenetzes in der Gemeinde Finnentrop. Ausschlaggebend sind und waren für viele Radwege ehemalige Bahntrassen, die zu Radwegen umgebaut wurden. Paradebeispiel für interkommunale Zusammenarbeit „Ludwig Rasche hat damals Dias von der Bahnstrecke gemacht und konnte somit den Ratsmitgliedern ganz neue Perspektiven auf die Dörfer bieten.“ Ein „Durchbruch“ war schließlich auch die Nutzung des „Kückelheimer oder Fledermaustunnel“, der die Gemeinden Finnentrop und Eslohe verbindet. „Im vergangenen Jahr haben ihn 28.000 Radfahrer durchfahren.“

„Beim SauerlandRadweg haben wir kollegiale Zusammenarbeit auf allen Ebenen erlebt und auch Freundschaften geschlossen. Er ist ein Paradebeispiel für interkommunale Zusammenarbeit“, so Heß.
Nach Grußworten von Thomas Weber, Geschäftsführer von Sauerland-Tourismus, und Ludger Siebert, Landesbetrieb Straßen NRW, ließ Heribert Störmann, Vorsitzender der „Aktionsgemeinschaft Schmallenberg“ und ehemaliger Leiter  des Schmallenberger Bauamtes, die Anfänge des SauerlandRadringes mit seinem Vortrag „Vom Bahnfahren zum Radfahren“ noch einmal lebendig werden.

Jannik Müller, Projektleiter der Sauerland-Radwelt, ergänzte anschließend mit weiteren Zielen und Aussichten die Zukunftsideen für den Sauerlandradring. Offizielle Freigabe Nach dem Vortrag von Harald Spierling vom Regionalverband Ruhr über die Bedeutung des Radfahrens und des Radtourismus wurden schließlich die beiden Verträge unterschrieben. Zunächst kam die frische Tinte unter den Vertrag über die weitere Sponsoring Vereinbarung mit den Sparkassen, dann unterschrieben die politischen Vertreter der Kommunen die Qualitäts- und Marketingvereinbarung, die eine gemeinsame Entwicklung des Sauerlandradrings festlegt.

Danach waren alle aufgefordert, in die Pedalen zu treten, was allerdings angesichts des Regens nur von einer kleinen Gruppe umgesetzt wurde, um die neuen Radstrecken zwischen Bamenohl und Finnentrop sowie zwischen Finnentrop und Heggen offiziell freizugeben. Der Abschluss des Tages wurde in der „Players Lounge“ gefeiert.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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