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Finnentrop, Finnentrop, 1. September 2015

Jugendforum als erster Schritt zum Jugendparlament / Freie Wähler als Unterstützer

„Es muss ich etwas ändern in der Gemeinde"

Die Ansprechpartner des Jugendforums: (von links) Nicolai Dolle, Aylin Daus und David Sopora.
Die Ansprechpartner des Jugendforums: (von links) Nicolai Dolle, Aylin Daus und David Sopora.
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Nicolai Dolle, Aylin Daus und David Sopora sind ab sofort die drei Ansprechpartner für alle Jugendlichen in der Gemeinde Finnentrop. Das Trio will - mit Unterstützung der Freien Wähler - zunächst ein Jugendforum und letztlich ein Jugendparlament gründen.

Zu einem ersten Treffen hatten am Montagabend die Freien Wähler alle Jugendliche ins Rondell der Festhalle Finnentrop geladen. Sieben Jungen und Mädchen folgten der Einladung. Mit Nicolai Dolle, Aylin Daus und David Sopora stellten sich am Ende der Versammlung drei Jugendliche zur Verfügung, die das Vorhaben nun vorantreiben wollen.
Christian Vollmert, Clemens Bernemann und Marcell Hesse (von links) von den Freien Wählern.
„Es muss ich etwas ändern in der Gemeinde, denn wir scheinen denen da oben egal zu sein“, erklärte Aylin Daus ihre Beweggründe, sich für ein Jugendparlament einzusetzen.
Acht Jugendliche waren der Einladung der Freien Wähler gefolgt, um ein Jugendparlament auf den Weg zu bringen.
Zunächst wird es aber ein Jugendforum geben. „Wenn wir ein Jugendparlament wie in Attendorn oder Lennestadt haben wollen, müssen zuvor Wahlen in einzelnen Wahlkreisen stattfinden“, sagte Clemens Bernemann, 2. Vorsitzender der Freien Wähler. „Daher wäre es ratsam, zunächst ein Jugendforum einzurichten. Das geht auch ohne Wahlen, und ihr könnt Jugendliche einladen, ihre Vorschläge und Wünsche aufnehmen und sie als Anträge in den Rat mit einbringen." Das Jugendparlament, so Bernemann weiter, sei dann der zweite Schritt. Kritik an Bürgermeister Dietmar Heß Eine Liste, was sich in Finnentrop ändern muss, damit sich auch Jugendliche in der Politik wiederfinden, hatte Nicolai Dolle schon im Gepäck. „Vor einem Jahr habe ich schon mal bei Bürgermeister Heß vorgesprochen, um ein Jugendparlament auf den Weg zu bringen. Doch mein Anliegen hat es nicht einmal bis in eine Ratssitzung geschafft. Als Einzelkämpfer ist es schwer, doch ich hoffe, wenn wir Jugendlichen uns zusammenschließen, dass wir dann Gehör finden“, sagte Dolle.
Die Freien Wähler wollen die Arbeit unterstützen.
Die Freien Wähler sicherten ihre Unterstützung zu, obwohl „das Jugendforum überparteilich und unabhängig" sein sollte, stellte Bürgermeisterkandidat Christian Vollmert klar. „Wir wollen die Idee nur unterstützen.“

Ein Kulturprogramm auch für Jugendliche, kostenloser Schülerverkehr, aber auch Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den Vereinen und Institutionen waren nur einige der Vorschläge, die Nicolai Dolle unterbreitete. „Beim Lennepark sind wir nicht gehört worden.“ Ein Beachvolleyball-Feld oder weitere Boule-Bahnen könne man sich vorstellen. „Außerdem sollte auch das Angebot des Kinder-, Jugend- & Kulturhauses für Jugendliche außerhalb von Finnentrop attraktiv sein“, fügte Dolle hinzu. Termine werden im Netz veröffentlicht „Ihr seid dabei, wirkt mit und dann hoffen wir, dass der Bürgermeister und der Rat eure Ideen umsetzen“, so Clemens Bernemann. Termine des Jugendforums werden in den sozialen Netzwerken publik gemacht.
Ansprechpartner des Jugendforums:
•Nicolai Dolle, 22 Jahre aus Finnentrop, von Beruf Logistiker
•Aylin Daus, 18 Jahre aus Ostentrop, Schülerin am Gymnasium Maria Königin Gymnasium
•David Sopora, 21 Jahre aus Finnentrop, Azubi (Elektroniker)

Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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