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Finnentrop, Finnentrop-Weringhausen, 5. Juli 2015

Dritte Auflage der „Weribik" sorgt für gemeinsame Abkühlung

Erfrischendes Paradies zwischen Strohballen

Abkühlung in der
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Das Thermometer nähert sich langsam aber sicher der 40 Grad Marke und alle schwitzt und stöhnt unter der Hitze. Alle? Nein, in Weringhausen gibt es eine Gruppe tief entspannter Menschen, die bei diesen Temperaturen mal eben in die „Weribik" geht - die erfrischende Kombination aus Karibik und Weringhausen.

Vor drei Jahren hatte Milchbauer Peter Arens die Idee, aus Strohballen und Silagefolie einen Pool für die Kinder in den Sommerferien zu bauen. Die Begeisterung war riesig. Nicht nur die Kinder waren Feuer und Flamme, auch die Freunde von Gaby und Peter Arens pilgerten an heißen Tagen auf ihren Hof und dann in die Weribik.

Jetzt, bei der dritten Auflage, möchte eigentlich niemand mehr die „Weribik" verlassen. „Ich habe Urlaub“, freut sich Hausherrin Gaby Arens, „ich kann die ,Weribik´ genießen, wann ich Lust habe.“ Die Freunde kommen dazu, je nach Arbeitszeit. „Wer Spätschicht hat, kommt morgens, wer morgens arbeitet, kommt am Nachmittag.“ Die Realität gewordene Idee ist in den letzten Jahren gewachsen. So werden die rund 14 Kubikmeter erfrischendes Nass in diesem Jahr von 25 Stroh- und Rundballen eingegrenzt. Sand darf natürlich auch nicht fehlen, denn der kommt in der Karibik nun mal häufiger vor als Wiese. Planschbecken für Kinder und Hunde Neu ist auch eine eigene Cocktailbar, wo auch gern mal an die Männer ein Glas Gerstensaft frisch vom Fass gereicht wird. Dafür musste jetzt Detlev Sprenger sorgen. „Er hat eine Wette verloren und löst seine Wettschuld in Form eines Fässchens ein“ schmunzelt Ehefrau Claudia, die sich schon ein schattiges Plätzchen unter einem der Sonnenschirme gesucht hat. Ein eigener Toilettenwagen sorgt für kurze Wege, und für die kleinsten Besucher der „Weribik" gibt es ein eigenes Planschbecken, was man nur manchmal mit dem Hund teilen muss.

„So lässt es sich aushalten“, sind sich alle einig. Dabei sah es wettermäßig lange nicht so aus, als ob die Weribik in diesem Jahr wieder möglich wäre. „Das Wetter war sehr unbeständig“, so Peter Arens, „und die ,Weribik´ lohnt sich nur bei einer stabilen Wetterlage.“ Doch Sohn Paul wollte trotzdem nicht auf einen ganz besonderen Pool verzichten und so entstand „Pauls Pool to go“. „Ich habe einfach einen Hänger mit Silofolie ausgelegt und den mit Wasser gefüllt“, erzählt der 13-Jährige. „Damit haben meine Freunde und ich dann eine Tour durchs Dorf gemacht.“ So war die Abkühlung auch garantiert. Und für die Herstellung von Wasserbomben reichte es auch aus.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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