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Finnentrop, 06. Juni 2019

Strom in Sekunden und 360° Weitblick

Energiepfad am Pumpspeicherwerk Rönkhausen eröffnet

Eröffneten den Erlebnispfad (von links): Thomas Weber; Dr. Jürgen Fischbach (Sauerland Tourismus), Bürgermeister Dietmar Heß, Erik Höhne, Jörg Klages (Mark-E), Mona Mause (Naturpark Sauerland Rothaargebirge), Beigeordneter Ludwig Rasche und Stefan Grüger (Mark-E).
Eröffneten den Erlebnispfad (von links): Thomas Weber; Dr. Jürgen Fischbach (Sauerland Tourismus), Bürgermeister Dietmar Heß, Erik Höhne, Jörg Klages (Mark-E), Mona Mause (Naturpark Sauerland Rothaargebirge), Beigeordneter Ludwig Rasche und Stefan Grüger (Mark-E).
Foto: Barbara Sander-Graetz
Rönkhausen. Der 1,3 Kilometer lange Rundweg um das Oberbecken des Pumpspeicherwerks Rönkhausen (PSW) war aufgrund von Renovierungsarbeiten in den letzten Monaten gesperrt. Seit Donnerstag, 6. Juni, ist er nach der Modernisierung des Kraftwerks offiziell wieder geöffnet und lädt „schöner denn je“ zum Verweilen ein.

Für die Besucher installierten Mark-E und STAWAG Infotafeln. Die Gemeinde Finnentrop steuerte gemeinsam mit dem Sauerland-Tourismus und dem Naturpark Sauerland Rothaargebirge so genannte Sichtbeziehungen und Bänke bei. Die Verantwortlichen eröffneten den „Energiepfad“ vor dem anstehenden Pfingst­wochenende nun offiziell.
Bis zum Schluss wurde noch Hand angelegt.
„Der Energiepfad ist ein Symbol für 50 Jahre Partnerschaft zwischen Mark-E und der Gemeinde Finnentrop“, so Mark-E Vorstandssprecher Erik Höhne. „Es zeigt uns, wie gut das PSW als technische Anlage akzeptiert ist.“ Im letzten Jahr wurde die Anlage, die seit 2018 in Besitz von Mark-E und STAWAG ist, für 25 Millionen Euro modernisiert und erweitert. „Das PSW ist fit für die Zukunft‘“, betont Mark-E Vorstandssprecher Erik Höhne. „Wir freuen uns, dass wir das Oberbecken gemeinsam noch attraktiver für Besucher machen konnten“, schloss sich Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß an.

Wie diese Technologie zur Stromerzeugung als Energiespeicher funktioniert, zeigt der Energiepfad. Rund um das Oberbecken erwarten die Besucher Energiepfad-Infotafeln zu „Von Null auf 100 in zwei Sekunden“, „Energiespeicher und Multitalent“, „Klimafreundlich in die Zukunft“ und „Power dank Strom“. An den Stationen laden Sitzbänke zum Verweilen ein. Rund um das Becken zeigen drei Sichtbeziehungen in einem 360°-Weitblick Informationen zum Umland auf. Der Wanderparkplatz am Oberbecken ist zudem Endziel des „StoppOmat“ der Gemeinde für Bergzeitfahrten mit dem Rad zwischen Unter- und Oberbecken des Pumpspeicherwerks. „Für die Gemeinde ist das Oberbecken eine ganz besondere Attraktion, die vor allem an den Wochenenden gerne bei einem Familienausflug besucht wird und auch für den Tourismus eine große Rolle spielt. Ich gehe gern mit Besuchern hierher um ihnen das Land der tausend Berge zu zeigen“, erläutert Heß.

Die Gemeinde arbeitet bei der Gestaltung attraktiver Freizeitangebote mit dem Sauerland-Tourismus zusammen, so auch bei der Bewerbung des Weitwanderwegs „Sauerland-Höhenflug“, der durch das Gemeindegebiet Finnentrops verläuft. „Das Oberbecken mit seinem Rundweg ist zudem ein ‚Juwel‘ im Naturpark Sauerland Rothaargebirge“, bestätigt Thomas Weber, Geschäftsführer des regionalen Tourismusverbands.
5000 Euro überreichte Erik Höhne (rechts) an Bürgermeister Heß für einen neuen Spielplatz.
Zum Abschluss überreichte Erik Höhne eine Spende über 5000 Euro an die Gemeinde. Mit diesen Mitteln soll neben dem von der Gemeinde neu gestalteten Wanderparkplatz zusätzlich einen kleinen Kinderspielplatz ermöglichen werden.
Das Pumpspeicherkraftwerk: Baustein der Energiewende
Im Oberbecken des Pumpspeicherwerks stecken insgesamt 735.000 Kilowattstunden gespeicherte Energie. Immer wenn Schwankungen im Stromnetz – beispielsweise durch ein „Mehr oder Weniger“ an erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne – auszugleichen sind, liefert oder speichert es Energie. Öffnen die Kugelschieber der Anlage, strömen aus dem Oberbecken 67.000 Liter Wasser pro Sekunde auf die Pumpturbinen im Krafthaus. Der Stauinhalt reicht für fünf Stunden Betrieb, dann pumpt Mark-E das Wasser zurück vom Unter- in das Oberbecken. Die Technik ist bis auf die beiden künstlich angelegten Speicherbecken unterirdisch installiert.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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