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Finnentrop, 26. April 2017

„Lebensretter der besonderen Art“

DRK Finnentrop ehrt Blutspender

Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß (links) mit Christa Schöttler und Christof Freisen.
Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß (links) mit Christa Schöttler und Christof Freisen.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Serkenrode. Zur Ehrung der Blutspender hatte der DRK-Ortsverein am Dienstagabend, 25. April, in den Gasthof Schmitt-Degenhardt nach Serkenrode geladen. 24 Männer und Frauen wurden für 50, 75 und 100 Blutspenden ausgezeichnet. Außerdem lieferten die Rotkreuzler einen statistischen Rückblick auf das Jahr 2016 zurück und äußerten sich zu den Anforderungen und Entwicklungen beim Blutspenden im Allgemeinen.

„Sie sind Lebensretter der besonderen Art“, lobte Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß in seiner Funktion als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins die Spender. „Sie haben mit Ihrer Spende selbstlos Hilfe für Unbekannte geleistet.“

An 22 Terminen war im vergangenen Jahr in der Gemeinde Finnentrop Blut gespendet worden. Dabei gibt es das Angebot von Bamenohl über Finnentrop und Heggen bis hin nach Lenhausen, Rönkhausen, Serkenrode und Schönholthausen. Hinzu kamen mit der „Bikerspende“ am Lennepark und dem Blutspendemobil auf dem Herbstmarkt zwei Sondertermine. Kliniken setzen auf Reduzierung von „Fremdblutprodukten“ Allerdings hat das DRK in den vergangenen Jahren die Zahl der Termine in der Gemeinde reduziert, da gerade in großen Kliniken auf das so genannte „Patient Blood Management (PBM)“ gesetzt wird. Bei diesem Konzept wird auf eine Reduzierung oder Vermeidung von Fremdblutprodukten gesetzt, sprich: Der Einsatz von Blutkonserven wird drastisch reduziert. Diese kommen erst nach der Ausschöpfung aller anderen therapeutischen Möglichkeiten zum Einsatz.

„Aber“, so machte Christof Freisen vom DRK-Blutspendedienst Hagen klar, „gleichzeitig ist aufgrund der steigenden Lebenserwartung der Menschen mit einem Mehrbedarf an Blutkonserven zu rechnen. Ein Teil der Ersparnis wird langfristig durch den insgesamt gestiegenen Verbrauch bei älteren Menschen aufgehoben.“ Daher sei es wichtig, nicht zu wenig, aber auch nicht zu viele Blutspendetermine anzusetzen. „Wir wollen ja nicht für die Entsorgung Blut spenden.“ 2,26 Prozent aller Einwohner spenden Blut Ein weiteres Problem ist die Zahl der Erstspender. Im vergangenen Jahr konnten in der Gemeinde Finnentrop 61 neue Spender gewonnen werden, im gesamten Kreis waren es 758. „Wir brauchen den Nachwuchs, wenn die ,alten Hasen´ nicht mehr spenden dürfen, müssen andere nachrücken“,  machte Dietmar Heß klar. 1613 Blutspenden wurden an allen Terminen in der Gemeinde insgesamt geleistet. Das sind 29 Spenden mehr als im Vorjahr. „Wenn man es umrechnet, gehen 2,26 Prozent aller Einwohner der Gemeinde zum Blutspenden“, so Heß.
13 Urkunden gab es für diese 50-maligen Blutspender.
Darunter natürlich auch die Jubilare. So wurden Christa Schöttler, Johannes Baumeister, Erwin Brüggemann, Alfons Henke, Helmut Krabbe, Peter Kramer, Christoph Rohrmann, Jörg Römer, Franz-Josef Sangermann, Bernhard Schmidt, Christian Schmitte, Stefan Schröder, Andre Struwe und Paul Wensing für 50 Spenden ausgezeichnet.
Wurden jeweils 75 Mal zur Ader gelassen: Regina Schmidt und Katarina Siewer.
75 Mal gespendet haben Regina Schmidt und Katarina Siewer sowie Heinz Ruhrmann, Bernd Schulte und Berthold Vollmert.
Die beiden Herren in der Mitte ließen sich ebenfalls bereits 75 Mal "anzapfen".
1160 Stunden ehrenamtliche Arbeit Für 100 Spenden wurden geehrt: Alfred Reuter, Andreas Schmidt, Bernd Stuff und Annemarie Schulte-Henke. Letztere gehört auch seit Jahren zur „Stullentruppe“ der Blutspender. Mit ihren Mitstreiterinnen sorgt sie für die Verpflegung, Anmeldung, Spendenbetreuung und den Fahrdienst bei der Blutspende im Frettertal. Auch diesen ehrenamtlichen Helfern dankte Dietmar Heß nochmals ausdrücklich. „Rund 1160 Stunden ehrenamtliche Arbeit wurden im vergangen Jahr rund um die Blutspende vom Ortsverein geleistet. Danke!“
Diese vier Jubilare mit Urkunden haben die 100 vollgemacht.
Anschließend waren alle zu einem gemütlichen Beisammensein, natürlich mit einer herzhaften Stärkung, eingeladen. Auf eine Besonderheit machte Christof Freisen zum Ende noch aufmerksam: „Wenn Sie zukünftig zur Blutspende gehen, reicht ihr Blutspenderausweis nicht mehr aus. Sie müssen zur Identifizierung einen Ausweis oder den Führerschein vorlegen. Ansonsten dürfen Sie leider an dem Tag nicht spenden.“
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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