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Finnentrop, Finnentrop, 3. Mai 2016

Junge Breakdance-Gruppe trainiert regelmäßig im kjk-Haus

Coole Choreografien

Breakdancer trainieren im kjk-Haus
Fotos: Ina Hoffmann
Wummernde Bässe dröhnen durch das „kinder- jugend- & kulturhaus“ in Finnentrop, kleine Zaungäste blicken durch den Türspalt in die Kinderdisco. So wie an jedem Montag. Denn dann ist Probenzeit für die Breakdance-Gruppe.

Die derzeit vier Breakdance-Schüler sind begeistert bei der Sache und können es jeden Montag kaum abwarten, mit dem Training anzufangen. Ali tanzt schon seit zwei Jahren in der Gruppe mit. „Ich bin jeden Montag da. Ich mag die Musik, und ich mag es, immer neue Bewegungen zu lernen. Breakdance ist echt klasse“, sagt der Elfjährige. Gemeinsam mit ihren Trainerinnen üben Ali, Momo (9 Jahre), Ararat (12) und Mika (11) akrobatische Tanzschritte wie Sixstep, Windmill, Kip Up, Worm, Turtle, Headspin oder Handstand.

Bereits seit zehn Jahren wird eine Breakdance-Gruppe in Finnentrop betreut. „Das kjk-Haus wurde mit dem ,Gut drauf´-Zertifikat ausgezeichnet, eine Aktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen verbessern soll. Durch die verschiedenen Tanzkurse möchten wir unseren Teil dazu beitragen, dass Kinder Spaß an Bewegung haben und diese als ganz selbstverständlich empfinden. Die Breakdance-Gruppe ist ein Teil dieser Initiative“, erklärt Michael Hunold, Leiter des kjk-Hauses. Er freut sich darüber, dass mit Laura Papjan und Elisabeth Malcew zwei Eigengewächse der Jugendeinrichtung die Leitung der Gruppe übernommen haben. Die beiden Trainerinnen sind gerade einmal 16 Jahre alt Trainerin Laura ist zwar erst 16 Jahre alt, aber schon ein alter Hase im Breakdance. „Schon als Kindergartenkind war sie oft bei uns und hat getanzt. Wir haben sie immer Gummimensch genannt, weil sie so beweglich war“, erinnert sich Michael Hunold lachend. „Ich glaube, ich habe schon immer getanzt“, sagt Laura. „Ich habe mir selbst beigebracht, wie man ein Rad schlägt oder einen Flic Flac macht. Irgendwann wollte ich gerne mit den anderen Tänzern im kjk-Haus gemeinsam üben und habe ihnen vorgetanzt. Damals gab es nur eine Breakdance-Gruppe für Jugendliche, aber die waren alle begeistert von dem, was ich ihnen vorgeführt habe, und so durfte ich bei ihnen mitmachen“, erinnert sich Laura an ihre Anfänge.
Eine der beiden Trainerinnen gibt eine Kostprobe ihres Könnens.
Seitdem hat sie viel Zeit mit Tanzen verbracht und kann ihr Können seit drei Jahren als Trainerin an die Tänzer der Breakdance-Gruppe weitergeben. Dabei wird sie unterstützt von ihrer Co-Trainerin Elisabeth Malcew, ebenfalls 16 Jahre alt. „Das meiste habe ich selbst im Training von Laura gelernt. Ich betreibe Breakdance erst seit zwei Jahren. Da gibt es immer noch viel Neues zu lernen“, erzählt Elisabeth. Auftritt beim „Internationalen Kinderfest“ Derzeit proben Mika, Ali, Momo und Ararat die Choreografie für ihren nächsten Auftritt beim „Internationalen Kinderfest“ am kommenden Sonntag, 8. Mai, in Attendorn. „Dabei ist uns wichtig, dass die Jungs selbst Ideen einbringen, welche Schritte sie kombinieren möchten, welche Outfits sie tragen oder welche Musik ausgewählt wird“, so Elisabeth. Bei ihrer aktuellen Choreografie tragen die Jungs weiße Plastikmasken. „So wird es noch cooler“, findet Momo.
Und Momo hat auch gleich noch eine Idee: Als Übergang zwischen Mikas und seinem Part macht er mal eben eine Hechtrolle durch Mikas beim Kopfstand geöffneten Beine. Bei ihren Auftritten stehen die vier Jungs nicht alleine auf der Bühne. Ihre beiden Trainerinnen sind immer mit von der Partie. „Wir tanzen aber immer nur kurze Abschnitte mit, damit der Fokus auf unseren Schülern bleibt und sie ihr Können zeigen können“, erklärt Elisabeth. Breakdancer begeistern auch Senioren Dass die Breakdancer ihre Choreografien auch vor Publikum zeigen können, ist Aylin Papjans Aufgabenbereich. Die Organisatorin vermittelt der Gruppe Auftritte, damit möglichst viele Menschen die Moves der Tänzer sehen können. So zeigen die Breakdancer bei verschiedenen Kindergarten- und Schulfesten, Schützenfesten oder beim Kinder- und Jugendfestival in Meggen ihr Können. Auch im Seniorenheim Habbecker Heide in Finnentrop sind die Jugendlichen schon aufgetreten. „Auch wenn die Senioren diese neuartigen Tänze nicht wirklich kennen, ist Tanz ein Medium, das zum Austausch anregt. So kommen die Kinder schnell mit den Senioren ins Gespräch“, erzählt Michael Hunold. „Wir möchten natürlich mit den Auftritten auch erreichen, dass noch mehr Kinder und Jugendliche angesprochen werden und vielleicht sogar bei uns mitmachen möchten“, so Aylin Papjan.
Die Breakdance-Gruppe trifft sich jeden Montag, außer in den Schulferien, von 16 bis 18 Uhr in den Räumen kjk-Hauses. Der Einstieg ist bei jedem Treffen möglich.
Ein Artikel von Ina Hoffmann

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