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Finnentrop, 08. November 2018

Ohne Nachwuchs droht die Auflösung

Caritaskonferenz Heggen braucht neue Helfer

Hiltrud Schnieder (links) und Wilfriede Tilke hoffen auf neue Helfer für die örtliche Caritaskonferenz.
Hiltrud Schnieder (links) und Wilfriede Tilke hoffen auf neue Helfer für die örtliche Caritaskonferenz.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Heggen. Die Caritaskonferenz Heggen benötigt dringend neue Helfer. „Ansonsten müssen wir die Arbeit einstellen“, machte die Vorsitzende Wilfriede Tilke bei der Versammlung der örtlichen Vereine am Mittwoch, 7. Oktober, deutlich. „Dann droht uns das Schicksal wie den Caritaskonferenzen in Lenhausen, Rönkhausen und Finnentrop.“ Sie haben ihre Arbeit eingestellt.

Wilfriede Tilke ist seit mehr als 40 Jahren in der Caritaskonferenz Heggen engagiert, war von 1996 bis 2002 deren 2. Vorsitzende und bekleidet seit 2003 das Amt der Vorsitzenden. Zusammen mit ihrer Stellvertreterin Hiltrud Schnieder ist sie eine von nur noch 17 Frauen, die die Caritaskonferenz in Heggen bilden. Mehr als nur Sammlungen „Die Leute verbinden mit unserer Arbeit oftmals nur die Sammlungen im Sommer und jetzt in der Vorweihnachtszeit“, weiß Hiltrud Schnieder. „Doch wir machen so viel mehr.“ 

Die Caritaskonferenz  organisiert monatlich Seniorennachmittage im Pfarrheim, Frühstückstreffen, die jährlichen Seniorentreffen in der Schützenhalle, engagiert sich sehr im Bereich der Krankenbesuche, gratuliert bei Geburtstagen und gehört von Anfang an dem Team des Warenkorbs in Lenhausen an. Unverzichtbar ist ihre Arbeit mit den örtlichen Vereinen im Bereich der Dorfhilfe. „Wir kennen oft die Not vor Ort und wissen bei dem Einsatz der finanziellen Mittel aus der Dorfhilfe, wer etwas benötigt“, erklärt Hiltrud Schnieder weiter. Altersdurchschnitt: 72 Jahre Mit ihren 50plus Lebensjahren ist sie einer der jüngeren Helferinnen der Konferenz. Genau hier liegt aber das Problem. „Wir sind nur 17 Frauen, die diese vielfältige Arbeit stemmen“, ergänzt Wilfriede Tilke. „Dabei liegt der Altersdurchschnitt bei 72 Jahren. Wir haben allein sechs Frauen, die 80 Jahre und älter sind, aber nur drei, die in den 50er sind.“

Hinzu kommen derzeit vier erkrankte Helferinnen, so dass die Arbeit für die verbliebenen 13 Frauen einfach nicht zu schaffen ist. „Es wäre schade, wenn es heißt, die Caritaskonferenz in Heggen gibt es nicht mehr“, so Wilfriede Tilke. Daher ihr Appell: „Lasst es nicht so weit kommen. Helft uns.“
Weitere Informationen zur Arbeit und den Möglichkeiten geben:
Wilfriede Tilke: Tel. 02721/6252
Hiltrud Schnieder: Tel. 02721/50780
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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