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Finnentrop, 11. Mai 2017

Jahresbericht für 2016

Bürgerbusverein hofft auf weitere Fahrer und Garage

17 Fahrer steuern das Fahrzeug des Bürgerbusvereins Finnentrop.
17 Fahrer steuern das Fahrzeug des Bürgerbusvereins Finnentrop.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Finnentrop. Den Jahresbericht des Finnentroper Bürgerbus hat die Vorsitzende und Geschäftsführerin Dr. Heidi Zimmermann am Dienstag, 9. Mai, bei der Ratssitzung in Finnentrop vorgestellt. Sie präsentierte erfreuliche Zahlen und warb um Unterstützung – sowohl durch weitere Ehrenamtler als auch bei der Suche nach einer Garage für das Fahrzeug.

Seit neun Jahren sei der Bürgerbus eine Erfolgsgeschichte und „komplett durch das Ehrenamt getragen.“ Der Bürgerbus Finnentrop befördere im Monat durchschnittlich 1200 Fahrgäste. „Seit unserer Gründung bis heute sind das rund 122.000 Fahrgäste“, erklärte Dr. Heidi Zimmermann nicht ohne Stolz. 16 ehrenamtliche Fahrer und eine Fahrerinnen sorgen für Bewegung auf den drei Linien. „Wir benötigen aber mehr Frauen und neue Fahrer, denn manche sind wirklich schon seit der ersten Stunde dabei, und das Projekt läuft nur über das Ehrenamt“

Seitdem der neue Bürgerbus seit 2014 im Einsatz ist, gehörten die zahlreichen Werkstattbesuche, die beim Vorgängermodell nötig geworden waren, längst der Vergangenheit an. Das wirke sich auch positiv auf die Kassenlage des Vereins aus. „Finanzielles Polster von rund 35.000 Euro“ Neben dem Fahrkartenverkauf, Einnahmen durch die Werbeflächen auf dem Bus und Landesmittel kommen auch die Mitgliedsbeiträge von derzeit 59 Männern und Frauen in diesem Jahr auf der Habenseite des Vereins hinzu. „Wir haben zurzeit ein finanzielles Polster von rund 35.000 Euro“, so Zimmermann. „Wir kommen damit klar, solange der Bus läuft.“

Ein Problem für den Verein ist die Unterstellung des Fahrzeuges. Diese erfolgt zurzeit bei der Firma Augele. Das sei aber keine Dauerlösung, da man nur nach Rücksprache Zugriff auf die Garage habe. „Wir haben Ausschau nach einer eigenen Garage gehalten, aber die Angebote sind für uns als Verein zu teuer. Daher möchten wir lieber einen Leerstand nutzen.“ Der Blick des Bürgerbusvereins geht dabei in Richtung DRK-Haus in Bamenohl. „Seit einem Dreivierteljahr hoffen wir auf ein Ergebnis und sind auch bereit, in das Gebäude zu investieren.“ Heß: Suche nach Unterstellmöglichkeit könnte bald abgeschlossen sein Ralf Helmig von der CDU-Fraktion lobte die Arbeit des Bürgerbusvereins: „Das läuft in Finnentrop wie geschnitten Brot. Andere Vereine mussten ihre Arbeit einstellen, aber hier ist es eine tolle Sache mit erstklassiger Arbeit.“

Bürgermeister Dietmar Heß machte Zimmermann und dem Verein schließlich mit Blick auf eine Garage und das DRK-Haus mit folgender Aussage Mut: „Das geht jetzt vielleicht schneller, als Sie denken, und ist eine Sache, die sich innerhalb von wenigen Tagen entscheidet.“
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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