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Finnentrop, 22.09.2021

Neuer Bus ist bestellt

Bürgerbus Finnentrop braucht dringend neue Fahrer

Bürgerbus Finnentrop braucht dringend neue Fahrer
privat
Finnentrop. Trotz Einschränkungen hat sich der Bürgerbus Finnentrop laut Dr. Heidi Zimmermann ganz gut über Wasser gehalten. Das machte die Vorsitzende am Dienstagabend, 21. September, in der Ratssitzung der Gemeinde Finnentrop deutlich.

Dr. Heidi Zimmermann gab Einblicke in die Fahrgast- und Fahrerzahlen und die Finanzen. Zum ersten Mal in der 15-jährigen Geschichte verbucht der Bürgerbus ein Defizit in Höhe von 3.036 Euro.

Um die Fahrer und die Fahrgäste zu schützen, ist der Fahrbetrieb im Jahr 2020 zweimal für längere Zeit eingestellt worden. Im Jahr 2019 wurde 12,.974 Fahrgäste befördert. Im Jahr darauf sank die Zahl auf 4.145.

Treue Werbepartner

Die Benzinkosten sind dementsprechend von 8.800 auf 3.214 Euro gesunken. Gestiegen sind im vergangenen Jahr die Werkstattkosten des in die Jahre gekommen Busses (2019: 10.700 Euro und 2020: 14.150 Euro).


„Wir warten täglich auf den neuen Bus“, machte Dr. Heidi Zimmermann deutlich und zeigte sich optimistisch. Der Kontostand von rund 40.000 Euro, der Zuschuss vom Land in Höhe von 35.000 Euro und der Verkauf des vorhandenen Busses, bei dem sich Dr. Zimmermann einen höheren Erlös als beim Verkauf des ersten Busses (11.000 Euro) erhofft, sowie die Unterstützung der Werbepartner, die für ihre Treue gelobt wurden, sichern die Finanzierung.

Keine Rollstuhlrampe

Auf die Ausstattung mit einer Rollstuhlrampe darf der Bürgerbusverein Finnentrop weiterhin verzichten. Sollte ein Rollstuhlfahrer den Bus nutzen wollen, darf er sich alternativ ein Taxi bestellen, dessen Kosten erstattet werden.

Trotz des vollständig wiederaufgenommenen Fahrbetriebs räumte Dr. Zimmermann ein, dass das Angebot des Bürgerbusses noch eher verhalten genutzt werde. Die Vorsitzende vermutet, dass einige Stamm-Fahrgäste das Angebot nicht nutzen, da sie nicht geimpft seien.

„Auf keinen Fall aufgeben“

Erschwerend komme hinzu, dass sich die Zahl der Fahrer von 17 bis 19 auf 12 dezimiert habe und deshalb darüber nachgedacht werde, den Fahrbetrieb einzuschränken. „Wir sollten auf keinen Fall aufgeben, sondern so lange wie möglich weiterfahren wie bisher. Einschränkungen sind nie gut“, so Dr. Heidi Zimmermann.


Ralf Helmig, CD-Fraktionsvorsitzender, ermutigte: „Halten Sie durch und machen Sie weiter. Wenn der Bürgerbus nicht mehr fahren würde, wäre das ein Verlust.“ Bürgermeister Achim Henkel machte mit Blick auf die angebotenen Strecken deutlich: „Es gibt sogar Wünsche, den Fahrplan zu erweitern.“

Ein Artikel von Nicole Voss

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