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Finnentrop, Finnentrop, 8. Oktober 2015

Bahnhof: Erstes Teilstück der Fußgängerbrücke wird am Wochenende aufgelegt

Bauarbeiten in der Nacht

Bahnhof: Erste Brückenteile werden aufgelegt
Das Projekt Fußgänger- und Radfahrerbrücke am Bahnhof Finnentrop nimmt weiter Gestalt an: Das erste Teilstück wird in der Nacht von Freitag, 10. Oktober, auf Samstag, 11. Oktober, aufgelegt.

Das vorgefertigte Segment wird mithilfe eines 400 Tonnen schweren Autokranes von der Bahnhofsseite aus auf die Betonpfeiler gelegt und ausgerichtet. Da die Arbeiten in der Nähe der Hochspannungsleitungen der Bahnlinie stattfinden, wird der Bahnbetrieb währenddessen stillgelegt. Insgesamt werden vier vorgefertigte Teilstücke auf elf Betonpfeiler aufgelegt.

„In der darauffolgenden Nacht werden noch Nacharbeiten durchgeführt", teilt der Landesbetrieb Straßen.NRW weiter mit. Bereits am Freitag, 9. Oktober, werde der Busbahnhof für die Arbeiten gesperrt und erst am Montag, 12. Oktober, um 5 Uhr wieder freigegeben.

Die weiteren Segmente werden am 28. und 29. Oktober von der Lenneseite aus verbaut. Da für diese Arbeiten nur die Oberleitung eines Nebengleises stillgelegt werden muss, finden die Baumaßnahmen tagsüber statt. Die Brücke liefert die Bauunternehmung Hofschröer GmbH & Co. KG aus Lingen an der Ems. Aufzug und Rampe für Barrierefreiheit Die nach der Montage 81,5 Meter lange und 3,5 Meter hohe Brücke wird vom Bahnhof über die Gleise und die L539 zum neu entstandenen Lennepark und den Park-and-Ride-Anlagen führen. Ein Aufzug auf der Bahnhofsseite und eine Rampe auf der Lenneseite werden eine barrierefreie Nutzung der Brücke für Rollstuhlfahrer garantieren. Durch die Brücke wird es für Nutzer der Parkplätze auf der Lenneseite möglich sein, die Bahnsteige schneller zu erreichen, da es Treppenabgänge zu den Gleisen gehen wird.

Seit April dieses Jahres besteht durch den Abriss des bisherigen Bahnübergangs keine Möglichkeit für Fußgänger mehr, die Gleise sicher zu überqueren. Die Nutzung der nächstgelegenen Brücke bedeutet derzeit einen Umweg von zwei Kilometern für Fußgänger. Alternativ gibt es einen kostenlosen Taxi-Service oder die Möglichkeit, per Linienbus von einer Seite zur anderen zu kommen. Gesamtkosten von rund 2,7 Millionen Euro Die Arbeiten an der neuen Fußgängerbrücke begannen im Dezember letzten Jahres und sollten ursprünglich bereits im August abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme werden 2,7 Millionen Euro betragen.

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW, Regionalniederlassung Südwestfalen, dankt allen Anwohnern und Verkehrsteilnehmern mit Blick auf die mit der Baumaßnahme verbundenen Behinderungen und Lärmbelästigungen für ihr Verständnis.
Ein Artikel von Ina Hoffmann

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