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Finnentrop, Finnentrop, 2. Dezember 2015

Gemeinde und RWE vergeben zum 16. Mal den Klimaschutzpreis

Auszeichnung für acht Projekte

Hubert Mensebach aus Rönkhausen belegte in der Wertung der Erwachsenen mit seinem CO2-neutralen Wohnhaus Platz eins. Bürgermeister Diemtar Heß (rechts) und Markus Ebert von RWE überreichten die Gewinnerurkunde und gratulierten.
Hubert Mensebach aus Rönkhausen belegte in der Wertung der Erwachsenen mit seinem CO2-neutralen Wohnhaus Platz eins. Bürgermeister Diemtar Heß (rechts) und Markus Ebert von RWE überreichten die Gewinnerurkunde und gratulierten.
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Zum 16. Mal hat die Gemeinde Finnentrop jetzt zusammen mit dem Energieversorger RWE den Klimaschutzpreis vergeben. Acht Preisträgern wurden am Dienstag Preisgelder in Höhe von insgesamt 1000 Euro übergeben. Ihre Projekte dienen allesamt dem Umwelt- und Naturschutz.

„In Paris ist gerade der Weltklimagipfel, und wir haben hier Starkregen, der die Flüsse über die Ufer treten lässt“, so Bürgermeister Dietmar Heß bei seiner Begrüßung. „Die Welt wird wärmer, es sei denn, wir machen etwas dagegen, und das fängt im Kleinen an. Wenn an vielen kleinen Orten viele kleine Menschen viele kleine Dinge tun, dann kann daraus etwas ganz Großes werden.“ Mit dem Klimaschutzpreis werde das Bewusstsein für die Umwelt geschaffen – und das sei etwas Großes, sagte Heß. Lob für Vielfalt der Projekte Markus Ebert von der RWE lobte die Vielfalt der Beiträge, die in diesem Jahr ausgezeichnet wurden. Die Jury, bestehend aus Markus Ebert (RWE), Ralf Paul Beckmann (Vorsitzender der Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde), Aloys Weber (1. Beigeordneter), Brigitte Kümhof (Fachkraft für Umweltschutz) und Bürgermeister Heß hatte die Preisträger auswählt. „Alle Projekte sind auch Anregungen für andere, es den Umweltpreisträgern nachzuahmen und sich für die Natur und ihre Umwelt einzusetzen“, so das Resümee der Jury.

Wie in den vergangenen Jahren hatten nicht nur Beiträge eingereicht werden, sondern auch Personen für den Preis vorgeschlagen werden. Davon hat die Bewertungskommission Gebrauch gemacht. „Wir haben in diesem Jahr die Preisträger in zwei Kategorien eingeteilt“, so Heß. „Zum einen die Klasse Kinder und Jugendliche und zum anderen die Klasse Erwachsene.“
Die Preisträger bei Kindern und Jugendlichen
•„kinder-jugend- & kulturhaus“ der St. Nepomuk Gemeinde (1. Platz/200 Euro): In den Sommerferien fand hier eine Themenwoche „Abenteuer Umwelt“ statt, inklusive Besuch einer ehemaligen Mülldeponie und einer Umwelttour mit Fotoapparat und Videokamera. Außerdem gab es einen Wasseraktionstag.

•Katholischer Kindergarten St. Matthias, Fretter (100 Euro): Im Rahmen ihres Projektes „Ein Kindergarten im Kindergarten“ wurde im Außenbereich eine „Oase für Mensch und Tier“ geschaffen. Alltägliche Tiere wie Regenwürmer, Ameisen und Schnecken können hier bestaunt werden. Eine Böschung wurde mit Erdbeerpflanzen, Heidelbeeren und Kräutern gefestigt.

•Kindergarten Panama, Bamenohl (100 Euro): Die Prämie gab es für das Projekt „Umwelterfahrung im Kindergartenalltag“. Neue Hochbeete wurden gebaut und mit Weiden eingezäunt. Mülltrennung und aktive Gartenarbeit gehören seit Jahren zum festen Alltag der Einrichtung.
Die Preisträger bei den Erwachsenen
•Hubert Mensebach aus Rönkhausen (Platz 1/200 Euro): Der Elektrotechniker hat sein Wohnhaus, bestehend aus drei Wohneinheiten, zu einem CO2-neutralen Wohnhaus umgebaut. Mit den drei Bausteinen Holzscheidvergaserheizung, einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage hat er einen Prototypen geschaffen, der in der Fachwelt schon viel Beachtung fand.

•SGV Abteilung Bamenohl (100 Euro): Die Wanderfreunde wurden für ihre umfangreichen Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen rund um das Jugend- und Wanderheim in Bamenohl ausgezeichnet.

•Evangelische Kirchengemeinde Finnentrop (100 Euro): Die Mitglieder haben ihr Gemeindehaus im Bereich Beleuchtung nach den neusten Energiesparmaßnahmen umgerüstet.

•Für sein Bieneninformationszentrum in Hülschotten bekam Hubert Wicker eine Auszeichnung und 100 Euro. Er war von Tanja Böhne aus Attendorn vorgeschlagen worden, die sich über die von ihm gepflegte Obst- und Wildblumenwiese freut. Außerdem stellte Wicker einen Bienenschaukasten auf, der Einblicke in das Leben der Bienen bietet.

•Den hat auch der vierte Preisträger (100 Euro) in seinem Garten stehen. Andreas Graetz aus Heggen hat vor zwei Jahren das Hobby Imkerei für sich entdeckt und seinen Garten daraufhin naturnah gestaltet. Im eigenen Garten sorgen jetzt seine Bienen für mehr Blüten und Bestäubung sowie für viele Früchte, Insekten und Vögel.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

Bildergalerie: Auszeichnung für acht Projekte